Month: August 2018

#Montagsherz

Heute starten wir mal kitschig in die Woche. Für Frau Waldspecht im Urlaub in der alten Heimat gefunden. In der Nähe von München müssen die Möbelhäuser mit Bayrischer “Kultur” entertainen. 

queer: und wenn es doch nur eine Phase ist?

Eine der häuigsten Reaktionen auf meine Erklärung, dass das Frühlingskind jetzt einen anderen Namen und ein anderes Pronomen hat, ist: “meinst du nicht, dass das nur eine Phase ist?” oder “Kann ja auch eine Phase sein” meistens dann gespickt mit “in der Klasse von meiner Tocher war auch ein Mädchen, dass lieber ein Junge wäre und das ist dann vorbei gegangen” oder “Der Sohn von XY hatte auch ein Phase wo er die Nägel lackiert haben wollte, gesagt hat, dass er ein Mädchen ist und Kleider anziehen wollte. Jetzt spielt er gerne Fussball und ist ein ganz normaler Junge” 

OK. Klar, kann es eine Phase sein. Klar ist es möglich, dass unser Kind aufgrund von der Familiensituation sich jetzt ausprobieren möchte. Vielleicht möchte es tatsächlich einfach mal wissen, wie es ist mit einem Namen angesprochen zu werden, der dem anderen Geschlecht zugeordnet ist, als das was ihm bei der Geburt zugewiesen worden ist. Natürlich ist es möglich, dass es in einer Woche, in einem Jahr, in einem Jahrzehnt feststellt, dass das ursprünglich zugewiesene Geschlecht vielleicht doch richtiger ist, oder vielleicht auch gar keins. 

Was aber wenn es keine Phase ist? 

Was, wenn mein Kind auch in einer Woche, in drei Monaten in 5 Jahren, in 10 Jahren noch immer sagt, dass das ursprünglich zugewiesene Geschlecht nicht stimmt? 

Womit richte ich als Eltern/Umfeld mehr Schaden an? 

Wenn ich meinem Kind jetzt die Möglichkeit gebe die “Phase” auszuleben, das Umfeld auch den neuen Namen verwendet, es als das wahrgenommen wird, was es ist/denkt zu sein und das ggf. auch wieder rückgängig zu machen, wenn es feststellen sollte, dass es doch eine Phase war?
Ihm die Möglichkeit gebe, wenn es in Richtung Pubertät geht darüber zu sprechen und ggf. mit Pubertätsblockern noch mehr Zeit zu geben für sich herauszufinden, was jetzt stimmt.

Oder

Wenn ich alle Aussagen wie:

“mein neuer Name ist ein Bubenname, weil ich bin ein Bub”,

“Ich will meine Haare kurz haben, weil ich ein Bub bin”

“Ich bin ein Junge, ich bin ein wilder Junge” 

ignoriere oder “verbessere”, ihn weiterhin mit dem alten (Mädchen)Namen anspreche, und nur milde lächel und klar mache, dass ich das ganze nicht Ernst nehme?

Was wenn es keine Phase ist, und mein Kind durch meine Ignoranz und Aussagen (alles was die Eltern sagen, stimmt ja erstmal – egal wie bescheuert es vielleicht tatsächlich ist) denkt, dass es sich da wohl geirrt hat um dann später festzustellen, dass es sich nicht geirrt hat und es jetzt den Eltern klar machen muss?

Wird es sich in der Zukunft eher den Eltern gegenüber öffnen und erzählen, dass es sich geirrt hat, die ihm die “Phase” zugestanden haben, oder eher den Eltern die das ignoriert und nicht ernst genommen haben? 

#12von12 im August 2018 mit #Montagsherz – und alles mit Verspätung

Inzwischen vorgestern war ja der 12. und der 12. heisst, das man für das Kännchenblog 12 Bilder des 12. veröffentlicht. Habe ich diesmal wieder auf Instagram gemacht. Und eigentlich wollte ich diesen Beitrag gestern schreiben, so dass auch Frau Waldspecht was davon hat. Weil Herzen hat es auch gegeben. 

Aber wie das so ist, gab es einen Stromausfall, der dann auch noch dafür gesorgt hat, dass unser Internet bis heute offline war. Das ist ziemlich lästig, wenn man dann feststellt, wie häufig man es doch braucht. Vor allem ist das mobile Netz in unserer Wohnung für mich nahezu unbrauchbar. 

Aber jetzt geht alles und deswegen könnt ihr hier jetzt auch alle Bilder vom Sonntag sehen. 

Blutmond

Ich habe in den Ferien natürlich doch auch versucht den finsteren Mond zu fotografieren. Meinem Stativ fehlt eine Schraube, also hatte ich das nicht dabei. Das Stativ von dem ich dachte, dass es bei meiner Mutter läge, lag bei den Schwiegereltern. Also holte ich mir spontan ein neues. Praktischerweise meinten meine Schwiegereltern dann auch, dass das Stativ, das bei ihnen läge, würde das Gewicht von ihrem Fernrohr gar nicht halten. Also bekommen sie das neu gekaufte und ich muss mich eben endlich um die Schraube kümmern, aber habe jetzt eines in München liegen, so dass ich das dorthin schon mal gar nicht mitbringen muss. Win-Win, würde ich das nennen. 

Aber zum Mond. Ich hätte mir sicher einen schöneren Ort suchen können, aber ich bin faul, und so wurde erst vom Balkon aus der Strommast genutzt und dann vom Boden aus der Baum und sonst hatte ich auch etwas freie Sicht. Fotografiert habe ich mit 200 mm (mehr hab ich derzeit nicht) und unterschiedlichen ISO-Werten und Belichtungszeiten. Die Bilder wo nur der Mond drauf steht sind also etwas ausgeschnitten. Zum Ende hin wurde mir kalt und ich etwas ungeduldig daher gibt es da kein gutes Bild. 

 

Ach ja, Facebook mag es nur noch, wenn man mit WordPress auf Seiten postet und nicht mehr auf private Profile. Bei twitter geht es weiterhin. Dort könnt ihr mir unter @die_Feuerkatze folgen. Das ist auch mein Instagram Name falls ihr mir dort folgen wollt. RSS-Feeds funktionieren weiterhin. 

#Montagsherz

Ich bin aus dem Urlaub zurück. Wir haben es uns wieder einfach gemacht und waren in der alten Heimat. Meine Schwester hat ihren Aufenthalt dann auch mit mir geplant, so, dass wir auch ein paar Tage gemeinsam bei unserer Mutter waren. Und weil sie die bayrischen Traditionen so liebt, hat sie selbstverständlich so geplant, dass wir das Anna-Fest mitnehmen konnten. Das ist eine kleine Wallfahrt mit Pferdesegnung bei einer kleinen Kapelle im Wald. Ich liebe diese kleine Lichtung auch an anderen Tagen, aber am 26. Juli ist dann das ganze Volk aus den umliegenden Orten da um ihre Pferde segnen zu lassen und sich danach eine Mass zu gönnen oder Kaffee und Kuchen und für die Kinder gibt es den dazugehörigen Süsskram wie gebrannte Mandeln und Zuckerperlen. Und weil es Bayern ist, fehlen auch die Lebkuchenherzen nicht, die an den Anlass erinnern. Klar, dass das dann zu den Montagsherzen von Frau Waldspecht wandern darf. 

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