PMDD #17

PMDD #17

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Gestern war es wieder soweit. Es wurde mal wieder zum PMDD aufgerufen. Ich spar mir jetzt die Erklärung, weil entweder liest du diesen Post, weil du selbst teilgenommen hast, oder du liest diesen Post, weil du eh öfter meinen Blog liest und daher schon weisst, was der PMDD ist.

Organisiert wurde das Ganze dieses Mal von Seelenstreusel, die jetzt die ganzen Posts zusammensammeln darf. Vielen Dank dafür. Wer also wissen möchte, was es mit dem PMMD auf sich hat, findet dort auch alle nötigen Informationen.

Ich möchte heute nicht nur Bilder da lassen. Denn:

viel spannendes ist nicht geplant

War zwar meine vorgestrige Aussage auf FB als Manu gefragt hat wer teilnimmt.

Aber hey einiges wird dann doch spannend, weil man zwei Kinder dabei hat oder so.

Auf jeden Fall hatte mein Tag mit Behördengängen zu tun. Denn ich bin jetzt schon seit 5 Jahren hier in der Schweiz (und was für Veränderungen in den 5 Jahren stattgefunden haben so von mit gutem Job und Freund zu verheiratet mit zwei Kindern und ohne geldbringenden Job).

Aber 5 Jahre heisst auch, dass meine Aufenthaltsbewilligung abläuft und ich jetzt eine Niederlassungsbewilligung bekommen darf. Zumindest die zeitlichen Voraussetzungen sind gegeben. Sie wollen das ganze prüfen und brauchen dafür Informationen von den Wohngemeinden in denen ich die letzten drei Jahre gewohnt habe.

Durch meinen fröhlichen Umzugswahn vergangenes Jahr (ich sollte noch einen Rückblick schreiben, das Jahr hatte es in sich) sind das drei Gemeinden die ich abklappern darf. Das meiste kann man zwar online bestellen, aber das andere eben nicht. Oder doch?

Aber gut, es wird Zeit für Bilder. Erwartet bitte keine gute Qualität, das ist bei so einem Tag nicht wirklich drin. Teils ist die Unschärfe auch beabsichtigt weil halt.

Mein PMMD beginnt in der Nacht, weil Start ist ja um 0:00 (Die Bilder haben den Text und so)

Der Wecker geht zwar um 6:15, aber ich darf weiter schlafen und werde meist wach, wenn es hell wird, oder jemand hunger hat. Diesmal war es eine Kombination.

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass in der Früh unglaublich viel in kurzer Zeit passiert. Danach gibt es so Phasen wo man einfach die ganze Zeit das Gleiche macht, was nicht wirklich fotografierenswert ist.

Aber dann geht der Tag los. Ich telefoniere erstmal mit der Verwaltung vom früheren Wohnort, die Abteilung Soziales ist nicht erreichbar. Ich versuch noch ein paar andere Leute telefonisch zu erreichen und habe auch da keine Erfolge. Aber gut, dann werd ich wohl doch die Gemeinden direkt abklappern müssen.

Ich fange mit dem Spaziergang zur derzeitigen Wohngemeinde an (natürlich nicht ohne vorher Kind 2 nochmal komplett neu einkleiden zu müssen). Dort angekommen ist der Akku von der kleinen Kamera leer. War ja klar, hätt ich mal den Akku geladen.

In der Gemeinde gehts dann die Buchbinder Wanninger Geschichte los. Ich lasse den Kinderwagen draussen stehen, weil es keine Rampe gibt. Drinnen werd ich aber erstmal zum nächsten Gebäude geschickt. Es ist schon 11:20 und auch hier macht die Gemeinde um 11:30 die Schalter zu. Daher nehme ich meine nicht kooperierendes Kind1 doch auf den Arm, weil sie laufen zu lassen würde langes Warten bedeuten. Bei der Abteilung Soziales wird mir gesagt, dass ich den Wisch bekomme, kostet 20 CHF und sie schicken ihn mir zu. Für den anderen Zettel muss ich in die Nachbargemeinde, ob ich das online machen kann, weiss die Dame nicht. (man kann, sonst wäre ich vermutlich ausgetickt).

Ich mache noch eine etwas ausgedehntere Runde mit dem Kinderwagen (Kind2 ist im Tragetuch dabei) in der Hoffnung, dass Kind1 dann schläft. Tut sie nicht. Anschliessend fahr ich noch schnell zum Bäcker, denn es ist schon wieder Zeit was zu essen.

Anschliessend kann ich wieder fotografieren, mache die Grosse Kamera schlank und weiter gehts.

Erstmal was Essen, Stillen und nochmal an den Computer, den Wisch in der anderen Nachbargemeinde bestellen. Weiterhin hoffen, dass Kind1 schlafen will. Will sie nicht. Also gut.

Wir fahren in die erste Gemeinde, dort ist Kind1 noch nicht eingeschlafen, aber der Parkplatz überfüllt, so dass ich erstmal in die andere Gemeinde fahre. Auf dem Weg dorthin habe ich dann zwei schlafende Kinder im Auto. Dort angekommen Kind2 wieder ins Tuch, Kind1 auf dem Arm in der Hoffnung, dass sie schnell wach wird. Im Gebäude ist sie wach und kann auch selbst laufen. Wir müssen in den ersten und zweiten Stock. Bei Schalter 1 bekomme ich für 18 CHF meinen Wisch, den ich schon online bestellt hatte, aber für den sie eine Vorausszahlung haben wollten. In der Abteilung Soziales bekomme ich den anderen Wisch ohne etwas zahlen zu müssen (das geht? Wow! – vielleicht hat sie es auch nur vergessen). Nebenbei bekomme ich mit, wie jemanden anders unangenehme Fragen gestellt werden (Diskretion?).

Dann gehts weiter in Gemeinde 3. Dort hatte ich den einen Wisch schon online bestellt, aber die andere Abteilung nicht erreicht. Der Parkplatz ist noch immer voll, ich kann aber nicht wirklich auf eine Lücke warten, weil hinter mir brüllt es vor hunger. Daher ins nahe gelegene Parkhaus. Erstmal Stillen, dann versuchen Kind1 zu überreden aus dem Auto auszusteigen umd ins Stadhaus zu gehen. An der Hand gehen im Parkhaus ist nicht, also wieder Tragen. Im Supermarkt den wir durchqueren müssen darf sie gehen, was in Stehenbleiben und Kinder Anstarren endet. Der Weg zum Stadthaus wird sehr lang so und ich trage streckenweise wieder zwei Kinder. Hätte ich doch den Kinderwagen mitgenommen oder zumindest die Traghilfe. Gna. Das kommt davon, wenn man denkt, dass die Parkplätze ja jeweils direkt vor dem Haus sind.

In der Verwaltung wird mir dann erklärt, dass ich da falsch bin. Ich muss ins Gebäude gegenüber, aber da sind die Schalterzeiten nur Vormittags. Immerhin bekomme ich eine Telefonnummer und kann das Ding vielleicht auch telefonisch anfordern.

Draussen lass ich mir Zeit. Kind1 bewundert das Gebüsch, ich unterhalte mich mit einer 90jährigen Dame über Kinder im Allgemeinen und Schreibabys (3 Monatsbabys oder 24hBabys) im Speziellen. Ganz langsam gehen wir zurück zum Auto. Nur so langsam bekomme ich auch wieder hunger und so endet es wieder im Tragen von 2 Kindern auf einmal….

Zu Hause falle ich erstmal auf die Couch. Mir tut alles weh. Ich kann schon wieder Stillen und muss das abrupt abbrechen, weil Kind1 vom Stuhl kippt (sie ist halt müde) und sich auf die Lippe gebissen hat. Es blutet wie seuche und sie schreit wie am spiess.

Ich bleibe erstmal auf der Couch sitzen. Kind1 ist schon wieder fröhlich und tobt rum, nur um dann rückwärts vom Sofa zu kippen. Nochmal Geschrei. Zum Glück kommt Scotty bald nach Hause. Er beschleunigt das Abendessen und verdonnert mich zu einem Bad.

Wir versuchen noch in WoW eine Hero zu gehen, aber jetzt ist Kind2 dran mit brüllen, nur das wir nicht wirklich wissen wieso. Frische Windeln, Stillen, Nähe, irgendwann beruhigt sie sich dann doch und ich darf ins Bett.

pf was für ein Tag.

5 thoughts on “PMDD #17

  1. Hallo liebe Feuerkatze,
    ich freue mich, dass du auch mitgemacht hast und uns Einblicke in deinen Tag gegeben hast, der ja wirklich mehr als vollgepackt war mit den ganzen Behördengängen (ich arbeite in einer Behörde und weiß, wie das manchmal so ist) … Danke für die vielen schönen Bilder! Mein Lieblingsbild ist das vom Zwiebel-zupfende-Kind-am-Boden <3
    Liebe Grüße
    Karina

  2. Ein wirklich toller Beitrag. Hört sich nach einem echt stressigen Tag an. Das mit dem Papierkram ist wirklich lästig, oder? Da fühlt man sich wie bei Passierschein A38 (oder wie das hieß) von Asterix und Obelix ;-).

    Ganz liebe Grüße

    1. Das Lästige in diesem Fall war hauptsächlich, dass ich dafür zu drei Gemeinden gehen musste, was mit Kindern einfach ein Riesenaufwand ist. Dazu dann die jeweiligen Gebühren, so dass ich dann am Ende wohl ca. 200 CHF ausgegeben habe nur damit ich hier bleiben darf. Immerhin sind die hier im Grossen und Ganzen gut organisiert, so dass die tatsächliche Zeit am Schalter eher kurz ist und man auch nie mehr als eine falsche Anlaufstelle hat, weil die dann genau wissen wo man tatsächlich hin muss.

  3. Finde es toll, dass du trotz doch recht neuem Alltag mit zwei süßen Töchtern mit von der Partie warst und uns einen Einblick gewährt hast.
    Behördengänge sind wahrlich auch nicht meine Liebsten – sehe diese eher leider als notwendiges Übel :-/. Drücke Daumen, dass bald alles durch ist – hoffentlich unproblematisch!
    Liebe Grüsse und ich wünsche zudem eine stressfreie Woche :-).

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