Nikolaus. Der verpasste oder so. 

Es ist der 5. also wieder “was machst du eigentlich den ganzen Tag?” bei Frau Brüllen

Heute steh ich tendenziell zu spät auf und muss so zwischen Frühstück für mich selbst zubereiten auch gleichzeitig Kinder wecken. Das ist nicht so ganz einfach, aber irgendwann bekomme ich sie mit der Aussicht auf das nächste Adventspäckchen doch aus dem Bett. 

Das Frühlingskind und ich arbeiten an der Pünktlichkeit für den Kindergarten. Weil ich aber direkt von der KiTa weg schwimmen und einkaufen will, muss ich mich dreiteilen. Zum einen das Frühlingskind fertig machen und auf den Weg schicken, zum anderen das Herbstkind dazu überreden sich auch anzuziehen und für mich die Einkaufsliste und Schwimmsachen vorbereiten. 
Das Frühlingskind schafft es rechtzeitig aus dem Haus und auch das Herbstkind und ich kommen dann bald los. 

In der KiTa ist das Kind sehr schnell aus der Sicht und ich bekomme nur noch ein “Tschüss” zugerufen. Auch gut. Ich mache mich auf zum Bäcker und noch kurz nach Hause um mein Telefon einzusammeln, weil der Akku nicht über Nacht geladen wurde. Dann weiter zum Schwimmbad. 

Als ich beim Einkaufen am Bezahlautomaten steh bekomme ich den Hinweis auf einen verpassten Anruf. Auf der Mailbox bittet mich die KiTa-Leiterin sie so schnell wie möglich zurückzurufen, das Herbstkind hat sich übergeben. AAAAAHHH in der KiTa hatte in den letzten Wochen der Norovirus Hochsaison und ich hatte die leise Hoffnung dem entgangen zu sein. Vor allem auch, weil E. gerade einen neuen Job angefangen hat und das natürlich nicht wirklich gut kommt, wenn man dann am 4. Tag mit Magen-Darm ausfällt. 

Ich fahre also direkt zur KiTa um das Herbstkind einzusammeln. Die Matratze neben der ein Eimer steht, ist leer. Das Kind hüpft fröhlich auf mich zu. Tja, ist das nun Noro oder nicht? Sollte nichts weiter passieren, darf es nach 48 h wieder in die KiTa. Da ich am Freitag Vormittag einen Termin habe, wäre mir das tatsächlich mal wichtig und wir einigen uns darauf, dass 47 h in dem Fall auch gehen. 

Den Nachmittag verbringe ich planlos, nachdem alles was ich vorhatte nicht ganz kinderkompatibel ist. Und das nicht wirklich krank wirkende Kind lässt sich entsprechend auch nicht einfach vor dem Fernseher parken. So mache ich ein bisschen am aktuellen Nähprojekt weiter, bemale zwei Fensterteile mit Weihnachtsmotiven, kuschel mit dem Kind, das Hautkontakt haben will. 

Der Abend verläuft auch anders als geplant, denn Samichlaus war heute in der KiTa, aber wir durften entsprechend nicht dort sein. Immerhin haben wir die Grittibänzen für beide Kinder noch mitbekommen. Das Frühlingskind hat in der Betreuung auch noch einen Bänz gebacken und so bestand mein Abendessen aus den Resten vom gestrigen Grittibänz und Teilen der heutigen. 

 

Später richtet sich das Frühlingskind in meinem Zimmer ein zum Malen, weil die Vorlage auf meinem PC offen war. Immerhin ist ihm nicht aufgefallen, dass ich nebenbei nach potentiellen Weihnachtsgeschenken gesucht habe. 

Für dich Nacht habe ich das Herbstkind und mich ins Kinderzimmer verbannt. Dort bringe ich es zum Bett und E. kümmert sich um das Frühlingskind. Das ist aber ein Wiederkehrer und braucht nochmal vorgelesen bis es um 22:00 tatsächlich die Augen zu macht. 

Noch schnell hier schreiben und dann passiert bei mir vermutlich nichts mehr.