Fangen wir mal mit dem Montagsherz an. Das ist heute nicht von mir, sondern mal wieder gespendet. Meine Mutter hat es in einem Autohaus entdeckt und für mich fotografiert. Weiter Herzensbilder gibt es bei Frau Waldspecht. 

 

Frau Brüllen möchte lieber Text lesen. So das was wir den ganzen Tag machen. Wie jeden 5. Also auch im November. 

Montage sind momentan langweilig bis anstrengend. Das Frühlingskind hat Vor- und Nachmittags Kindergarten und das Herbstkind und ich sind so viel alleine zu Hause. 

Nachdem ich also das Frühlingskind aus dem Haus komplimentiert habe und mich geduscht habe gibt es erstmal langweiliges Haushaltsgedöns mit Wäsche waschen und Bad saugen und sowas. Das Herbstkind beschäftigt sich mit Knete, Autos, YT und hilft beim Staubsaugen. Diesmal ist auch das Auto dran, was ich heute zur Inspektion bringen darf. Da hilft das Herbstkind auch

Für heute haben sich zwei Käufer für (verschiedene) Dinge, die ich auf FB versuche loszuwerden, angemeldet. Der erste meldet sich während ich in der Tiefgarage Auto vom Müll befreie. Er könne auch früher kommen. Das ist auch OK. Dann kommt irgendwann ein Anruf über Messenger, den mir mein Telefon nicht als solchen klar macht und irgendwie geht das alles komisch. Danach kommt eine Sprachnachricht, dass er mich nicht findet. Er schickt auch noch ein Bild von einer Strasse, die zwar in unserem Ort ist und ähnlich wie unsere klingt, ist aber im anderen Ortsteil. Ich laufe kurz raus schicke ihm ein Bild vom Kreisel, der jetzt eine schöne deutliche Landmarke ist und erkläre wie er da jetzt fahren muss. Dann kommt eine Nachricht, er sei jetzt da. Ich gehe also wieder raus um ihn abzufangen, weil die Strassenbeschilderung gerne noch irreführend ist. Letztendlich finde ich ihn und er nimmt das Teil happy in Empfang und zahlt mit einem Schein auf den ich rausgeben muss. Ich laufe zurück um meinen Geldbeutel zu holen, den ich nicht finde. Das erledigt das Herbstkind. Hilft nur nichts, weil ich habe zu wenig Bargeld. 

Zum Glück rettet mich die Nachbarin, die den Schein klein machen kann. Käufer happy, ich happy und dann steht auch schon bald das Frühlingskind vor der Tür. Zeit Mittagessen zu machen. Es gibt Nudeln mit Käse für die Kinder und für mich mit dem Rest der Bolognese von gestern. 

Die zweite Käuferin meldet sich ab. Das Teil sei doch zu gross. Auch gut. Das hätte ich nämlich noch zur Bushaltestelle karren dürfen. 

Danach schwinge ich nochmal den Staubsauger. Der neue Kater lässt sehr viel mehr Haare liegen als die alteingesessene Katze. 

Ich versuche mich am Akkordeon um den Räbeliechtliliedern eine Melodie zu geben. Das Herbstkind freut sich über Tasten zum drücken. Meine Fähigkeiten sind da echt rostig, aber es reicht für einen Eindruck.

Dann steht das Frühlingskind wieder vor der Tür. Es gibt noch ein Zvieri und dann müssen wir auch schon wieder los. Weil heute darf das Frühlingskind beim Kinderturnen schnuppern. Es möchte nämlich am liebsten ins Fitness-Studio gehen um tolle Muskeln zu bekommen. Ich habe erklärt, dass man mit Turnen auch Muskeln bekommt. Jetzt wollte es das dann auch probieren. 

Wir kommen zu spät, weil die Kinder sich nicht einigen können, wer den Weg jetzt besser kennt und deswegen voran laufen darf. Aber das macht nichts, denn auch die anderen trödeln wohl beim Umziehen. 

Das Frühlingskind möchte, dass ich bleibe und so gucken das Herbstkind und ich zu was es da zu tun gibt für die kleinen Turner. Anscheinend macht es Spass und das Kind ist happy. Auf dem Heimweg hat das Herbstkind nur Chabis im Kopf und rennt mir davon. Immerhin hält es sich an ein anderes Kind und rennt nicht blind über die (einzige) Strasse. Ich bin trotzdem sauer und erkläre, dass ich möchte, dass es stehen bleibt, wenn ich “Stop” rufe. Daraufhin ist es erstmal beleidigt. 

Wieder zu Hause gibt es Essen und nochmal eine kreative Phase bei den Kindern. E. kommt vom Sport nach Hause und ich verziehe mich zur Autowerkstatt, während sie sich um die Kinder kümmern darf und sie ins Bett bringt. 

Ich laufe die 2,6 km wieder zurück. So habe ich dann auch meinen “Sport” gehabt. Und dann kann ich mich hinsetzen und hier schreiben.