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WMDEDGT im April 2017

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Ja das frage ich mich Mittwochs öfter, irgendwie ist das der Tag an dem ich Kind-Frei habe und er hat nie genügend Stunden. Alles dauert länger als ich dafür einplane und schwupps ist es schon Zeit die Kinder wieder abzuholen.

Heute begann mein Tag um 6:30. Nach aufstehen, anziehen, frühstücken stand das Frühlingskind um 7:30 dann auch schon neben mir. “Ich habe Hunger” ja sicher. Also Frühstück fürs Frühlingskind hinstellen und die Zeit nutzen das Herbstkind auch zum wach werden zu überreden.

Nach dem üblichen. “Zieh dir was an, wir müssen los” “Du bist ja noch immer nicht angezogen” “Du musst mir helfen” “ich bin krank, ich will nicht in die KiTa” (Kind ist ziemlich sicher nicht krank) “Ich will das Kleid nicht anziehen” (nonverbal) schaffe ich es beide Kinder ins Auto zu verfrachten und bin tatsächlich deutlich vor 9:00 in der KiTa. Dort lässt sich das Frühlingskind doch überreden in der KiTa zu bleiben. Das Herbstkind verabschiedet sich fröhlich und ist schon am spielen bevor ich überhaupt das Gebäude verlasse.

Ich fahre in Schwimmbad. Leider ist das recht weit weg und ich muss mich durch einen Ort stauen. Ich freue mich auf in drei Wochen. Da geht die Badi-Saison wieder los. Schweizer scheinen schwimmen zwar toll zu finden, aber eigentlich wohl nur im Sommer, denn während fast jeder Ort eine Badi (ein Freibad) hat sind die Hallenbäder deutlich weiter gestreut.

Nach 1500 m schwimmen und einer guten Stunde bin ich wieder unterwegs und wieder im Stau. Ich sehne mich weiterhin nach der Badi-Saison.

Zu Hause angekommen habe ich erst mal HUNGER. Bringe aber erst noch den Karton, das Papier und das kaputte Laufrad ins Auto. Während ich esse gucke ich eine Folge Marvels Agents of Shield. Leider ist der Podcast, der mich dazu gebracht hat ein Scheidungsopfer geworden, aber die Serie hat mich inzwischen doch gepackt, also gucke ich weiter. Den Rest der Folge nutze ich zum Wäsche falten.

Dann erstmal Haushalt. Mittwoch ist der einzige Tag an dem das nicht in “ich habe dann mal den Raum fertig und in der Zwischenzeit haben die Kinder den Rest wieder zugemüllt” endet. Nach einer Stunde reicht es erst mal (weit von “fertig” ich übe mich im nicht-Perfektionismus). Dann klicke ich ein bisschen im Internet rum und eine Freundin frägt ob ich nicht mit ihr in einen Stoffladen gehen will. Da sag ich nicht nein und eine halbe Stunde später treffen wir uns. Diesmal nehm ich den Zug, weil ich nicht nochmal im selben Stau stehen möchte.

Um 15:45 bin ich wieder zu hause. Ohne Stoff. Meine Freundin hat aber die gewünschten Knöpfe und auch ein paar Stoffe gefunden. War also entsprechend erfolgreich.

Dann erstmal noch kurz suchen nach einem neuen Hörbuch und anfangen hier zu schreiben.

Ich mache mir einen Tee, räume dabei die Küche auf und mach mir einen kleinen Snack. Dann ist es schon wieder Zeit um richtung KiTa zu fahren. Ich mache noch einen Umweg zur Post um ein Einschreiben abzuholen und neue Müllmarken zu kaufen. Dann geht’s weiter zur Mobilen Sammelstelle wo ich den Kofferraum voller Karton, Papier und Laufrad leere.

In der KiTa erzählt mir das Frühlingskind (das natürlich nicht krank ist) dass es beim Springen sich am Fuss weh getan hat. Es erzählt auf Niederländisch aber dann wechselt sie auf Deutsch “Autsch, das hat weh getan”. Ich solle es doch bitte kühlen. Ich bringe das müde und das humpelde Kind zum Auto und auf dem Rückweg fällt mir ein, dass ich eigentlich auf die Kleiderbörse gehen wollte. Nachdem ich aber inzwischen eh die Sachen selbst nähe, war Stoffladen wohl die logischere Wahl. Auch wenn ich nichts gekauft habe. Aber ich will ja auch kein Stofflager hier aufbauen. Und das Frühlingskind (für das ich ja überwiegend nähe) hat ja einen sehr eigenen Geschmack und darf sich ja selbst aussuchen. Bringt ja nichts, wenn ich was kaufe und es dann nie genutzt wird.

Zu Hause versacke ich beim Essen ein bisschen während die Kinder für sich ein bisschen spielen. Das Frühlingskind verabschiedet sich aber um 19:30 ins Bett. War wohl doch etwas anstrengend mit der Fussverletzung. Das Herbstkind ist noch aktiv. Ich mache um 20:00 einen ersten Versuch es ins Bett zu bekommen. Weil Augen reiben und sost müde wirken tut es schon. Aber nix. Es steht wieder auf und versorgt mich mit Tee aus der Spielküche. Um 21 Uhr mache ich den nächsten Versuch. Es fummelt nur an mir rum und springt wieder auf und droht das Frühlingskind wieder zu wecken. Ich nehm es also wieder mit mir raus und räume weiter im Esseck auf, was ich eigentlich nur schnell tun wollte um dann zu nähen.

Das Herbstkind erwischt einen Satz Buntstifte, die dann fröhlich verteilt werden. Ich packe es in den Luemai und räume mit dem Greifer weiter auf.

Um 21:45 kommt das Frühlingskind nochmal und hat Durst. Ich versorge es mit etwas zu trinken und laufe weiter mit dem Herbstkind rum. Um 21:50 deutet es (Endlich!) richtung Schlafzimmer. Ich lege es zum halbwachen Frühlingskind und verlasse das Zimmer, ich habe jetzt keine Lust mehr auf Einschlafbegleitung.

Mein Nähzeug aufräumen dauert natürlich zu lange und das Frühlingskind kommt wieder und will kuscheln. Ich sollte wohl ins Bett. Aber hey, ich kann morgen quasi direkt losnähen. Nicht, dass ich dazu kommen werde.

 

Mehr von anderen Leuten findet ihr bei Frau Brüllen.

 

 

 

 

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