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3 Wochen Strohwitwe – Woche 1 Autolos

Ich bin ja derzeit für drei Wochen alleine. Ich hatte in letzter Zeit wenig Lust auf Social Media und vor allem wenig Lust mich zu äussern, also gab es hier auf dem Blog auch nur wenig zu lesen. Aber ich dachte mir, dass es vielleicht ein paar Leute interessiert, wie meine drei Wochen alleinerziehend laufen. Letzte Woche Freitag haben wir E. zum Flughafen gebracht und seit dem ist hier Ablenkung angesagt. 

Freitag 19. Jan

Fahrzeug: Auto

Eine letzte Umarmung und E. ist durch die Sicherheitsabsperrung und die Kinder und ich stehen mit der Begleitung von der Begleitung da. Wir wünschen uns gegenseitig noch eine gute Zeit, während das Herbstkind um uns herumwirbelt. Ich überrede die Kinder noch kurz Flugzeuge zu gucken und laufe Richtung Besucherterrasse. Ein Blick nach draussen sagt mir, dass ich da nicht hin will. Ich habe keine Jacke dabei und wir können auch durch die Fenster die Flugzeuge sehen. Das Frühlingskind frägt ob das Flugzeug da draussen, das ist mit dem E. fliegt. Vermutlich nicht, denn es ist ein relativ kleines. Die Kinder sind etwas quengelig und nervig. Ich frage ob sie aufs WC müssen – müssen sie nicht – sie haben aber hunger. Ich biete ihnen an, dass sie im Auto dann Cracker essen dürfen und lotse sie durch den Flughafen zurück zum Auto. Ich zahle die 7 CHF fürs parken, setze die Kinder ins Auto setze mich selbst hin, Gang rein. Frühlingskind von der Rückbank: “ich muss aufs Klo” na klar. Ich weigere mich. Frage ob es machbar ist, das noch einen halbe Stunde einzuhalten. Das Frühlingskind bejaht und ich fahre los. Nach 45 min sind wir auch zu Hause und das Kind kann sich dort erleichtern. 
Abendessen Kinderbespassung. Bett. Die Kinder hampeln rum, ich habe keine Chance und erst um 21:30 Uhr ist Ruhe. 

Ausblick auf den verregneten Flughafen

 

Samstag 20. Jan

Fahrzeug: ÖV

Glücklicherweise war das Angehörigentreffen von TGNS direkt am Samstag nach Es Abflug. Normalerweise gehe ich dort alleine hin, weil Kinder doch etwas ablenkend sind, aber nachdem wir meistens die Gruppe aufteilen und die Partner*innen eher die kleinere Gruppe sind, habe ich es riskiert. ÖV funktioniert erstaunlich gut mit den beiden und so war der Nachmittag also kein wirkliches Problem. Ausser dem Klounfall vom Frühlingskind, aber tja, das passiert nunmal. Und es war anstrengend genug um, nach der zu kurzen Nacht, den Einschlafprozess zu verkürzen. Für mich war es hilfreich quasi direkt in dieser Zeit die Möglichkeit zu haben frei zu reden. 

Zugfahren

 

Sonntag 21. Jan

Fahrzeug: Auto, fremdes Auto

Für heute habe ich mir einen Besuch, der seit etwas mehr als einem Jahr geplant ist tatsächlich zum Umsetzung angesetzt. Leider endet die Fahrt erstmal in einem Unfall, bei dem ausser Plastik/Blech (das die Versicherung zahlt) nichts zu Schaden kommt. Nur, dass mein Auto erstmal in der Werkstatt landet. Meine Freundin schickt mir ihren Mann, der mich, einen Autositz und die Kinder dann doch zum Besuch bringt. Die Kinder spielen so intensiv miteinander, dass ich sie für ein paar Stunden gar nicht zu sehen bekomme. Das ist auch nicht schlecht. Spontan wird die Pfannkuchen/Omlette/Eierkuchenmenge erhöht und wir dürfen mitessen. Am Abend werden wir auch direkt wieder nach Hause gebracht. Die Kinder sind so aufgeregt, dass sie leider nicht wie geplant im Auto einschlafen. Dafür aber zu Hause doch schnell. 

Dadurch, dass ich jemanden hatte, der mich abholt, hab ich kein Ersatzauto und mir im nachhinein eins zu besorgen wäre wohl mehr Stress als es einfach mal ohne zu versuchen.

Trosttasse an einem doofen Tag

 

Montag 22. Jan

Fahrzeug: ÖV, Bollerwagen

Der erste “normale” Wochentag. Normalerweise werde ich indirekt von E. geweckt, jetzt muss ich mir selbst einen Wecker stellen. Und die Kinder wecken und das Frühlingskind in den KiGa schicken, ab da ist es dann ein normaler Tag. Nur, dass ich mit Versicherung und Werkstatt rumtelefonieren muss. Und am Nachmittag die nächste ÖV-Fahrt zum Schwimmunterricht ansteht. Vorteil: ich komme dort nicht gehetzt an, weil ich mal wieder alles zu spät mache, sondern stresse mich voll rein, so dass ich noch zu viel Zeit habe um beim Bus zu sein. Ich schlage die 10 min mit einem kleinen Spaziergang tot bei dem das Herbstkind im Bollerwagen einschläft. Ich bekomme jöhs und erstauntes “das habe ich noch nie gesehen” aufgrund des schlafenden Kindes und aufgrund des Regendachs. Denn es schüttet. Die Vorbereitung hatte also auch den grossen 

 

Stress dabei, weil ich die Gummistiefel vom Frühlingskind im kaputten Auto gelassen habe und sie damit auch in der Werkstatt sind. Auf dem Weg vom Bahnhof zum Schwimmbad werde ich von allen Seiten nass. Von Oben und vom Schwitzen. Aber es geht alles gut. Wir sind pünktlich da und trotz Stosszeit kommt auch der Bollerwagen im Bus wieder mit nach Hause. Dort kommt am Abend die Babysitterin zum Vorstellen. Zum Glück entpuppt sie sich als sehr sympathisch und sie bekommt so den Job. Nicht, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch sehr viel Auswahl hatte. 

Herbstkindbeschäftigung während das Frühlingskind schwimmt

 

 

Dienstag 23. Jan

Fahrzeug: Bobbycar, Fahrrad, ÖV

Am Vormittag geht es erstmal mit dem Bobbycar mit dem Herbstkind zum ElKi-Turnen, das ist geschickterweise nämlich einfach hier im Ort. Wir trainieren fleissig für unseren Auftritt am Samstag. Heute brauche ich kein Auto mit den Kindern. Den Nachmittag verbringe ich nämlich damit, die Wohnung in einen Zustand zu bringen, dass die Babysitterin nicht in Versuchung kommt mehr zu tun als nur Kinder zu hüten. Am Abend kommt diese auch pünktlich und bekommt nur das Frühlingskind weil das Herbstkind sich geschickterweise um 19:00 Uhr auf dem Sofa in den Schlaf verabschiedet hat. Ich schwinge mich auf mein Fahrrad um zum Bahnhof zu fahren. Im Chor werde ich angeguckt, weil ich sonst eher zu denen gehöre, die im letzten Moment kurz vorm Einsingen in den Saal schleiche.  ÖV fahren hat auch seine Vorteile. Z

 

Mittwoch 24. Jan

Fahrzeug: Bakfiets, ÖV

Nachdem ich am Nachmittag einen Termin in der Stadt habe und dazwischen vermutlich keine Zeit haben werde ist das Lastenrad meine Wahl für die Fahrt zur KiTa. Ich bekomme dort ein Kompliment dafür, dass ich zu dieser Jahreszeit mit dem Velo unterwegs bin. Mich irritiert das immer, weil ich mir immer denke, dass ich ja eigentlich grundsätzlich mehr mit dem Rad fahren könnte, schliesslich habe ich durchaus ausreichend warme und ggf regenfeste Kleidung und so lange kein Schnee und Eis herrscht kann ich auch Rad fahren. Aber ich bin ja faul und brauche gezwungene Abwesenheit des Autos für so etwas. 

Der Tag geht sportlich weiter, weil ich erstmal ins Schwimmbad fahre, wobei ich mir viele Gedanken um E. mache, die gerade im OP ist. Anschliessend geht es direkt weiter in die Stadt wo ich erstmal was esse und dabei einen Anruf bekomme, dass mein Auto doch ziemlich kaputt ist, aber sie jetzt dann mal anfangen würden zu reparieren. Auch bekomme ich die Nachricht, dass die OP gut verlaufen ist. 

Beim Optiker bekomme ich zu hören, dass meine Kontaktlinsen noch nicht ersetzt werde müssen, damit habe ich einen finanziellen Punkt weniger. 

 

Donnerstag 25. Jan

Fahrzeug: Laufrad, Füsse

Für heute ist nichts geplant. Das Frühlingskind möchte abgeholt werden und das ist auch schon das Maximum an Aktion. Das Herbstkind ist derzeit in einer starken Autonomiephase und möchte die Strecke zum Kindergarten am liebsten alleine machen, fällt mit dem Laufrad und steht direkt wieder auf “nichts passiert!” und fährt weiter. Die Kinder spielen tatsächlich den Nachmittag überwiegend friedlich. 

Heimweg

 

Freitag 26. Jan

Fahrzeuge: Fahrrad, Bakfiets

Ich habe vergessen den Akku vom Lastenrad zu laden und bringe das Herbstkind also mit dem normalen Rad zur KiTa. Danach dann auch gleich noch ein paar Dinge im Nachbarort erledigen. 

Den Nachmittag verbringe ich mit möglichst viel Ruhe, weil wir am Abend noch zur Generalprobe vom Turnerchränzli gehen müssen. Ich fahre ziemlich knapp los und trete das frisch geladene Lastenrad ordentlich. 

Das Frühlingskind macht super mit. Es guckt unserem “Auftritt” zu und ich finde es dann auch dort wieder, wo ich es hingestellt habe. Das Herbstkind macht bei unserer Choreo auch super mit, ausser, dass ich das Outfit (also die Specials, immerhin trägt es brav das weisse T-shirt und die schwarze Hose)  nicht anziehen darf, aber egal. 

Der Abend wird natürlich spät, weil wir so spät nach Hause kommen. 

 

2 observations on “3 Wochen Strohwitwe – Woche 1 Autolos
  1. Julie

    Hui, volles Programm! Aber schön, dass es anscheinend recht stressfrei vonstatten geht. Ich hoffe, das Auto wird nicht zu teuer..!

     
    Reply
    1. Feuerkatze

      Das Auto ist zum Glück noch vollkaskoversichert und damit nur der Selbstbehalt zu zahlen. Das Programm ist so voll gewählt, damit ich genügend Ablenkung habe. Ich muss aber noch was für das kommende Wochenende finden.

       
      Reply

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