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Angst vor Veränderung

Ich habe manchmal das Gefühl, dass viele Menschen ein bisschen zu viel Angst vor Veränderung haben.

Oder sie wollen einfach nur meckern.

Letztens gab es einen Zettel in unserem Briefkasten. Von der Post.

Die Filiale im Ort wird zu gemacht und es wird statt dessen, wie es vielerorts in den etwas kleineren Ortschaften üblich ist eine Post-Agentur im Dorfladen eröffnet werden. Das Ganze soll ca. im Juni stattfinden also in 2 Monaten.

Vorteile: es gibt weiterhin eine Post im Ort, die Öffnungszeiten sind die vom Dorfladen, die für die Schweiz übrigens echt ok sind. Heisst statt: 08:00 bis 11:30 und 14:00 bis 18:00 unter der Woche und Samstag von 8:00 – 11:00 kann man dann täglich ausser Sonntag von 6:30-19:30 und ab Mai angeblich sogar bis 21:00 seine Pakete abholen, Briefmarken kaufen, Pakete und Briefe aufgeben und was man sonst so in der Post erledigen möchte.

Nachteile: äh. Nun gut, der Dorfladen ist sehr klein, aber angeblich wird es auch dort dann eine Postfachanlage geben und naja, es hat scho noch Platz da was anzubauen, und er hat tatsächlich nicht wirklich viele Parkplätze.

Aber genau diese Sachen werden natürlich sofort bemäkelt und es muss einen grossen Titel in der Regionalzeitschrift geben. Die armen alten Leute seien dadurch völlig überrumpelt und man müsse ja erstmal Vertrauen zum neuen Personal finden. Und man hätte das ja viel früher kommunizieren sollen.

Ich weiss ja nicht, aber ich vermute mal, dass die Leute, die im Ort zur Post gehen auch ab und zu im Dorfladen vorbei kommen und daher das Personal dort auch kennen. Ebenso werden viele Leute, die zur Post gehen das auch häufig mit dem Einkauf im Dorfladen verbunden haben. Und wieviel Vertrauen braucht man denn bitte zum Postler, welches man nicht dem Verkaufspersonal im Dorfladen geben würde?

Aber vielleicht sehe ich das auch viel zu locker. Auf jeden Fall finde ich die Lösung angenehmer als die in meinem Heimatkaff, wo die Postagentur in einem Laden gelandet ist, den ich sonst fast nie betreten habe und bedient wird von einem (im Laden) kettenrauchenden Fahrradhändler. Dann echt lieber die freundlichen Kassendamen und Herren aus dem Dorfladen. Für den die Umbaubewilligung schon gegeben wurde.

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