Category: Essen

#wmdedgt im Februar 2019

Wie kann es schon Februar sein? Ich hatte doch tausend Sachen vor im Januar und nichts davon gemacht. Vor allem irgendwie nicht gebloggt. Aber gut. Das Kinderzimmer hat jetzt eine wiederherstellbare Ordnung, mein eigenes auch ein bisschen, meine Nähprojekte sind vorsortiert und die Wohnung ist auch ziemlich sauber.
Wie auch immer. Es ist der 5. und Frau Brüllen möchte wissen, was wir so den ganzen Tag treiben.

Meine erste Aktion an diesem Tag ist irgendwann um 4 Uhr nachts wo ich das Herbstkind, das gestern Abend tatsächlich im eigenen neuen Bett im Kinderzimmer schlafen wollte, aus ebenjenem hole um es erst aufs WC und dann ins grosse Bett zu bringen.
E. weckt mich um kurz nach 6 und stellt mir noch einmal einen Wecker.

Um halb sieben steh ich dann auch auf und mache mir Tee, räume die Spülmaschine aus und frühstücke. Dann wecke ich das Frühlingskind. Das hat heute Schwimmunterricht im Kindergarten und ich danke meinem gestrigen Ich, das die Sachen schon vorbereitet hat.
Das Frühlingskind will Kiwis zum Frühstück. Hab ich nicht, dann entscheidet es sich für eines der übrig gebliebenen Fleischpflanzerl. Okay, mal was neues.
Um 8:20 verlässt das Frühlingskind vollgepackt das Haus.

Ich stelle fest, dass das Herbstkind noch immer schläft. Auch gut. Ich gehe unter die Dusche. Anschliessend versacke ich ein bisschen, surfe im Netz und stelle fest es ist 9:25 Uhr und das Kind schläft noch immer. Ich versuche es zu wecken und scheitere. Ja so wird das nichts mit Eltern-Kind-Turnen. Ich schreibe eine Nachricht.

Dann schaffe ich es doch ein bisschen Haushalt zu machen. Wohnung lüften, Wäsche abhängen. Um 10 Uhr ist das Kind dann auch mal wach und will natürlich ins Turnen. Tja.

Die Katzen helfen beim Lüften

Ich nutze die gewonnene Zeit um die Hose fürs Frühlingskind fertig zu nähen und die fürs Herbstkind noch ein bisschen enger zu machen.
Dann ist es auch schon Zeit um richtung Dorfladen zu gehen und Milch zu holen. Danach geht es kurz in den Kindergarten um das Frühlingskind abzuholen und zu gucken, was die Schulfotografin so gemacht hat.

Gestern hatte ich schon die Hose für’s Herbstkind fertig, das ist die für’s Frühlingskind

Als Mittagessen wollen die Kinder Reis. Mit nix. Ich bekomme lust auf Milchreis (“Buäh” -die Reaktion von den Kindern) und bin erst brav, weil es noch Reste vom Samstag hat, die ich wohl besser aufbrauchen sollte. Ich stelle fest, ich bin zu spät, werfe das Zeug in den Müll und mache mir dann doch Milchreis.

Ich mache mit Nähen weiter. Eine andere Hose muss noch enger gemacht werden, der Bus, den wir immer an die KiGa-Tasche gemacht haben braucht einen neuen Haken, weil das Frühlingskind jetzt seinen neuen Rucksack benutzt. Die Kinder malen in der Zwischenzeit.

Das Herbstkind hat seine Kreation schon fertig und ausgeschnitten, meins braucht noch ein bisschen Arbeit.

Ich bin im Flow und mache tatsächlich meine Nähmaschine sauber. Während ich meine Stichplatte entferne und das Maschinchen von jeder Menge Staub befreie, sind die Kinder auf wichtigen Paw Patrol Missionen auf der PS…

Joar, ist staubig.

Ich mache noch mehr Haushaltsgedöns, räume die Sachen, die ich für die Outdoorhosen gebraucht habe (Schnittmuster, Anleitung, Material) weg, mache den Tisch sauber, schmeisse noch eine Ladung Wäsche in die Waschmaschine. Die Kinder bauen für die Paw Patrol Flugzeuge.

Um Flugzeuge für die Paw Patrol zu basteln muss man natürlich auch alle möglichen anderen Dinge aus den Schränken ziehen.

Mit kleiner Essenspause geht es gleich mit dem nächsen Projekt weiter. Denn nicht nur die Kinder wollen aus diesem oder jenen Stoff etwas haben, auch E. fängt jetzt an, dass ich ihr doch bitte ein Kleid und zwei Shirts nähen darf. Also klebe ich Schnittmuster bis E. nach Hause kommt. Wir essen Abend und ich darf dann zum Chor gehen.

Das Herbstkind macht Abendessen. (Ich sollte auch mal die realistischeren Bilder mit dem Joghurt mit Schokostreuseln teilen…)

Nach dem Chor darf ich noch die Wäsche aufhängen und hier fertig tippen. Den Rest vom Milchreis essen und dann wie immer zu spät ins Bett gehen 😉

#wmdedgt im Juni 2018

Frau Brüllen will es wie jeden 5. wissen. Was machen wir so den ganzen Tag?

Zur Zeit sind meine Tage ziemlich ereignislos. Immerhin habe ich es gestern Abend geschafft die Schwimmsachen vom Frühlingskind schon mal an die Tür zu hängen. War auch gut so. Denn

Ich werde in der Früh erstmal zu spät wach. Das ist nicht wirklich tragisch, weil siehe oben. Und es ist quasi die halbe Stunde, die ich normalerweise am liebsten alleine bin, bevor ich die Kinder wecke. Aber nachdem E. ihren Morgen momentan nach hinten verschoben hat, bin ich eh nicht alleine. Auf Instagram erfahre ich dann, dass Shadowhunters abgesetzt wird und ich klebe erstmal an Twitter. Viel zu kurz, zumindest das Frühlingskind muss ja jetzt aufstehen, damit es dann auch rechtzeitig in den Kindergarten kommt. Es ist zwar wach bleibt aber noch liegen und weckt dann mit Rumgehampel auch das Herbstkind. Auch gut. Frühstück für die Kinder, Znüni packen, Frühlingskind aus dem Haus komplimentieren. 

Dann Anziehen, feststellen, dass meine Haare irgendwie Vogelnestcharakter haben und wegstecken. Ich räumel noch ein bisschen rum und dann ist auch schon wieder Zeit zur Schule zu gehen um am Eltern-Kind-Turnen mitzumachen. Das Herbstkind fährt fleissig mit dem Laufrad los und stellt es auch ordnungsgemäss ab. Ich sollte mir wohl so langsam angewöhnen eher einen Rucksack mitzunehmen, weil die Umhängetasche behindert mich eher beim laufen und ich muss jetzt immer öfter rennen um mit dem Herbstkind mitzuhalten. 

Wir hüpfen und rennen fleissig durch die Turnhalle und dann geht es auch nach einem kleinen Snack wieder nach Hause. 

Beim Mittagessen habe ich erst zwei Dinosaurier die rumbrüllen, ich brülle mit und mache mir dann Gedanken darüber, ob Dinosaurier überhaupt gebrüllt haben, wenn sie doch die Vorfahren von Vögeln waren und ob es dann eher zwitschernde Velociraptoren waren. 

Auch beim Essen erzählt mir das Frühlingskind in welcher Umkleide es beim Schwimmen war, und dass es dort einen abgetrennten Bereich (Mit Bank!) gab, wo es sich umziehen durfte. 

 

Nach dem Essen setzte ich mich draussen hin um mich der meditativen Aufgabe der Nestellöchergestaltung hinzugeben. 

Nicht sehr meditativ, wenn es noch immer Dinosaurier hat, die um mich herum brüllen. Oder Leoparden, die mich auffressen wollen, oder Friseure, die meine mühsam hochgesteckten Haare wieder auseinander fieseln um sie kämmen zu dürfen. Bei Vogelnest heute nicht wirklich die einfachste Aufgabe. Auch wollen die Kinder auch nähen und bekommen jeweils ein Stück Stoff, Nähnadeln und Garn. 

Das Frühlingskind entdeckt in der Küche den zum Trocknen aufgehängten Liebstöckel und darf den in das Vorratsglas zerbröseln. 

 

Am Abend habe ich dann doch ein paar Nestellöcher geschafft. Das Frühlingskind zerdeppert mir kurz bevor ich los muss und natürlich auch bevor E. (die mit dem Fahrrad noch an eine Strassensperre für Schiessübungen geraten ist) zu hause ist, noch ein Glas mit Apfelsaft. Immerhin in der Küche, so dass der Boden schnell frei ist, um noch zu kehren und zu saugwischen. 

Dann ist auch E. da. Ich räume noch kurz draussen auf, weil sich Regen ankündigt und es geht ab zum Chor. Wir proben das “Sanctus” und alle verschiedenen “Dies Irae” (YT- nicht wir) Stellen aus Verdis Requiem. Ich freue mich schon jetzt auf das Konzert im Oktober.  

Wieder zu Hause bekomme ich statt der vom Frühlingskind angekündigten aufgeräumten Wohnung das grosse Chaos. Das Körbchen mit den einzelnen Socken und noch einige Tücher und die Sofapolster liegen am Boden. Ah well. Erstmal bloggen. Das Zeug liegt morgen auch noch da. 

12von12 im November

Heute gibt es wieder Alltagsbilder, so wie viele bei Draussennurkännchen zu finden sind.

Heute war ein voller Tag. Das Herbstkind hatte vergangenen Dienstag Geburtstag. Es hatte mitbekommen, wie das Frühlingskind im Oktober auf einem Kindergeburtstag eingeladen war und war da schwer enttäuscht, dass es nicht mitdurfte. Ich schlug also vor, dass wir den nächsten Geburtstag auch mit (Kinder)Gästen feiern könnten, und es soll mir 3 Kinder nennen, die wir einladen sollten. Es kristallisierten sich tatsächlich drei Namen heraus und so landeten in der Woche nach unseren Ferien 2 Umschläge bei KiTakindern und einer bei einer guten Freundin im Briefkasten.

Und dann kam erstmal die Enttäuschung. Am Dienstag selbst hatte niemand Zeit. Klar, KiTa-Kinder sind meistens dort, weil die Eltern arbeiten müssen und es nicht einfach so möglich machen können, einfach am Nachmittag irgendwo zu sein und das Kind, das nicht in die KiTa musste, hatte einen anderen Termin. Also verschob ich die Feier auf heute. Und so dürft ihr mit in das Chaos, das Kindergeburtstag heisst. (ich bewunder ja Leute, die es schaffen alles zu organisieren und dann auch noch tolle Bilder machen können – hier sind es bei aller fotografischen Kunst nur Schnappschüsse).

Rezept: Blumenkohl-Hackfleisch-Auflauf

Ich dachte mir ich könnte ja mal wieder ein Rezept bloggen. Vor allem bei den Rezepten die bei den Kindern tatsächlich ankommen gibt es bei mir noch grosse Lücken.

Dieses hier kommt an. Also zumindest der untere Teil. Fleisch kommt allgemein nicht so gut an bei unseren Kindern (sagt die, deren Kind gestern unbedingt die Chicken-Nuggets vom anderen Kind haben wollte)

Das original ist auf Chefkoch zu finden. Die 8 Portionen sind eher ein Witz. Für 4 ist die Menge gut brauchbar.

Bei uns schaut es dann ungefähr so aus:

Hackfleisch-Blumenkohl-Auflauf

Zutaten (ca. 3-4 Personen):

1 grosse Tasse Reis
1 (kleiner) Kopf Blumenkohl
350 g Hackfleisch
1 grosse Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 EL Tomatenmark
½-1 Becher Schmand (je nach Reismenge)
1 Becher Hüttenkäse
geriebener Käse zum Bestreuen
Paprikapulver, Pfeffer, Salz

 

Zubereitung:

Reis in Wasser nach Packungsanleitung gar kochen, abgießen und mit Schmand und Hüttenkäse mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Blumenkohl in Röschen teilen und in Salzwasser kochen. Sie sollten noch einen guten Biss haben. Abgießen und mit einer Gabel grob zerdrücken oder mit einem Messer klein schneiden.

Hackfleisch mit Zwiebel in Öl anbraten bis es leicht Farbe bekommt. Tomatenmark und Knoblauch zugeben und kurz mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken.

Den zerkleinerten Blumenkohl unter die Hackfleischmasse geben und alles miteinander vermischen.

Den vorbereiteten Reis in eine gefettete Auflaufform geben. Die Hackfleisch – Blumenkohlmasse darauf geben.

Geriebenen Käse nach Geschmack drüberstreuen.

Bei 200°C Ober Unterhitze (vorgeheizt) ca. 15-20 Minuten backen.

Hackauflauf-9912

 

Osterhasiges Montagsherz

moherz

Von meiner Schwester bekam ich heute eine Nachricht mit “Montag!” mit herzigen Anhang. Aber darauf müsst ihr noch eine Woche warten. Denn ich hatte mein Herz für meinen heutigen Beitrag zu Frau Waldspechts Montagsherzen schon im Kasten.

Beim gestrigen Osterbrunchfoodfotografieren war als potentielles Food auch ein Schokohase. Dieser hat es leider in keines meiner beiden Sets, die ich dann aufgebaut hab,e geschafft. Da ich aber als einzige Teilnehmerin des Workshops letztendlich aus all unseren Fotomodels auswählen konnte, was ich noch mit nach Hause nehme, hüpfte auch der Schokohase in meine Tasche. Am Abend stand er also auf irgendeiner Weise im Bad, wo ich dann feststellte, dass die Glocke um den Hals gar keine Glocke ist. Aber ich bin da nicht dazu gekommen die Kamera zu schnappen, weil ich im Bad gerade Kinderbeobachtung machte.

Ich stellte also den Hasen auf ein nicht ganz so hohes Regal, in der Absicht ihn mit seinem Anhänger noch auf die Speicherkarte zu bannen.

Irgendwann kam dann ein “helpe” und der Hase war nicht mehr auf dem Regal, sondern in findigen Kinderhänden. (das war gegen 17:09). Auf dem Tisch, lag das Anhängerchen und unter dem Tisch das Kind mit dem Hasen. Würde ich jetzt mit Gewalt versuchen, den Hasen zurück zu gewinnen, wäre die Chance recht gross, dass ich dann erst recht keinen Hasen mehr habe.

Also abwarten:

Um 17:11 waren das Kind und der Hase nicht mehr unter dem Tisch, sondern unterwegs. Die Ohren waren schon verloren und auch die Augen haben etwas gelitten.

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Also gut, dann halt das Herz ohne Hase, weil geht ja ums Herz, nicht um den Hasen. Nur echt mit der Spiegelung von Kamera, Aufsetzblitz, Esseckglühbirne und Vorhängen. Ich beweise also gerade, dass ich gestern was gelernt habe und es prompt nicht umgesetzt habe, aber ich hatte nun auch nicht die grosse Lust da gross rumzuspielen. Das Bild ist um 17:12 Uhr

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Keine zwei Minuten später steht der Hase wieder auf dem Tisch und hat ganz ohne mein Zutun auch sein Halsband wieder um.

Schwupps, Montagsherz mit ramponierten Osterhasen mit Herzanhänger.

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Loving Sunday

Der positive Wochenrückblick von Julie. Und auch von mir

 

Was ich diese Woche lernte

Ich scheine doch ein soziales Wesen zu sein. Diese Woche war vollgepackt mit (sozialen) Terminen und mir haben diese auch sehr gut getan. Es ist für mich auch wesentlich einfacher mit den Kindern etwas zu machen, wenn ich da nicht alleine bin und vor allem auch etwas habe wo ich hin “muss” als wenn ich einfach nur vor mich hin wurstle. Gleiches gilt auch fürs Lernen. Ich bin wesentlich besser, wenn ich in einen Kurs gehe, als wenn ich versuche mich mit Videotutorials irgendwo durchzuschlagen.

 

Was ich diese Woche liebte

  • viele Leute getroffen
  • Babyzeichensprachekurs mit anschliessendem Picknick, so dass mal nicht alle direkt nach dem Kurs in alle Richtungen davon flogen, sondern man noch Möglichkeiten zum Austausch hatte.
  • Treffen mit den Novembermüttern. Durch die anderen anwesenden KInder auch eine tolle Motivation für das Frühlingskind, das da anscheinend ähnlich gestrickt ist wie ich.
  • Noch ein Austauschtreffen am Wochenende mit interessanten Gesprächen
  • Fotokurs zum Thema Foodfotografie. Und ich war die einzige Teilnehmerin. Damit sehr direktes Lernen und Austauschen.
  • Zum Glück auch nicht alles auf einmal gepackt, sondern mit Möglichkeiten zu Atem zu kommen dazwischen.

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Supp

Kartoffelsupp, Kartoffelsupp und immer nur Kartoffelsupp

Irgendwie sowas hat mein Vater immer gesagt, wenn es mal Kartoffelsuppe gab. Das war in meiner Erinnerung eher selten.

Aber wir hatten letztens Kartoffelsuppe bei einer Freundin und Scotty meinte, seine Eltern hätten da bestimmt ein Rezept. Das haben wir dann auch entsprechend bekommen. Also so eine Faxpapier (dieses Thermopapier – hat das ausser meinen Schwiegereltern überhaupt noch jemand?)- Kopie von einem handgeschriebenen Rezept, wo ein paar Sachen durchgestrichen und ein paar Sachen ergänzt waren.

 

Rausgefiltert klang das in etwa so:

Zutaten :

750 g Kartoffeln
2 Zwiebeln
1 Bund Suppengrün
100 g ger. Speck
2 EL ÖL
1 ½ L Fleischbrühe
weisser Pfeffer
2 TL Majoran
Salz,
Wiener Würstchen

Zubereitung:

Kartoffeln geschält in 2 cm grosse Würfel schneiden. Speck würfeln, in Öl auslassen. Gehackte Zwiebeln und in der Küchenmaschine klein gehacktes Suppengrün ca. 5 min mitdünsten.
Fleischbrühe zugiessen, mit Majoran und Pfeffer würzen und zugedeckt ca. 35 min kochen.

Zum Schluss Kartoffeln z.T. zerstampfen oder Kartoffelpüree einrühren. Ziehen lassen und mit Salz abschmecken.

Dazu Wiener in Stücken miterhitzen.

 

Wer findet den Fehler?

 

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Verplant

Es hat mir gereicht. Quasi jedes Wochenende startete der Samstag verzögert, weil wir einkaufen mussten. Und das konnten wir erst dann, wenn wir eine ungefähre Ahnung hatten, was wir denn würden essen wollen. Meistens fiel uns dann auch nicht mehr ein als für die nächsten 3 Tage. Den Dienstag habe ich dann noch irgendwas erfunden, Mittwoch bin ich dann auf Brot ausgewichen und Donnerstag bin ich dann doch einkaufen gegangen, manchmal auch Mittwoch. Häufig genug sind wir auch am Samstag dann noch ohne Plan im Supermarkt gestanden und haben uns überlegt, was wir essen wollen.

Dazu kommt, dass ich eigentlich nur nach Rezept kochen kann. Also standen wir häufig da “ja wir könnten XY kochen” ja könnten wir, aber ich weiss nicht mehr genau was da rein muss. Also musste entweder Scotty kochen, der sich irgendwas aus den Fingern saugen kann, oder zu den Gerichten, die er kochen kann, auch meistens genau weiss, was er dafür braucht, oder wir machten die wenigen Standardsachen, die ich auswendig weiss. Mich nervte das, weil ich eigentlich schon gerne auch die Sachen kochen wollte, für die ich zwar ein Rezept, aber die Zutatenliste nicht auf Abruf hatte. Dazu dann eben statt den von mir gewünschten Wocheneinkauf zweimal in der Woche lostigern. Gerade mit Kindern macht das nicht wirklich spass.

Seit ein paar Wochen haben wir ein neues System.

Ich habe im Esseck ein Whiteboard aufgehängt. Da sind zum einen die Haushaltsaufgaben drauf gehängt, damit ich, wenn ich dafür Bedarf habe, diese abhaken kann (es ist mehr als ich dann letztendlich schaffe, aber egal) und Platz für eine (tages)aktuelle To-Do-Liste. Und seit ein paar Wochen hängt da auch unser Essensplan.

Wir haben alle Gerichte, die wir so regelmässig kochen, auf Karteikarten geschrieben. Auf der Rückseite steht jeweils was für Zutaten man dafür braucht. Momentan sind es ca. 40 Kärtchen, die hoffentlich noch mehr werden.

Donnerstag Abend suchen wir uns die Gerichte für die kommende Woche aus. Es gibt auch “Auswärts” Karten für die Tage an denen wir nicht zu Hause kochen. Wir halten Rücksicht auf die Wochenplanung (bin ich alleine mit einem oder zwei Kindern, habe ich wenig oder viel Zeit etc. ) Durch die Zutatenliste kann ich dann auch direkt den Einkaufszettel machen. Am Freitag gehe ich dann (da habe ich nur ein Kind) den Wocheneinkauf machen. Und unser Samstag kann direkt durchstarten. Wir müssen uns nicht gegenseitig den Schwarzen Peter “Einkaufen” zuschieben. Wenn wir einen Ausflug machen wollen, wird der nicht durch “Einkauf” verhindert.

Für uns ist es viel einfacher aus den vorhandenen Karten zu wählen, als von selbst auf die Gerichte zu kommen. Notfalls kann man noch immer blind ziehen (und dann doch noch anpassen)

Ja, ich muss auch noch immer manche Sachen unter der Woche nachkaufen, aber dafür reicht dann der Dorfladen.

Essbares Montagsherz (225)

moherzIch meinte vorhin so: Ah gut, dass in dem Chlaussack, den Scotty in der Arbeit bekommen hat ein Lebkuchenherz ist, dann kann ich das nachher fotografieren und online stellen. Aber ich habe vorher dann doch noch kurz nachgesehen, ob nicht vielleicht doch in der letzten Woche ein Herz fotografiert wurde.

Es wurde.

Auch wenn es kein Lebkuchenherz ist, ist es aber doch essbar, bzw. eigentlich eher nicht, weil es ja ein Negativ ist, also ein Herzloch.

Im Rezept zum Hackfleischkuchen stand: ” In den 2. Teig mit einem Förmli ein paar Löcher stechen”. Es gibt also schon mindestens eine ausserweihnachtliche Option für die Nutzung der Förmchen. (leider nicht für die mit Konturen) und weil ich nur wenig kleine Formen habe, wurden es eben Herzen, Mond und Sterne.

Damit geht es ab zu Frau Waldspecht, die wie jeden Montag die Herzen sammelt. Montagsherz-9177

Ach und weil ich das Rezept grad offen habe, lass ich es grad da. Es stammt aus einer Rezeptesammlung, die im geborgensein-Forum initiiert wurde (userin Zebra).

Hackfleischkuchen

Zutaten (ca. 4 Personen):

400 g Hackfleisch
1 Zwiebel
wenig Kräuter
1 EL Tomatenpüree
1 EL Mehl
2 dl Bouillon
2 runde Blätter- oder Kuchenteige
1 Dose Pelati (geschälte Tomaten)
1 Pack Bratspeck

 

Zubereitung:

Öl in einem Topf erhitzen, Hackfleisch auf grosser Stufe braten, gehackte Zwiebel, Kräuter und Tomatenmark auf kleiner Stufe dünsten, Mehl darüber stäuben.
Dann mit Bouillon ablöschen. Würzen und auf kleiner Stufe zugedeckt ca. 15-20 min schmoren lassen.

1 Kuchenteig ins Wähenblech legen, Hackfleisch, Pelati und dann Bratspeck drauf legen. In den 2. Teig mit einem Förmli ein paar Löcher stechen, anschliessend als Deckel drauflegen und den Rand andrücken.

Ca. 30 min bei 180-200°C backen.

Dazu passt Salat

Plätzchenzeit- Ausstecherlesucht

Es gibt etwas, an dem ich in Läden mit Küchensachen schwer vorbei komme. Und das sind die Ausstechformen für Plätzchen. Inzwichen ist meine Sammlung so gross, dass ich mit einer doppelten Teigladung noch immer nicht jedes Förmchen nutzen kann. Nuja, es gibt  auch einige Formen, die sich nicht bewährt haben, meistens, weil sie Stellen haben, die superschnell brechen.

Inzwischen gibt es ja auch viel mehr Formen, die Eindrücke machen. Früher hatten wir genau eine davon. Eine recht grosse von Bärenmarke. Und jetzt gibt es die, wo man so einen Stempel hat, mit dem man a) Struktur auf den Keks und b) den Keks wunderbar aus der Form drücken kann (vorausgesetzt, er bleibt nicht auf der Unterlage kleben, was bei mir immer der Fall ist).

Doof nur, dass meine Lieblingsplätzchen meistens mit einem Zuckerguss versehen werden, der die Eindrücke meistens gleich verschwinden lässt. Aber er ist eh nicht geeignet für Kinder. So habe ich beim heutigen Backen mit dem Frühlingskind – sprich: ich versuche so schnell wie möglich die Formen auszustechen während das Kind seinen Teig zu dünn rollt, gar nicht rollt, mit den Förmchen reinsticht und anschliessend die Zuckerstreusel durchs Esseck wirft – einen Teil mit Eindrücken und einen Teil ohne. Über die mit Eindrücken habe ich dann nur Streusel gestreut (ich hatte gehofft, dass das Kind das gerne machen würde, aber es hat sich eher für das Werfen entschieden) und dann meine herkömmlichen ohne Eindrücke mit dem Zuckerguss.

Und auch wenn ich zwar zwischendurch mal andere Kekse backe finde ich es fast schade, dass ich sie so selten benutze. Vielleicht sollte ich doch mal das Gemüse damit ausstechen. Oder mich mal näher mit Fondant auseinandersetzen. Nur dann brauch ich wieder Leute, die das essen. WP_20151126_003

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