Loading...
X

#WMDEDGT im April 2018

Es ist April, der 5. Und Frau Brüllen will wie jeden 5. seit 5 Jahren wissen, wie unser Alltag so aussieht. 

Leider ist es Donnerstag. Donnerstag ist bei mir meistens der langweiligste Tag der Woche. Vor allem dann, wenn ich gar nichts geplant habe und das ist heute der Fall. 

In der früh wache ich aus seltsamen Träumen, die Kleider und Rasierpinsel beinhalten, auf. Es dauert ziemlich lange bis ich in der Realität ankomme. Erstmal Tee und Frühstück. Spülmaschine starten und so. 

Dann wecke ich das Frühlingskind, das gar nicht geweckt werden muss, es ist schon wach und spielt mit der Katze. Ich bringe ihm Milch und setze mich nochmal kurz hin und lese. Dann muss es tatsächlich aufstehen, will aber nur Frühstück von E. die heute erst am Nachmittag arbeiten muss. E. und das Herbstkind werden auch wach und Herbstkind bekommt auch Milch. Dann gibts noch Frühstück für die Kinder und den täglichen Kampf ums Anziehen. Irgendwie schafft es das Kind aber auch rechtzeitig aus der Tür raus. 

Ich kümmere mich erstmal um meine Neverending Story: “Wäsche”. E. schwingt sich auf ihr Rad, das noch mit Rollentrainer im Wohnzimmer steht. Damit ist auch das Herbstkind beschäftigt, denn es guckt immer voller Begeisterung auf die Trainingsapp. Ich nutze das abgelenkte Kind um noch schnell die Ärmel und das Halsbündchen vom T-Shirt für’s Frühlingskind zuzuschneiden. Der Vormittag verläuft mit Haushaltskram und zwischendrin kurz nähen, Herbstkind mit Essen versorgen und weiter Haushaltskram noch eine Naht, Herbstkind geht mit E. duschen, ich häng Wäsche auf, trockne zwischendrin das Kind ab. Dann ist es auch schon Zeit zu kochen. Das Frühlingskind hat sich heute etwas aufwändigeres gewünscht und so verbringe ich statt der üblichen 10-20 min diesmal gleich ne Dreivierteltunde in der Küche. Immerhin ist es etwas, was sich gut aufwärmen lässt und ich hab damit etwas zu essen für morgen. 

Nach dem Essen mache ich kurz einen tbt (ThrowBackThursday)-Post auf Instagram. Eines der Pferde vom Haras de la Nied, das ich super gerne geritten bin, ist gestorben. Er war 21 und der erste Ritt ist 15 Jahre her. Und das Bild noch analog. 

Ich bekomme einen ganzen Schwung likes,  nicht auf dieses Bild, sondern auf alte Bilder von einem neuen Follower. Der ist irgendwie seltsam, irgend ein US-General? Der schickt auch gleich noch eine private Nachricht. Why? Es ist auch nur ein schlichtes “Hi” Nicht, dass ich darauf reagiere. Und sein Profil ist dann privat. Ich sollte wohl mehr LGBTQ-Content machen, vielleicht werde ich ihn dann wieder los. Und auch bei Twitter folgt mir irgendein Bibelfreak. Hm. Suche Models für LGBTQ-Fotoshoots?! 

Die Kinder spielen ein bisschen miteinander und ich mache das T-Shirt fertig. Das Frühlingskind möchte das Shirt  dann auch gleich dem besten Freund zeigen und beide Kinder ziehen also los zu den Nachbarn. Ich bleibe noch ein bisschen sitzen, trinke Tee und lese. Mein eigentlicher Plan hatte vorgesehen, dass ich das schöne Wetter nutze um auf der Terasse aufzuräumen. Nur das das schöne Wetter doch nicht wirklich da ist. Der Wind ist eher von der Sorte bähkalteisigdawillichnichtraus. Die Kinder merken das auch, sie hatten jeweils nur T-Shirt/Unterhemd und kurze Hosen an. Sie kommen also recht schnell zurück um sich dann doch etwas wärmer anzuziehen.

 

Das Herbstkind kommt heulend zurück, “der [Nachbarsjunge] hat gesagt sie wollen alleine sein”. Ich räume dann doch ein bisschen zusammen mit dem Kind auf der Terrasse auf, bis es anfängt zu regnen. Das Herbstkind ist quengelig und wir kuscheln ein bisschen auf dem Sofa. Irgendwann steht es auf und meldet aus dem Kinderzimmer, dass es “das da” spielen will. “das da” ist die Playmobilkiste. Da im Kinderzimmer irgendwie ziemliches Chaos herrscht und das Chaos im Wohnzimmer eingrenzbar ist, stelle ich das Playmobil ins Wohnzimmer und räume dort noch kurz auf. Anschliessend baue ich das Krankenhaus so weit auf, dass es bespielbar ist, und sobald das Herbstkind spielt setze ich mich aufs Sofa und lese noch ein bisschen. 

Gegen 17:30 kommt das Frühlingskind zurück. Beim Ausziehen bemerkt es eine Spinne im Gang. Ich habe mit Spinnen eigentlich die Abmachung “tust du mir nichts, tue ich dir auch nichts” und lasse sie meistens einfach da wo sie sind. Das Frühlingskind besteht aber darauf, dass die Spinne raus muss. Ich hole also Glas und Karte um das zum glück nicht allzugrosse Spinnentier einzufangen. Mir wird aber beides vom Herbstkind abgenommen, das sehr professionell das Glas über die Spinne stülpt und die Karte drunter schiebt. Es trägt Glas mit Spinne zur Terassentür. Dort scheitert es, denn Tür aufmachen geht nicht mit Glas in der Hand. Die Spinne entkommt also, wird aber sogleich vom Herbstkind wieder eingefangen. Ich mache die Terassentür auf und die Spinne darf in die freie Natur entfliehen. 

Dann bekommen die Kinder hunger, ich räume die Nähmaschine weg und sorge für Abendessen. 

Anschliessend spielen die Kinder noch ein bisschen mit dem Playmobil und ich mache nichts vernünftiges (lesen, surfen, Tisch abräumen, Spülmaschine starten) doch ich nutze noch die Situation, dass meine Kinder tatsächlich mal Kleider anhaben und mache ein paar Fotos, nachdem die Kinder von Playmobil auf Filzstifte gewechselt haben. Leider malen sie nicht nur auf Papier und ich wische dann mal Boden, wobei mir da das Herbstkind wieder hilft. 

Das Herbstkind ist sehr eindeutig müde. Ich bringe es weinend noch aufs WC und dann putze ich ihm noch im Halbschlaf die Zähne. Keine zwei Minuten später ist es eingeschlafen. Das Frühlingskind bekommt auch noch die Zähne geputzt eine Geschichte vorgelesen und schläft auch recht schnell ein. 

Und dann schreibe ich hier, möchte nicht an das Playmobilchaos im Wohnzimmer denken. Aber viel wird hier nicht mehr passieren. Mal gucken was die anderen so erlebt haben heute. 

Leave Your Observation

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.