Category: Real Life

queer: und wenn es doch nur eine Phase ist?

Eine der häuigsten Reaktionen auf meine Erklärung, dass das Frühlingskind jetzt einen anderen Namen und ein anderes Pronomen hat, ist: “meinst du nicht, dass das nur eine Phase ist?” oder “Kann ja auch eine Phase sein” meistens dann gespickt mit “in der Klasse von meiner Tocher war auch ein Mädchen, dass lieber ein Junge wäre und das ist dann vorbei gegangen” oder “Der Sohn von XY hatte auch ein Phase wo er die Nägel lackiert haben wollte, gesagt hat, dass er ein Mädchen ist und Kleider anziehen wollte. Jetzt spielt er gerne Fussball und ist ein ganz normaler Junge” 

OK. Klar, kann es eine Phase sein. Klar ist es möglich, dass unser Kind aufgrund von der Familiensituation sich jetzt ausprobieren möchte. Vielleicht möchte es tatsächlich einfach mal wissen, wie es ist mit einem Namen angesprochen zu werden, der dem anderen Geschlecht zugeordnet ist, als das was ihm bei der Geburt zugewiesen worden ist. Natürlich ist es möglich, dass es in einer Woche, in einem Jahr, in einem Jahrzehnt feststellt, dass das ursprünglich zugewiesene Geschlecht vielleicht doch richtiger ist, oder vielleicht auch gar keins. 

Was aber wenn es keine Phase ist? 

Was, wenn mein Kind auch in einer Woche, in drei Monaten in 5 Jahren, in 10 Jahren noch immer sagt, dass das ursprünglich zugewiesene Geschlecht nicht stimmt? 

Womit richte ich als Eltern/Umfeld mehr Schaden an? 

Wenn ich meinem Kind jetzt die Möglichkeit gebe die “Phase” auszuleben, das Umfeld auch den neuen Namen verwendet, es als das wahrgenommen wird, was es ist/denkt zu sein und das ggf. auch wieder rückgängig zu machen, wenn es feststellen sollte, dass es doch eine Phase war?
Ihm die Möglichkeit gebe, wenn es in Richtung Pubertät geht darüber zu sprechen und ggf. mit Pubertätsblockern noch mehr Zeit zu geben für sich herauszufinden, was jetzt stimmt.

Oder

Wenn ich alle Aussagen wie:

“mein neuer Name ist ein Bubenname, weil ich bin ein Bub”,

“Ich will meine Haare kurz haben, weil ich ein Bub bin”

“Ich bin ein Junge, ich bin ein wilder Junge” 

ignoriere oder “verbessere”, ihn weiterhin mit dem alten (Mädchen)Namen anspreche, und nur milde lächel und klar mache, dass ich das ganze nicht Ernst nehme?

Was wenn es keine Phase ist, und mein Kind durch meine Ignoranz und Aussagen (alles was die Eltern sagen, stimmt ja erstmal – egal wie bescheuert es vielleicht tatsächlich ist) denkt, dass es sich da wohl geirrt hat um dann später festzustellen, dass es sich nicht geirrt hat und es jetzt den Eltern klar machen muss?

Wird es sich in der Zukunft eher den Eltern gegenüber öffnen und erzählen, dass es sich geirrt hat, die ihm die “Phase” zugestanden haben, oder eher den Eltern die das ignoriert und nicht ernst genommen haben? 

#wmdedgt im Juni 2018

Frau Brüllen will es wie jeden 5. wissen. Was machen wir so den ganzen Tag?

Zur Zeit sind meine Tage ziemlich ereignislos. Immerhin habe ich es gestern Abend geschafft die Schwimmsachen vom Frühlingskind schon mal an die Tür zu hängen. War auch gut so. Denn

Ich werde in der Früh erstmal zu spät wach. Das ist nicht wirklich tragisch, weil siehe oben. Und es ist quasi die halbe Stunde, die ich normalerweise am liebsten alleine bin, bevor ich die Kinder wecke. Aber nachdem E. ihren Morgen momentan nach hinten verschoben hat, bin ich eh nicht alleine. Auf Instagram erfahre ich dann, dass Shadowhunters abgesetzt wird und ich klebe erstmal an Twitter. Viel zu kurz, zumindest das Frühlingskind muss ja jetzt aufstehen, damit es dann auch rechtzeitig in den Kindergarten kommt. Es ist zwar wach bleibt aber noch liegen und weckt dann mit Rumgehampel auch das Herbstkind. Auch gut. Frühstück für die Kinder, Znüni packen, Frühlingskind aus dem Haus komplimentieren. 

Dann Anziehen, feststellen, dass meine Haare irgendwie Vogelnestcharakter haben und wegstecken. Ich räumel noch ein bisschen rum und dann ist auch schon wieder Zeit zur Schule zu gehen um am Eltern-Kind-Turnen mitzumachen. Das Herbstkind fährt fleissig mit dem Laufrad los und stellt es auch ordnungsgemäss ab. Ich sollte mir wohl so langsam angewöhnen eher einen Rucksack mitzunehmen, weil die Umhängetasche behindert mich eher beim laufen und ich muss jetzt immer öfter rennen um mit dem Herbstkind mitzuhalten. 

Wir hüpfen und rennen fleissig durch die Turnhalle und dann geht es auch nach einem kleinen Snack wieder nach Hause. 

Beim Mittagessen habe ich erst zwei Dinosaurier die rumbrüllen, ich brülle mit und mache mir dann Gedanken darüber, ob Dinosaurier überhaupt gebrüllt haben, wenn sie doch die Vorfahren von Vögeln waren und ob es dann eher zwitschernde Velociraptoren waren. 

Auch beim Essen erzählt mir das Frühlingskind in welcher Umkleide es beim Schwimmen war, und dass es dort einen abgetrennten Bereich (Mit Bank!) gab, wo es sich umziehen durfte. 

 

Nach dem Essen setzte ich mich draussen hin um mich der meditativen Aufgabe der Nestellöchergestaltung hinzugeben. 

Nicht sehr meditativ, wenn es noch immer Dinosaurier hat, die um mich herum brüllen. Oder Leoparden, die mich auffressen wollen, oder Friseure, die meine mühsam hochgesteckten Haare wieder auseinander fieseln um sie kämmen zu dürfen. Bei Vogelnest heute nicht wirklich die einfachste Aufgabe. Auch wollen die Kinder auch nähen und bekommen jeweils ein Stück Stoff, Nähnadeln und Garn. 

Das Frühlingskind entdeckt in der Küche den zum Trocknen aufgehängten Liebstöckel und darf den in das Vorratsglas zerbröseln. 

 

Am Abend habe ich dann doch ein paar Nestellöcher geschafft. Das Frühlingskind zerdeppert mir kurz bevor ich los muss und natürlich auch bevor E. (die mit dem Fahrrad noch an eine Strassensperre für Schiessübungen geraten ist) zu hause ist, noch ein Glas mit Apfelsaft. Immerhin in der Küche, so dass der Boden schnell frei ist, um noch zu kehren und zu saugwischen. 

Dann ist auch E. da. Ich räume noch kurz draussen auf, weil sich Regen ankündigt und es geht ab zum Chor. Wir proben das “Sanctus” und alle verschiedenen “Dies Irae” (YT- nicht wir) Stellen aus Verdis Requiem. Ich freue mich schon jetzt auf das Konzert im Oktober.  

Wieder zu Hause bekomme ich statt der vom Frühlingskind angekündigten aufgeräumten Wohnung das grosse Chaos. Das Körbchen mit den einzelnen Socken und noch einige Tücher und die Sofapolster liegen am Boden. Ah well. Erstmal bloggen. Das Zeug liegt morgen auch noch da. 

queer: Kindergartengespräch Nachtrag

 

“Für Sie ist das Ihr Leben” 

So sagte mir die Schulleiterin bei einem Telefonat am Dienstag nach dem Elterngespräch im Kindergarten. 

Und sie hat wohl recht. Für uns ist das Thema “Trans” sehr präsent, wir setzen uns täglich damit auseinander. Eltern, deren Kinder mit unserem in den Kindergarten gehen, haben vielleicht mal davon gehört, dass es das gibt, dank inzwischen doch immer öfter vorkommender Medienpräsenz, aber da es für sie nicht relevant ist, ist es eben nicht in ihrem Leben verankert, wie es das bei uns ist. 

So hat sich die Schulleiterin doch entschieden den Eltern mehr Information zukommen zu lassen als die schlichte Namensänderung auf der Telefonliste, die wir uns eigentlich gewünscht hatten. Es gab also zum Quintalsbrief der Kindergärternin in der die kommenden Termine und die kurze Erklärung zur beigelegten neuen Telefonliste genannt wurden noch einen extra Brief von der Schulleiterin. Dazu hat sie noch den Flyer vom TGNS dazu gelegt und den Artikel “Lukas ist jetzt Lea. Fertig Schluss!” (ja leider mit Deadnaming*, aber sonst gut) aus dem Elternmagazin Fritzi und Fränzi, der praktischerweise im März erschienen war. 

Auch die Schulergänzende Betreuung wurde von der Schulleitung informiert und hat sich auch entschieden, den anderen Eltern Informationen zukommen zu lassen. Da habe ich noch nicht nachgefragt, was es genau war, aber ich vermute, dass auch hier der Flyer zum Einsatz kam. 
Auch dort wurden alle Namensmarkierungen ausgetauscht und die Kinder haben auch mitgeschaut um auch keine zu vergessen. 

Und das Frühlingskind? Das ist laut Betreuung (mit denen spreche ich zumindest kurz beim Abholen) offener und spricht mehr. Und die Bauchschmerzen, die es öfter in der Betreuung hatte, waren jetzt auch erstmal nicht da. 

 

 

*noch kurz Begriffserklärung “Deadnaming”: Das ist wenn der alte Name verwendet wird. Viele Transmenschen wollen ihren alten Namen nicht mehr hören oder lesen, weil sie sich auch nicht (mehr) damit identifizieren. Es ist also auch unhöflich nach dem alten (oder gar “richtigen”) Namen zu fragen. 

queer: Kindergartengespräch

Vorgestern Abend hatten wir also das Gespräch mit der Erzieherin vom Kindergarten. 

Das Frühlingskind hatte wohl recht selbstbewusst schon im Kindergarten erzählt, dass sein Name jetzt anders ist. Die Kindergärtnerin hat dann erstmal entschieden beim alten Namen zu bleiben bis es geklärt ist und so gingen die anderen Kinder mit der Info in die Ferien. Das war etwas ungeschickt. Zum Glück hatte ich den ersten Tag nach den Ferien eh die Geburtstagsfeier vom Frühlingskind im Kindergarten und wir sind quasi mehr oder weniger gleichzeitig auf einander zugegangen, da geredet werden musste und das möglichst bald. 

Nun ist der Kindergarten hier Teil des Schulsystems und entsprechend ist das nicht mal mit “wir sprechen morgen drüber” getan, sondern es musste ein Termin gefunden werden, damit auch die Schulleiterin und die IF-Person dazugezogen werden können (IF ist Integrative Förderung und die Person eine Heilpädagogin). Wir haben dann von unserer Seite auch eine Fachperson (Kinder-und Jugendpsychiaterin) hinzugezogen. Aber es hat recht gut geklappt und so sassen wir also gestern zu sechst auf den winzigen Stühlen im Kindergarten herum und sprachen über unser Kind. 

Die Schulseite hat sich sehr offen gezeigt. Im Vorfeld hatte sich die Schulleiterin wohl auch schon mit dem TGNS in Verbindung gesetzt und auf Empfehlung auch das Buch “Wenn Kinder anders fühlen” bestellt. 

Gleich zum Anfang haben wir erstmal erklärt, dass wir nur mit richtigen Namen und richtigen Pronomina über unser Kind sprechen wollen und das wurde auch sofort und nahezu durchgehend eingehalten. 

Für die Lehrpersonen war die Äusserung dass unser Kind jetzt anders heisst wohl aus “heiterem Himmel” gekommen, wobei die Gruppenleiterin mir gegenüber aber auch schon gesagt hatte, dass es wohl doch nicht ganz so unlogisch war, weil sie am Anfang unser Kind ja auch als Junge gelesen hatte und den Kindern auch das Gegenteil erklärt hatte. Sie fühlte sich dann auch unwohl dass sie am alten Namen festgehalten hatte. Auch war die Art, wie das Frühlingskind das Statement gemacht hat für sie deutlich erkennbar als mehr als ein Rollenspiel in dem die Kinder sich ausprobieren.

Im Endeffekt hat sich das Gespräch dann in 4 Ebenen aufgeteilt:

  1. Allgemein über Transidentität und wie es sich beim Frühlingskind geäussert hat und wie es zum neuen Namen kam
  2. Massnahmen und Handlungsmöglichkeiten die direkt das Frühlingskind und die Kinder im Kindergarten betreffen
  3. Die Eltern der anderen Kinder im Kindergarten
  4. Die Schulbehördliche Ebene 

Für Ebene 2 haben wir beschlossen, dass die ganze Sache mit der grösstmöglichen Selbstverständlichkeit angegangen wird. Der Name auf dem Stuhl an der Garderobe und wo auch immer er auftaucht (Beschriftung von Bildern etc.) wird auf den neuen Namen angepasst. Das Frühlingksind wird einfach mit dem richtigen Namen angesprochen und hat das Recht, die anderen Kinder auf den falschen Namen hin zu korrigieren. Grosses Thematisieren in der Gruppe erst bei Bedarf mit Büchern (Teddy Tilly zB) oder ähnliches. Bei Fragen an die Lehrperson sind “das weiss ich nicht” und “ja das ist jetzt so” valide Antworten oder auch gerne “wie siehst du das denn?” oder “Frag doch das Frühlingskind selbst einmal” sind Optionen. 

Und natürlich kam das Thema Umkleide/WC auf. Das WC ist im Kindergarten noch nicht getrennt und daher erst in einem Jahr Thema. Aber die Kinder haben bereits Schwimmunterricht. Dort wird die Kindergärtnerin erstmal abwarten was passiert und das Frühlingskind darf sich aussuchen welche Umkleide es nutzen will. (ich bin sehr gespannt). Für den Sportunterricht gilt dann das gleiche. 

Für die Eltern (und evtl auch andere Lehrpersonen) gibt es eine neue Telefonliste mit richtigen Namen und den entsprechenden kurzen Hinweis, dass sich da ein Name geändert hat. Die Kindergärtnerin wird von uns mit Broschüren zum Thema Trans ausgerüstet, falls Eltern daran Bedarf haben. Auch haben wir als Eltern angeboten, dass sie an uns direkt verweisen kann. Wir wollen möglichst vermeiden, dass hintenrum gefragt wird und ein Flüsterpost-Effekt erzielt wird, wenn mit Halbwissen und Halbwahrheiten gehandelt wird. 

Auf der schulbehördlichen Ebene gibt es ziemlich viele Interna von denen wir keine Ahnung haben. Klassenlisten etc. Da ist es auch so, dass die Informationen von der Einwohnerbehörde kommen und dort und im Pass etc. ja ein anderer Name steht. Die Psychiaterin meinte aber, dass es da viele Möglichkeiten gibt, dennoch den neuen Namen zu verwenden (Zeugnisse, und so) und verwies an die Rechtsberatung vom TGNS. Auch weitere Personen wie Busfahrer_in und die schulergänzende Betreuung müssen informiert werden. 

Alles in Allem war es ein gutes Gespräch. Die Umsetzung wird sicherlich ein ziemlicher Prozess werden, bei dem sicher wieder Fragen auftauchen werden und es eventuell Sackgassen geben wird. Dies ist auch jetzt erstmal “unser” Weg, für andere Eltern mit anderen Kindern mag das nicht optimal sein. Eine weitere Absprache war dann auch, dass offen kommuniziert wird und wir immer einbezogen werden. 

Aber der erste Schritt ist getan, die Erzieherin hat gestern morgen unser Kind mit richtigen Namen begrüsst. 

Es wird queer oder so. Nicht dass es das nicht schon wäre

Seit ich auf twitter gesehen habe, dass es wohl einen Bedarf an Familienblogs mit queerem Bezug gibt, bin ich am rumüberlegen ob ich das machen will oder nicht. 

Ich habe mein Blog noch nie als Familienblog gesehen. Es ist meins, eher ein Tagebuch und ja, die Familie spielt eine Rolle. Die gehört schliesslich zu meinem Leben, aber ich gebe keine tollen Tipps wie andere das tun, oder lasse mich über Erziehungsmethoden oder die richtige Kinderernährung aus. Auch bin ich ungerne politisch, weil ich meistens das Gefühl habe nicht fundiert genug informiert zu sein um mehr als eine halbe Meinung abzugeben und weil ich immer denke, dass andere das eh viel besser können als ich. 

Wer weit genug zurück geht (das erinnert mich daran, dass ich noch alte Posts integrieren wollte, danke für den_die neue Leser_in, die dort hin geklickt hat) wird erkennen, was es an Queerness hier gibt und nachdem ich den Blog ja überwiegend für Freunde und Familie schreibe, wissen diese das ja auch. Es war auch nie Ziel eine tolle Reichweite zu haben oder so. Auch ist es so, dass unser Familienalltag sehr konservativ wirkt, weil wir eine Einzelernährerin-Situation haben. Welches Geschlecht E. hat, spielt für den Familienalltag, der hier in Blogaktionen wie 12von12 oder wmdedgt durchschimmert keine Rolle, da es unter der Woche ja meistens die Kinder und ich sind. Dadurch bin ich auch im Alltag meistens die klassische Ansprechperson für Kindergarten, KiTa etc und fällt auch da die Familiensituation nicht sofort auf.

Auch hatte ich oft das Gefühl, dass es ja nicht meine Geschichte ist, um die es hier geht und E. möchte davon auch gar nicht so viel erzählt haben. 

Aber mein Leben wäre wohl ziemlich langweilig, wenn es da nicht noch einen weiteren Aspekt gibt, der mich jetzt doch ein bisschen dazu bringt, vielleicht doch das Thema hier etwas ausführlicher aufzunehmen, denn jetzt hat sich die Anzahl der queeren Personen in meinem Haushalt verdoppelt und vielleicht ist es eben doch sinnvoll darüber zu berichten.  

Bisher habe ich die Geschlechter meiner Kinder hier auf dem Blog auch nie thematisiert. Ja die Stoffwahl und die Schnittmusterwahl kann natürlich einen Eindruck bieten und auch die üblichen Leser (also Familie und Freunde) wissen um das zugewiesene Geschlecht meiner Kinder. 

Nun kam es letztes Jahr zu folgendem Dialog:

Frühlingskind: “Die anderen sagen, ich bin ein Mädchen”

Ich denke mir, dass das eine interessante Formulierung ist: “Aha und was sagst du selbst?”

Frühlingskind: “ich bin ein Junge”

OK. Gut zu wissen. Ich habe das dann auch erstmal stehen gelassen. Die OP von E. wurde thematisiert. Penisse und Vulvinas waren grosses Thema. Aussagen wie: “wenn wir sterben, werden wir Dinosarier und Drachen und dann werde ich mit Penis wieder geboren” kamen mit “wenn ich gross bin wie Anita, bekomme ich ein Baby in den Bauch” und “wenn ich gross wie E. bin bekomme ich einen Penis” im Wechsel. 

Vor ein paar Wochen wieder die Aussage: “die anderen sagen so” und nochmals die Bestätigung “ich bin ein Junge”

E. hat dann gefragt ob es denn einen anderen Namen haben möchte. Ja möchte es. Das Vornamenbuch wurde zu Rate gezogen, der ursprünglich für einen Jungen gewählte Name, den wir gar nicht mehr weiter diskutiert hatten, wurde erzählt. Das Kind hat dann wohl (ich war nicht dabei) auf einen Namen getippt, wollte wissen was das heisst, hat alle weiteren Vorschläge nicht mehr wissen wollen und noch am selben Tag gelernt diesen Namen zu schreiben. Die Einladungen zum Geburtstag wurden auch direkt mit dem Namen unterschrieben im Kindergarten für Verwirrung gesorgt, so dass ich nächste Woche wohl mit der Erzieherin sprechen werde, wie wir das handhaben wollen. Und vielleicht wollen das ja auch andere wissen, wie wir das handhaben und deswegen werde ich vielleicht doch darüber bloggen,. Wenn du das liest, habe ich mich offensichtlich dafür entschieden auf “publish” zu klicken. 

 

Ja mein Leben ist queer. Ich bin Anita, ich bin mit einer Transfrau verheiratet und habe offensichtlich ein Transkind dazu bekommen.  

Montagsherz mit Rostparade

        

Wenn der Montag ein Monatsletzter ist, dann darf es ein rostiges Herz sein. Dieses habe ich am Sihlsee gefunden und schicke es sowohl zu Frau Waldspecht, als auch zu Frau Tonari

Ich hoffe ihr seid gut in die Woche gestartet, oder habt vielleicht sogar einen Brückentag geniessen können. 

 

 

 

Montagsherz – Sihlsee Edition

Am Samstag haben wir mit dem Fotoverein das Jahr gestartet. Wir treffen uns jährlich 3x zum gemeinsamen Fotografieren und machen jeweils noch einen Abend mit Bildbesprechung dazu. Als Abschluss des Jahres gibt es dann eine kleine Werkschau. Unser erster Ausflug dieses Jahr führte bei grandiosem Wetter nach Einsiedeln zur Staumauer vom Sihlsee.

 

Eines der Mitglieder hatte Connections und wir damit eine Führung die uns in das Fundament des Dammes führte. 

Nach gemütlichen Essen in einer Besenbeiz, bzw. bei einer Besenbeiz, die für uns extra nochmals geöffnet hat um uns Raclette und Fleisch von der Feuerschale mit Seeblick zu präsentieren. 

Anschliessend machten wir noch einen Spaziergang durchs Moor. 

Während der Führung und auch auf dem Spaziergang kam das Thema GPS auf, was mich daran erinnerte, dass ich ja mal gucken könnte ob da ein günstig gelegener Cache vorhanden ist. Es wurde mir tatsächlich einer angezeigt. Am Nullpunkt fand ich zwar keinen Cache – auch weil ich mir nicht wirklich die Zeit genommen habe zu suchen, schliesslich sind die anderen ja weiter gelaufen – aber ich fand (neben weiteren in der Beiz) noch ein Montagsherz, das hiermit zu Frau Waldspecht darf. 

 

 

 

#WMDEDGT im April 2018

Es ist April, der 5. Und Frau Brüllen will wie jeden 5. seit 5 Jahren wissen, wie unser Alltag so aussieht. 

Leider ist es Donnerstag. Donnerstag ist bei mir meistens der langweiligste Tag der Woche. Vor allem dann, wenn ich gar nichts geplant habe und das ist heute der Fall. 

In der früh wache ich aus seltsamen Träumen, die Kleider und Rasierpinsel beinhalten, auf. Es dauert ziemlich lange bis ich in der Realität ankomme. Erstmal Tee und Frühstück. Spülmaschine starten und so. 

Dann wecke ich das Frühlingskind, das gar nicht geweckt werden muss, es ist schon wach und spielt mit der Katze. Ich bringe ihm Milch und setze mich nochmal kurz hin und lese. Dann muss es tatsächlich aufstehen, will aber nur Frühstück von E. die heute erst am Nachmittag arbeiten muss. E. und das Herbstkind werden auch wach und Herbstkind bekommt auch Milch. Dann gibts noch Frühstück für die Kinder und den täglichen Kampf ums Anziehen. Irgendwie schafft es das Kind aber auch rechtzeitig aus der Tür raus. 

Ich kümmere mich erstmal um meine Neverending Story: “Wäsche”. E. schwingt sich auf ihr Rad, das noch mit Rollentrainer im Wohnzimmer steht. Damit ist auch das Herbstkind beschäftigt, denn es guckt immer voller Begeisterung auf die Trainingsapp. Ich nutze das abgelenkte Kind um noch schnell die Ärmel und das Halsbündchen vom T-Shirt für’s Frühlingskind zuzuschneiden. Der Vormittag verläuft mit Haushaltskram und zwischendrin kurz nähen, Herbstkind mit Essen versorgen und weiter Haushaltskram noch eine Naht, Herbstkind geht mit E. duschen, ich häng Wäsche auf, trockne zwischendrin das Kind ab. Dann ist es auch schon Zeit zu kochen. Das Frühlingskind hat sich heute etwas aufwändigeres gewünscht und so verbringe ich statt der üblichen 10-20 min diesmal gleich ne Dreivierteltunde in der Küche. Immerhin ist es etwas, was sich gut aufwärmen lässt und ich hab damit etwas zu essen für morgen. 

Nach dem Essen mache ich kurz einen tbt (ThrowBackThursday)-Post auf Instagram. Eines der Pferde vom Haras de la Nied, das ich super gerne geritten bin, ist gestorben. Er war 21 und der erste Ritt ist 15 Jahre her. Und das Bild noch analog. 

Ich bekomme einen ganzen Schwung likes,  nicht auf dieses Bild, sondern auf alte Bilder von einem neuen Follower. Der ist irgendwie seltsam, irgend ein US-General? Der schickt auch gleich noch eine private Nachricht. Why? Es ist auch nur ein schlichtes “Hi” Nicht, dass ich darauf reagiere. Und sein Profil ist dann privat. Ich sollte wohl mehr LGBTQ-Content machen, vielleicht werde ich ihn dann wieder los. Und auch bei Twitter folgt mir irgendein Bibelfreak. Hm. Suche Models für LGBTQ-Fotoshoots?! 

Die Kinder spielen ein bisschen miteinander und ich mache das T-Shirt fertig. Das Frühlingskind möchte das Shirt  dann auch gleich dem besten Freund zeigen und beide Kinder ziehen also los zu den Nachbarn. Ich bleibe noch ein bisschen sitzen, trinke Tee und lese. Mein eigentlicher Plan hatte vorgesehen, dass ich das schöne Wetter nutze um auf der Terasse aufzuräumen. Nur das das schöne Wetter doch nicht wirklich da ist. Der Wind ist eher von der Sorte bähkalteisigdawillichnichtraus. Die Kinder merken das auch, sie hatten jeweils nur T-Shirt/Unterhemd und kurze Hosen an. Sie kommen also recht schnell zurück um sich dann doch etwas wärmer anzuziehen.

 

Das Herbstkind kommt heulend zurück, “der [Nachbarsjunge] hat gesagt sie wollen alleine sein”. Ich räume dann doch ein bisschen zusammen mit dem Kind auf der Terrasse auf, bis es anfängt zu regnen. Das Herbstkind ist quengelig und wir kuscheln ein bisschen auf dem Sofa. Irgendwann steht es auf und meldet aus dem Kinderzimmer, dass es “das da” spielen will. “das da” ist die Playmobilkiste. Da im Kinderzimmer irgendwie ziemliches Chaos herrscht und das Chaos im Wohnzimmer eingrenzbar ist, stelle ich das Playmobil ins Wohnzimmer und räume dort noch kurz auf. Anschliessend baue ich das Krankenhaus so weit auf, dass es bespielbar ist, und sobald das Herbstkind spielt setze ich mich aufs Sofa und lese noch ein bisschen. 

Gegen 17:30 kommt das Frühlingskind zurück. Beim Ausziehen bemerkt es eine Spinne im Gang. Ich habe mit Spinnen eigentlich die Abmachung “tust du mir nichts, tue ich dir auch nichts” und lasse sie meistens einfach da wo sie sind. Das Frühlingskind besteht aber darauf, dass die Spinne raus muss. Ich hole also Glas und Karte um das zum glück nicht allzugrosse Spinnentier einzufangen. Mir wird aber beides vom Herbstkind abgenommen, das sehr professionell das Glas über die Spinne stülpt und die Karte drunter schiebt. Es trägt Glas mit Spinne zur Terassentür. Dort scheitert es, denn Tür aufmachen geht nicht mit Glas in der Hand. Die Spinne entkommt also, wird aber sogleich vom Herbstkind wieder eingefangen. Ich mache die Terassentür auf und die Spinne darf in die freie Natur entfliehen. 

Dann bekommen die Kinder hunger, ich räume die Nähmaschine weg und sorge für Abendessen. 

Anschliessend spielen die Kinder noch ein bisschen mit dem Playmobil und ich mache nichts vernünftiges (lesen, surfen, Tisch abräumen, Spülmaschine starten) doch ich nutze noch die Situation, dass meine Kinder tatsächlich mal Kleider anhaben und mache ein paar Fotos, nachdem die Kinder von Playmobil auf Filzstifte gewechselt haben. Leider malen sie nicht nur auf Papier und ich wische dann mal Boden, wobei mir da das Herbstkind wieder hilft. 

Das Herbstkind ist sehr eindeutig müde. Ich bringe es weinend noch aufs WC und dann putze ich ihm noch im Halbschlaf die Zähne. Keine zwei Minuten später ist es eingeschlafen. Das Frühlingskind bekommt auch noch die Zähne geputzt eine Geschichte vorgelesen und schläft auch recht schnell ein. 

Und dann schreibe ich hier, möchte nicht an das Playmobilchaos im Wohnzimmer denken. Aber viel wird hier nicht mehr passieren. Mal gucken was die anderen so erlebt haben heute. 

Magiccon Teil 3 – sänk ju for trävelling wis Deutsche Bahn

Ich hatte mir eine Verbindung rausgesucht. 17:30 vom Maritim weg, Ankunft zu Hause ca. Mitternacht. Als ich noch auf der Con kurz nachsehe (schliesslich hatte ich dort Internet, nicht wirklich gut und dämlicherweise nicht im Zimmer ausser ab und zu in der Dusche) hätte ich eigentlich direkt drauf kommen können, dass ich Probleme bekommen könnte und vielleicht eine frühere Tram hätte nehmen sollen. Nicht, dass das irgendwas genutzt hätte. 

Gegen 17:15 verlasse ich während der Chor seine Darbietung macht mit vielen Umarmungen die Closing Ceremony. Gehe noch kurz aufs WC und hole meine Tasche. Ab zur U-Bahn/Stadtbahn/Tram, wie auch immer man das dort nennt. Ich habe genügend Zeit.

In der Tram dann die Durchsage: “Wegen Bauarbeiten in St. Augustin(?) verkehrt diese Bahn nur bis [Haltestelle], wir bitten Sie von dort aus den Schienenersatzverkehr nach Siegburg zu nutzen” Na Juhu, Ich habe 6 Minuten Umsteigezeit auf den ICE.

Im Bus vom SEV streitet eine Person mit Fahrrad mit einer anderen Person mit Kinderwagen um einen Platz. Der Bus steht. Ich sehe die Zeiger der Uhr wandern. Ankunftszeit 18:15, Abfahrtzeit ICE 18:09. Ich hoffe auf Verspätung des ICE. Ich komme am Bahnsteig an und stelle fest, ich hatte Recht, der ICE hat Verspätung. 20 min. Die nächste Durchsage: “Bitte beachten Sie, die Änderung der Wagenreihung dieses Zuges”  Die Reisenden nach Frankfurt werden gebeten den ICE zu nehmen, der eigentlich nach “meinem” ICE hätte fahren sollen und dann kommt der Hinweis, dass “mein” ICE dann auch nur mit einem Zugteil fährt. Noch mehr Juhu. 

Der Zug hat dann 40 min Verspätung. Während wir da so rumwarten werde ich sogar noch um eine Zigarette angeschnorrt. Liegt wohl am Outfit, es ist eine Weile her, dass ich um Zigaretten angeschnorrt wurde. Nicht, dass ich welche hätte, aber Tattoos und Lederjacke geben wohl die Impression. 

Der ICE kommt mit 44 min Verspätung. Die Wagenreihung ist wie geplant, ich stehe also falsch, aber der Wagen in dem ich eine Reservierung habe, ist dabei. Ich kämpfe mich zu meinem Platz durch, keine Ahnung warum ich da diesmal so drauf bestehe, aber ich bin dann doch froh wenn ich sitze, wenn auch mit schlechtem Gewissen. 

In Stuttgart hat der Zug dann noch immer 40 min Verspätung. Mein Anschlusszug für den ich 20 min Zeit gehabt hätte, ist natürlich längst über alle äh in Richtung meiner Berge davon. Und entgegen meiner Hoffnung gibt es keinen IC mehr, der von Stuttgart nach Zürich fahren möchte. Ich suche also die DB-Reisezentrale auf und bekomme dort die Info, dass ich dann wohl über Basel fahren muss, dafür brauche ich ein anderes Ticket, weil meine ursprüngliche Verbindung über Singen geplant war. Ich darf dann mit dem nächsten (verspäteten) Zug nach Karlsruhe fahren und dort hoffentlich auf einen pünktlichen ICE umsteigen. Die Fahrt nach Karlsruhe ist ok. Der Zug hat 9 min Verspätung, Umsteigezeit 7 min. Aber “Reisende Richtung Basel können den Verspäteten ICE um 22:11 nehmen”. Am Gleis stehen dann 3 ICEs nach Basel angeschrieben. Einer mit 25 min, einer mit 70 min und einer mit 80 min Verspätung. 

Tatsächliche Abfahrt ist dann 22:25 oder so, weil es tatsächlich der ist, der um 22:00 hätte abfahren sollen. Das einzig Gute an den Wechsel auf den ICE statt IC war, dass ich im ICE Internet habe. Und weil der Zug ein später war, habe ich dann auch ohne Reservierung einen Sitzplatz. Das Internet hilf bei der Kommunikation mit E. Denn mit meiner Verbindung würde ich erst um 1:24 in Zürich ankommen. Das letzte Mal, dass ich um 2:00 Uhr in Zürich einen Zug nach Hause nehmen wollte endete in einer sehr teuren Taxifahrt auf die ich gerne verzichte. E. aktiviert eine Freundin in Bahnhofsnähe die tatsächlich ein “No problem I’ve got a spare room with a bed” liefert. In Basel wartete der Zug nach Zürich auf den ICE. In Zürich nehm ich ein Taxi zur Freundin und dort falle ich um 2:00 ins Bett. 

Nachdem aber Montag ist, und E. inzwischen zumindest 50% wieder arbeitet kommt um 6:30 die Frage ob ich denn schon unterwegs sei. Äh, nein, ich stehe aber auf, ziehe mich an und mache mich auf den Weg nach Hause. Dort bin ich um 8:00 uhr und mache damit dann gleich den Schichtwechsel während E. in die Arbeit fährt, kümmere ich mich direkt mal ums Znüni vom Frühlingskind. Das Herbstkind und auch später das Frühlingskind darf an diesem Tag ziemlich viel YT gucken, während ich mich erst mal von Runen befreie und Tee trinke und Bilder auf den Computer lade und anfange zu bloggen und so. 

 

Ich habe also quasi alles (bis auf die WCs – die waren intakt und verhältnismässig sauber)  aus dem Wise Guys Song mitgemacht.

MagicCon Teil 2 – Newbie

Hier folgt nun also der Bericht über die Con selbst. Ich hoffe diesmal verständlicher als der von vorgestern. 

Anfahrt

Da ich sowas wie Familie habe und ich bei der Planung noch nicht wirklich wusste, wie es E. gehen würde, habe ich knapp geplant. Also nur 2 Übernachtungen und damit am Freitag Anfahrt und Abfahrt am Sonntag. So dass ich jeweils am Anfang und Ende ein bisschen abknipsen musste. So ging es am Freitag um 6:11 aufs Rad zum Bahnhof und während es in der Schweiz selbstverständlich alles pünktlich und ordentlich ablief war der Wechsel auf Die Bahn direkt mit einem Gleiswechsel verbunden. Aber gut. In Frankfurt hatte mein ICE 19 min Verspätung wodurch ich den Anschlusszug verpasst habe. Er stand zwar noch angeschrieben, aber bis ich am Gleis war, war der Zug weg. Die empfohlene Verbindung war dann 45 min später, also nutzte ich die Zeit was zu essen (um dann die Hälfte einem Bettler anzubieten, der das dann auch genommen hat..). Der Rest verlief gut und ich kam also gegen 14:00 an. Erstmal einchecken und entgegen der Ansage, dass man erst ab 15:00 ins Zimmer käme durfte ich dort direkt hin. Also erstmal Tasche loswerden und losziehen. 

 

Der erste Tag

Da ich im ersten Stock war, suchte ich mir eine Treppe und landete direkt (ohne Kontrolle) im Congeschehen. Das hätte wohl eigentlich nicht sein dürfen, hat sich aber auch über das Wochenende nicht geändert. Ich bin also durch und guckte erstmal wo ich überhaupt mein Bändel bekommen sollte. Dabei fand ich dann auch erstmal “das Forum” das gerade am Luftschnappen war (und ordentlich überrascht) und mich dann auch an die richtige Stelle lotsen konnte und waberte also mit ihnen erstmal durch die Räumlichkeiten. Ich war müde und dann auch bald hungrig und so war es erstmal mehr mit Forum abhängen und gucken, gucken, gucken als viel anderes. Die Gruppenshootings, für die ich rechtzeitig gewesen wäre, fanden nicht statt. Um 17:00 ging es dann erstmal ans Buffet mehr Forum und dann schon mal Richtung Hauptsaal um noch das Ende vom Graham McTavishs Panel zu sehen und dann die Opening Ceremony. Der Piratenkram war ein bisschen nervig – könnte daran liegen, dass ich nach dem 3. Teil der Pirates auch schon irgendwie genug davon hatte, der Rest ziemlich lustig, ich bin im Moment aber auch ziemlich leicht zu erheitern. 

 

Das anschliessende Konzert war nicht wirklich der Brüller, aber könnte auch an dem für mich nicht so spannenden Piratenthema liegen. (nicht, dass irgendwer vom Forum noch geblieben wäre) und so sammelte sich eben jenes draussen in Hörweite der Party und tat das was das Forum so tut. Und während die Musik von der Party nicht wirklich schlecht war, war sie nicht gut genug mich aus meiner Müdigkeit zu holen, der ich dann gegen halb 12 Nachgegeben habe. 

 

Der Samstag

Ich wurde um 5:00 uhr von Alpträumen geweckt. Grossartig! Nicht! Vor allem weil ich dann auch nicht mehr weiter schlafen konnte. Um kurz vor 6:00 bin ich dann halt aufgestanden und habe mich in Schwimmklamotte geworfen und den Pool aufgesucht und bin dann halt mal eine Stunde geschwommen. Nachdem der Rest auch erst gegen 8:00 oder gar 8:30 Frühstücken wollte habe ich schon mal angefangen ein paar Runen anzubringen. Dann Frühstück, das bitter nötig war (vor allem der Tee) und dann mehr Runen und Rest anziehen. Dann habe ich weiterhin etwas Atmosphäre genossen und wurde von Aki zum Helfen eingespannt. Denn der hatte sein grossartiges Totoro-Cosplay dabei. Das anzuziehen war erstmal ein ziemlicher Akt und dann sind wir einmal über das Gelände gelaufen und wurden mit sehr grossem Hallo überall begrüsst. Und dann stand ich also da, lotste ein grosses Wesen die Treppen rauf und von hier nach da und in den Lift und wieder in die Tiefgarage und machte (während ich zwei Profikameras über die Schultern hatte) mit lauter fremden Handys Bilder. 

Nachdem wir Aki wieder aus seinem Kostüm befreit hatten gab es weiteres Forumsabhängen und ich hielt mich viel an Akis Stand auf wobei ich mehr assistierte als fotografierte. Irgendwie bin ich da nicht wirklich in den Flow gekommen. Eher so in alte Schemas verfallen – nicht trauen zu fragen, bloss keine Forderungen stellen etc. Dabei weiss ich doch eigentlich, dass die meisten da ja eher begeistert mitmachen als sich zu weigern. Tja, allein deswegen sollte ich wohl nochmal gehen ;). Und nebenbei verpasste ich alles was ich mir so halb angedacht hatte an Workshops oä zu besuchen, aber egal. Forum halt. Dafür hätte ich mich fortbewegen müssen

Nach wieder einem frühen Abendessen gucke ich mir noch einen Teil des Ian Somerhalder Panels an. Anschliessend das Comedy-Panel bei dem die Schauspieler zum Teil selbst vor Lachen nicht mehr stehen können. (Eischönschen!)

Zum Costume Contest war das Forum wieder fast vollzählig anwesend. Ich war erstaunt, wie wenig die Jury Fragen gestellt hat (ausser einem) anscheinend hatten sie sich die Sachen schon vorher ansehen können. 

Der Rest des Abends war wieder Party und quatschen und gegen 1 bin ich dann wieder ins Bettchen gefallen. Einen Teil der Runen habe ich einfach drauf gelassen. 

 

Der Sonntag 

Dank Zeitumstellung war es dann doch schon 7:30 als ich wach wurde. Heute also kein Schwimmen. Beim Frühstücken lasse ich mir noch eine Rune entfernen, was neugierige Fragen zur Folge hatte. Irgendwie brauchte ich lange zum Frühstücken, lange um mich anzuziehen und alles Zeug wieder in die Taschen zu packen. Und statt zum “how to Cosplay-Fotografie” Workshop  zu gehen fotografiere ich tatsächlich ein bisschen mehr. Wobei ich irgendwie auch nur das Disney Gruppenfoto mitmache. Aber Solan kam auf die Idee, dass man ja auch einfach jeweils wenn Aki fotografiert sich an die Seite stellen könnte und eine andere Perspektive einnehmen könnte. Ich hab das dann auch einfach umgesetzt und sowohl die Leute von der Seite fotografiert als auch die, die gegenüber standen und warteten oder die Models animierten. 

Nach einem Hinweis in der WA-Gruppe habe ich mir einen Teil vom Tom Ellis-Panel angesehen. hätte ich das mal früher gemacht. Ich kenne Lucifer nicht, aber der Typ hat mir gefallen. Immerhin gibt es noch Chancen, dass ich die Panels im Nachhinein noch sehen kann. Später guckte ich noch einen Teil von den Hobbits an um dann leider leider während der Closing mich von Team Schnöffelwölf wieder verabschieden musste. Hach Insider und so. 

Die Rückfahrt bekommt einen eigenen Post, das ist eine Geschichte für sich. 

 

Fazit: wie immer bin ich late to the party. ich denke das war nicht meine letzte Con. Und wer weiss, auf was für Cosplay -Ideen ich noch komme. 

 

 

 

 

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