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#wmdedgt 09/18

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Na mir ein schönes Plätzchen suchen und dort abhängen, wie Katzen das halt so tun. 

Frau Brüllen möchte, wie jeden 5., wissen, was wir so den ganzen Tag tun. Heute war immerhin nicht ganz so alltäglich und ein bisschen queeren content gibt es auch dabei. 

Denn heute ging es mit dem Frühlingskind zum Antrag für einen neuen Ausweis. Die niederländische ID-Karte war abgelaufen. 

Als ich dem Kind heute erklärt habe, dass es nicht wie gewohnt in die Betreuung fahren sollte, gab es erstmal Protest. “Ich will kein Niederländer sein” ich erklärte, dass es ja auch Deutsch ist. Hat alles nichts geholfen. E, hat dann mit “du kannst dann dort in ein Restaurant gehen” gelockt. Das hat irgendwie funktioniert. Auch half es, dem Kind anzubieten, dass es zum Kindergarten gebracht wird, sowie sich das Entertainment für die Fahrt aussuchen lassen.

Das Herbstkind wollte auch nicht in die KiTa also dort auch noch den Protest versucht zu mässigen. 

Dann erstmal mit beiden Kindern zum Kindergarten, Frühlingskind begleiten. Dann mit dem Herbstkind zurück um in die KiTa zu fahren, wo es dann sehr plötzlich doch wieder recht fröhlich war. 

Der Vormittag verfliegt mit Duschen, noch “kurz” Kopien von den wichtigen Papieren machen. Alle möglichen Geräte aufladen und Dinge einpacken, die man auf der Fahrt evtl. brauchen könnte. 

Ich hole das Frühlingskind vom Kindergarten ab. Die Kindergärtnerin war irritiert, dass das Kind wusste, dass es nicht mit dem Bus fahren soll, aber der Busfahrer wusste bescheid. Hat also alles gepasst. Ab zum Bahnhof. 

 

Das Kind sucht sich schon recht schnell seine Hörspiele raus und hört diese während der Fahrt. Sogar beim Umsteigen bleiben die Kopfhörer auf. Nur die Figur fällt im Rucksack dann doch runter. 

 

Später im Zug schaut es sich dann noch einmal den Deutschen Pass an. Stellt fest, dass E. auch so einen hat. Irgendwie versöhnt es sich dadurch mit der Aussicht auf den Ausweisantrag. Leider gibt es da noch den Haken, dass auf dem Ausweis noch der alte Name stehen wird. Ich soll doch bitte dann der Person erzählen, wie der neue Name geschrieben wird, damit er dann auch tatsächlich auf dem Ausweis steht. Ich muss da leider erzählen, dass da noch der alte Name stehen wird, ich aber fragen werde, ob er mir dem neuen unterschreiben darf. 

Die Fahrt verläuft reibungslos. Das Kind ein Vorbild an Reisebegleitung. Wir kommen genau pünktlich an, um festzustellen, dass die vor uns länger gebraucht haben. Also alles gut. 

Wir werden aufgerufen und ich schiebe den Stapel mit Papieren und Pässen rüber. Der Mann am Schalter fragt das Frühlingskind wie alt es ist. 

Beim Durchsehen meint er dann: “Sie haben da wohl den Pass von ihrer Schwester mit eingesteckt” “Nein, dass ist der von meiner Frau, das ist auch der Grund dafür, dass da noch ein Gerichtsbescheid dabei liegt, weil auf der Geburtsurkunde steht noch der alte Name, und beim Kind ist es dann auch so, da steht ein anderer Name als den, den wir verwenden.”

“Ah ok, ist ja eigentlich auch doof, wie viel Gedöns darum gemacht wird” Er legt dann den Gerichtsbescheid auf die Seite und guckt erstmal alles andere an. Ich frage ob das Frühlingskind mit dem richtigen Namen unterschreiben darf. “ja klar” und zum Frühlingskind “kannst du deinen Namen schon schreiben?” Das Kind kann und schafft es auch den Namen genau im vorgesehenen Feld zu platzieren. “Ah [Name] das hast du gut gemacht. Ich werde noch gefragt, wie nervig das Prozedere bei E. war und wir sprechen noch darüber, dass es ja inzwischen doch schon besser ist, weil die OP nicht mehr Voraussetzung ist. Heisst aber leider auch nicht, dass es momentan sehr einfach und angenehm ist. Aber ja kleine Schritte helfen halt schon. 

Das Kind wurde übrigens bis auf den Aufruf (ich musste den Termin auf den Namen im Ausweis machen) nicht mit dem alten Namen angesprochen und von Anfang an richtig gegendert. 

Ansonsten passt alles und wir können der Botschaft bis Eintreffen des neuen Ausweises den Rücken kehren. Ab geht es zum versprochenen Restaurant. 

Das Kind beschliesst: “du isst einen Burger und ich die Pommes” 

Deal

Und dann geht es auch schon wieder Richtung nach Hause. Erstmal noch am Bahnhof warten

Im Zug unterhalten wir uns über Farbmischungen. In der S-Bahn treffen wir dann E. und im Gegensatz zur Hinfahrt haben wir dann tatsächlich Verspätung, so dass wir in der KiTa vorwarnen müssen, dass wir eventuell zu spät kommen. E. fährt mit dem Frühlingskind schon nach Hause und ich hole das Herbstkind ab. Und geniesse noch kurz die Aussicht auf der kleinen Radtour. 

Ich bin fix und fertig. Die Kinder dürfen noch kurz in die Wanne und dann ins Bett während ich hier noch schreibe. 

 

 

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