Warten aufs Christkind

Der Baum ist geschmückt, die Spannung steigt, was wird das Christkind bringen?

Ich wünsche allen die Weihnachten feiern besinnliche und ruhige Tage und viele Geschenke.

Allen, die es nicht feiern dennoch schöne ruhige Tag hoffentlich im Kreis der Lieben. Und allen, die im Dienst sind und für alle anderen schaffen einen ruhigen Dienst mit nicht allzuvielen Dramen.

Vor ein paar Tagen habe ich mal auf dem Heimweg die Kamera gezückt um zu versuchen die vielen Weihnachtsbeleuchtungen einzufangen. Da klettern Weihnachtsmänner die Fassaden hoch, Eiszapfen blitzen, Geschenke liegen im Schnee herum, und einige Rentiere ziehen Schlitten durch den Schnee. Die Bilder finden sich wie immer hier in meiner Galerie.

Behördenkram

Wir wurden letztens an der Grenze angehalten. Nun gut, das mag vorkommen. Meistens werde ich gefragt ob ich irgendwelche Handelswaren dabei habe (immer gerade dann nicht) und kann fröhlich weiter meiner Wege ziehen.
Diesmal hatten wir Katzenfutter dabei, weil unser Lieferant genau das Futter, welches unsere beiden tatsächlich gerne wegstaubsaugern nicht liefern konnte und ich bei mir in der Nähe bisher noch keinen Laden gefunden hatte (inzwischen schon, aber der ist mitten in Zürich) der das führt. Nun gut, das haben wir gesagt, wir hätten Katzenfutter im Wert von 100 Euro dabei.
Ob wir den Katzen dabei hätten. Häh? Nö, die sitzen doch daheim.

Nach Kontrolle unserer Ausweise (wir hatten beide die Ausländerausweise gezückt) guckt der Grenzer nochmal auf unser Nummernschild. “Das ist nicht auf uns zugelassen”. Ja aber das ginge ja gar nicht, wenn wir eine Aufenthaltsbewilligung B haben dürfen wir nur mit einem Auto fahren welches in die Schweiz eingeführt worden ist. Ahja. Nungut. Er lässt uns dennoch weiterfahren, wir sollen uns aber beim Zoll melden.

Irgendwie ist das ganze noch etwas undurchsichtig für mich. Wenn ich es richtig verstanden habe, hätte mein Schatz, bei seinem ‘Umzug’ das Auto wohl am Zoll melden müssen, und sich ein Zollkennzeichen holen müssen. Wenn wir das Auto innert 2 Jahren zurück nach Deutschland bringen ist es quasi Zollfrei.

Im Rahmen dieser Recherchen bin ich nochmals drauf gekommen, dass ich meinen Führerschein noch in einen Schweizer Fahrausweis umwandeln sollte. Nun gut, ich hatte ja noch ein paar Urlaubstage übrig. Formular gibts im Internet beim Strassenverkehrsamt. Aha ok, zum Optiker darf ich auch wieder. Der stellte fest, dass ich auch mit Brille mit nur einem Auge recht blind bin. Nicht dass ich das nicht vorher schon gewusst hätte, aber es sollte zum Fahren noch immer reichen.

Nun gehöre ich noch zu den Glücklichen, oder auch Unglücklichen, die noch den Führerschein der Klasse C1 haben. (sprich 7,5 T zul. Gesamtgewicht.) In Deutschland muss man dafür ab 50 zum Arzt. Hier in der Schweiz sofort. Ich habe meinen Wisch aber erstmal so auf der Gemeinde abgegeben, hätte auch angeben können, dass ich auf die Klasse verzichte. Aber hm, eigentlich will ich das nicht.

Auf der Gemeinde durfte ich auch gleich meinen alten Schein abgeben. Als Ersatz gilt derzeit eine Kopie, mit der ich in der Schweiz wohl fahren darf. Den deutschen Polizisten will ich sehen, der das akzeptiert. Muss halt mein Schatz fahren :p. Denn das Ganze verzögert sich. Ich hab ganz schnell ne Reaktion vom Strassenverkehrsamt bekommen, dass ich doch innert 3 Monaten zum Arzt gehen darf. Mein Termin ist im Januar. Aber so wie ich den Fragebogen lese, sollte das keine grosse Hürde sein. Und dann geht es hoffentlich schnell.

Verzollt ist unser Auto noch immer nicht… wir kaufen einfach eins hier in der Schweiz 😉

ich will mit!

Seit mein Schatz auch wieder arbeitet und wir beide gemeinsam das Haus verlassen haben wir ein Problem.

An und für sich fing das Ganze an, als wir einmal, entgegen unseren sonstigen Aktivitäten, am Samstag abend ausgehen wollten.
Da unser Auto ja nicht vor der Haustür steht, liefen wir nun Richtung Stadt los. Die beiden Katzen waren schon verwundert mit vor die Haustür gegangen, weil sie waren ja wach und normalerweise haben doch die beiden Menschen eher die Angewohnheit um die Zeit ins Bett zu gehen und nicht noch in voller Montur das Haus zu verlassen.

Und so liefen wir nun los, und uns folgte ein kleiner grauer Schatten. Und er lief weiter mit. Weil wir nun nicht wollen, dass unsere Katzen richtung Stadt laufen, blieben wir stehen, guckten uns an. “einer muss sich um das Katzi kümmern, während der Andere das Auto holt”.

Seitdem haben wir das Problem, dass Onyx wann immer wir zusammen aus dem Haus gehen, uns am liebsten wohl bis in die Arbeit verfolgen würde. Eine Zeitlang ging es gut, wenn wir uns schnell genug auf die Fahrräder gesetzt haben und losgefahren sind. Jetzt läuft er sogar da mit.

Die momentane Lösung besteht darin, dem verfressenen Viechzeug erst kurz vor das wir das Haus verlassen noch ein Schälchen Futter hinzustellen. Es darf aber zwischen Futter hinstellen und tatsächlich weggehen nicht zuviel Zeit verstreichen, denn sonst ist der Graue schwupps wieder draussen. Vor allem wenn es mal wieder Futter ist, das dem Herrn nicht genehm ist.

Wir sind sogar schon zur Verwirrung des Katertiers in zwei verschiedene Richtungen losgefahren. Er folgte seinem Liebling…..Zum Glück hat er eine recht kurze Aufmerksamkeitsspanne und nach einer Weile warten geht er wieder was anderem nach, aber blöd ist das schon, wenn man eigentlich pünktlich irgendwo sein will.

Bisher ist einfach nur der Respekt vorm Auto, der da ein bisschen hilft, aber ohne Auto vor der Tür….

PIEP!!!!1elf

Mir fällt in letzter Zeit vermehrt auf, dass manche Geräte doch ziemlich penetrant werden.

Zum Beispiel meine Waschmaschine. Früher hat man die angemacht, sie hat rumgerödelt, war irgendwann fertig, es hat ein vernehmliches KLACK gemacht, wenn die Tür entriegelt wurde. Ende. Der Wäsche ist es doch egal, ob ich sie sofort nach Beenden des Waschgangs raushole, oder ob sie da noch den halben Tag rumliegt, bis ich mich ihrer erbarme. Nicht so das Gerät hier in meiner schweizer Wohnung. Einschalten “piep” jede Taste die ich drücke “piep”. Immerhin piepst sie nicht wenn sie von der Vorwäsche zur Hauptwäsche oder von der Wäsche zum Spülen, oder vom Spülen zum Schleudern wechselt. Aber dann am Ende, da macht sie das Entriegelungsknack und piepst erstmal. Immerhin nur zweimal, und sie steht im abgelegenen Bad, wovon ich im Wohnzimmer zum glück nicht mehr allzuviel höre. Beim Trockner ist es ähnlich. Auch der piepst kurz, dass er fertig ist. Und auch hier wäre das doch völlig egal, weil die Wäsche ist dann eh trocken. Die kann von mir aus auch noch fünf stunden (oder einen Tag) trocken im Trockner rumliegen. Da ist sie fast besser aufgehoben als im “ich will noch gebügelt werden”-Wäschekorb. Der piepst zwar nicht, steht aber gerne mal lästig im Weg, bis sich einer von uns beiden erbarmt (und meistens bin das nicht ich) und vorher liegt eh erstmal die Katze drin und haart auf die sauberen Sachen – wär ja sonst langweilig ne.

Unsere Spülmaschine scheint schon eher eine Ausgeburt der Hölle zu sein. Da räumt man die Wohnung auf, alles rumstehende Geschirr landet in de Spülmaschine, und sie schnurrt vor sich hin. So 2 Stunden. In der Zwischenzeit liest man ein Buch oder geht gar Raiden. Nach Ablauf der 2 Stunden ist sie fertig. Und es reicht ihr nicht, das mit einem leisen Knacken anzukündigen. Nein! Es muss ein Weckerlautes Piepsen ertönen, dass sich gerade mal 4 Sekunden Pause gönnt um gleich wieder zu piepsen. Und es hört nicht auf, bis man die Maschine tatsächlich ausschaltet. Naja es hört schon auf, aber ich weiss nicht wie lange das tatsächlich dauert, wenn ich da bin, schalte ich es aus, weil der ton unglaublich nervig ist. Und wozu? Das Geschirr ist meistens eh noch nicht ganz trocken, ich kann es ohne Aufwand auch nicht schneller wegräumen. Und den Tellern ist es meines Wissens nach auch egal, ob sie noch zwei Stunden im Geschirrspüler stehen oder im Schrank auf einen neuen Einsatz warten.
Ganz blöd ist es also, wenn ich die Spülmaschine abends noch schnell anstelle, damit ich am nächsten Morgen sauberes Besteck habe. Da ist man dan gerade schön eingeschlummert und dann geht das Gepiepse los. Weil bei uns das Schlafzimmer an die Küche grenzt und wir die Türen eh für die Katzen immer alle offen haben, hört man das. Ganz toll ARGH.

Ganz toll sind auch die Mikrowellengeräte in der Arbeit. Auch hier wird jeder Bedienschritt mit einem Piepsen quittiert. Am Ende der Wärmzeit dann “piepspiepspiepspieps”. Bis man die Tür aufmacht. Gart die dann noch weiter? Explodiert mein Essen, wenn ich es nicht sofort herausnehme? Wohl kaum. Zumindest hat die alte Mikrowelle bei meinen Eltern einfach nur Ping gemacht, wenn es fertig war, und das Essen ist nie explodiert. Zumindest nicht nachdem die Mikrowelle fertig war.

Ich vermute mal, dass die Schweizer hier zum Stromsparen aufgefordert werden. Schön und gut, aber das ist soooo nervig und ich seh es echt nicht ein. So gar nicht.

Apropos Explodieren. Meine Anlage ist jetzt funktionstüchtig. Fehlt also nur noch das OK von der elektrischen Seite her.

P.S. In der Fotogalerie finden sich Bilder vom unberichteten Gildengrillen und dem unerwähnten M’era Luna, sowie unserem Besuch im Phantasialand. Alles toll, Gildies treffen, Musik und Achterbahnen. Yeah!

Update

Manoman, da war ich ja richtig untreu hier.

ein ganz kurzes Update: Ich lebe noch. Ich arbeite ganz brav. Den Katzis geht’s gut. Ich zocke zuviel WoW und eigentlich hätte ich schon längst mal was schreiben können.

Zum Beispiel über Sport: seit ich hier in der Schweiz bin, habe ich deutlich zugenommen und obwohl ich inzwischen täglich mit dem Fahrrad Velo in die Arbeit fahre, näherte sich die Zahl auf der Waage sich ganz stark dem Wert, der die Obergrenze des Normalgewichts für meine Grösse markiert. So hab ich dann mal angefangen zu Tanzen. Es nennt sich Jazzdance, ist aber eine Mischung aus Klassischen Ballet und Dance for Fans. Vorteil: dabei ist auch ein bisschen Krafttrainig für Bauch und Rücken. Nachteil: bei meinem Gewicht hab ich noch keine Änderung feststellen können.

Weil auch mein Schatz der Meinung war, dass wir etwas gemeinsam machen sollten, haben wir uns bei seinen Eltern die Squash-Schläger geholt und versuchen nun damit uns selbst ein bisschen in Schwung zu bringen. Zudem haben wir unsere Vermieter gefragt, ob es zu dem unbenutzten Tischtennistisch auch ein Netz gibt. Gestern haben wir es bekommen und heute bei zuviel Wind getestet. Immerhin brauchen wir dafür nicht weit zu fahren.

Schwimmen kann ich auch, das Strandbad am Pfäffikersee ist gerade mal einen Kilometer von der Arbeit entfernt. Das Wasser ist aber nicht so sauber und klar und inzwischen definitiv zu warm. Macht irgendwie nicht soviel Spass.

Mal sehen wie lange ich durchhalte, leider hat das Tanzen gerade Sommerpause. So wie fast alles gerade. Da will ich in der Arbeit etwas bestellen und kriege nur zu hören: “der ist gerade in den Ferien”, “wir machen jetzt zwei Wochen Betriebsferien” oder die hübschen Autoresponsemails “ich bin leider gerade nicht in der Arbeit, komme am 5. August wieder” Schön, am 5. August bin dann ich im Urlaub.

Ich hätte auch bloggen können über die Wise Guys Totalnacht. Aber das ist glaub ich zuviel Fangetue. Es war jedenfall genial und ich warte noch immer auf die Fotos vom Kölner Dom, die meine Schwester auf meine Anweisungen gemacht hat 😉

Oder über die Weltmeisterschaft der Männer im Fussball. Das ist ja doch nicht so ganz uninteressant gewesen für mich, immerhin sind “meine” Teams doch zweiter und dritter geworden.

Ich hab da auch meine Füsse angepasst:

Hat nix genutzt. Im Finale haben die Niederländer eher gekämpft als Fussball gespielt. Musste das sein?

Ich hätte auch über unseren Garten bloggen können. Als wir eingezogen sind, hiess es, da würden Blumen stehen, die extra viele Schmetterlinge anlocken würden. Meine Schwester meinte bei ihrem Besuch, dass sie einen ganzen Haufen wohl als Unkraut entfernt hätte. Habe ich aber nicht. Ich wollte erstmal wissen, was da kommt. Schmetterlinge habe ich noch immer keine Gesehen, aber es sieht toll aus. Die Blumen werden ca. 1,20 hoch, blühen in allen Farben und stehen direkt vor dem Fenster. Und es sieht toll aus, wenn der Klatschmohn aus den Fugen lugt. Meine Vermieterin hat mir auch ein Blumenbestimmungsbuch gegeben. Vielleicht finde ich so auch mal raus was da eigentlich wächst.

Bilder kann man sich hier angucken.

Apropos Bilder. Ich habe das ja sträflich vernachlässigt. Aber ich habe mir das vorgenommen nachzuholen. Und so hab ich es tatsächlich geschafft (immerhin rechtzeitig vor dem nächsten Besuch dort) die Bilder vom M’era Luna hochzuladen. Ebenso habe ich dann auch mal die Bilder von meinem Besuch in der Wilhelma Stuttgart aussortiert und hochgeladen. Viel Spass beim Angucken.

Ich habe Freigängerkatzen

Das dachte ich zumindest immer. Wobei, einige Zeit dachte ich, dass Luna gar nicht soviel Wert auf die Welt da draussen legt.

Bis ich gesehen habe, wie sie Katzentüren öffnet, die eigentlich nur nach innen gehen sollten.

Was habe ich an schlaflosen Nächten gehabt, wenn Nachts die Terassentür nicht offen war. Luna hat die Türrahmen subtil zerkratzt (bis ich Karton hingeklebt habe) und Onyx hat penetrant am Glas gekratzt bis es gequietscht hat. Auf jeden Fall war ich so programmiert, dass ich auch das Kratzen gehört habe. Aufstehen, Katze raus lassen, wenige Minuten später Aufstehen, Katze reinlassen.

Auf jeden Fall habe ich ja dann nur nach Wohnungen im Erdgeschoss gesucht und es sollte doch bitte möglich sein, eine Katzentür einbauen zu dürfen. Hat ja auch geklappt.

In den ersten beiden Wochen haben die Katzen fast keine Ambition gezeigt, rauszugehen. Es wurde zwar viel aus dem Fenster geguckt und Luna ist auch mal kurz die Treppe hoch, aber auch ganz schnell wieder zurückgerannt. Aber ich wollte ihnen die Möglichkeit bieten wieder rauszukönnen.

An sich kennen beide Katzen das Prinzip Katzentür. Luna halt von früher bei meinen Eltern und auch in meiner vorvorigen Wohnung, Onyx aus dem Tierheim.

Sollte man meinen.

Eine Katzentür entsteht

Onyx hat auch mal zugeguckt während gesägt wurde und dann auch ganz schnell die Nase in die richtige Richtung gesteckt:

Onyx testet Katzentür

der grosse Türtest

und mit etwas Unterstützung verschwindet er durchs Türchen.

Um dann draussen stehn zu bleiben und…

Hilfe ich will wieder rein

… erbärmlich zu maunzen miepsen. Weil der Weg zurück durchs Türchen war wohl nicht so ganz offensichtlich. Als wir die Tür normal öffnen rennt der kleine rein.

Das Katzentürchen wird erstmal ignoriert.

Und Luna?

Die schnüffelt zwar mal am Türchen nutzt es aber auch nicht. Lieber geht sie durch das zum Lüften geöffnete Schlafzimmerfenster.

Das wir dann erstmal zugemacht haben und sie von der Tür aus gerufen haben. Geschickterweise war auch Onyx durch die offene Tür gegangen, die dann auch ganz schnell wieder geschlossen wurde.

Ich schiebe Onyx durch die Katzentür nachdem er wieder erstmal erbärmlich rumgemiepst hat. Luna die ganz in der Nähe ist flutscht gleich hinterher.

Sie wissen also beide, wie eine Katzentür funktioniert. Sie wissen beide wo sie ist. Eines Nachts hat Luna schon erfolgreich durch das Türchen geknurrt um eine andere Katze zu vertreiben. Ansonsten wird sie als Fenster genutzt. Aber rausgehen tun beide nicht. Auch wenn sie es tun würden, wenn sie durch die normale Tür gehen könnten oder durchs Fenster. Aber das Katzentürchen, das wollen sie nicht.

Edit: 2 Minuten nachdem ich diesen Post veröffentlich hatte, sass Luna vor dem Türchen, tippte zweimal dagegen (Katze muss ja wissen, ob das Türchen denn auch nach aussen aufgeht) und war “schwupps” draussen.
Jetzt beschnüffelt sie ausgiebig den Blumenkasten vorm Küchenfenster (der auf dem Bild mit Onyx).

Hoffnung und Frieden..

… haben nun Einzug in unser Schlafzimmer genommen. Damit ist das auch bis auf das Leeren der Bücherkartons und Füllen der Regale auch fertig. Inklusive der nervigen grünen Farbe an der Wand. OK Vorhänge brauchen wir auch noch, und evtl ein Nachtkasterl. Aber so insgesamt ist das unser erster wohnliche Raum. Und ich finde wieder Klamotten  zum Anziehen. Und mein Korbsessel hat inzwischen auch seinen Platz dort gefunden (und wurde prompt von Luna in Besitz genommen).

Der Aufbau des Schranks ist ja so ne Geschichte für sich. Ich hatte ja mit dem Planer so schön einen Schrank mit Schiebetüren geplant, und dafür wären es je zwei Korpusse (Corpi) mit 75 cm breiter und je zwei mit 50 cm. Damit hätten wir genau zwei Hälften gehabt, eine für mich und eine für meinen Freund. In unserem Lieblingsmöbelhaus haben wir dann festgestellt, dass die Mindestdeckenhöhe für den Schiebetürenschrank von 236 mit 242 angegeben war. Wir haben genau 237,5 cm Deckenhöhe. Wir gucken uns das genauer an und stellen fest: der Mechanismus für die Schiebetür geht über die 236 hinaus und wir können den Schrank also wirklich nicht so in unser Zimmer stellen. Wir gucken uns die niedrigere Variante an. Meh. Ich muss doch die langen Kleider drin unterbringen können, und bei 2 Meter landen doch immer Sachen oben drauf und schauen bescheuert aus.

Ich gucke mich um und stelle fest, dass bei den Scharniertürenschränken die Mindesthöhe mit 237 angegeben ist. OK, dann werden es halt Scharniertüren. Doof nur, dass wir nun gezwungen sind, zwei 1m und einen 50 cm Korpus zu nehmen und somit die Symmetrie wegfällt. Aber an sich ist es ja egal, werden halt Schubladen und Fächer verteilt.

Der Zusammenbau war dann ansträäängend, weil wir das ganze ja quasi stehend machen mussten. Klar sind jetzt Macken in der frisch gestrichenen Decke.

Und so siehts aus:

Hopen und der Blick zum Fenster

der Schrank (Pax) und die nervige grüne Wand + noch leere Billys

Heimwerkerfreuden

In unserer neuen Wohnung haben die Vormieter nicht gestrichen. Der Vermieter (wie es eigentlich in der Schweiz üblich ist, mWn) hat das auch nicht getan. Nachdem wir ja eh schon drum gebeten hatten, den etwas seltsamen Anhydritboden mit etwas wohnlicheren zu überdecken fanden wir es auch nicht schlimm selbst vorher noch etwas zu malern. Schliesslich sind wir beide nicht völlig ungeschickt und so konnten wir auch entscheiden, dass wir ein paar Wände bunt machen. Darauf hatte ich bei meiner alten Wohnung verzichtet, zum einen, weil ich eh dachte dort nicht lange zu bleiben (was ja auch der Fall war) und zum Anderen weil da eben der Vormieter alles gestrichen hatte und ich es eigentlich schade finde, solche Arbeit dann quasi direkt wieder zu vernichten.

anhydritboden in der Küche

Was der Sache noch entgegen kam, war, dass die Bodenleger eh erst nach unseren Einzugstermin kommen konnten. Immerhin ist ein Raum nicht betroffen, so haben wir unser Zeug erst im Schlafzimmer deponiert, um das Wohnzimmer zu streichen um dann für die Bodenleger alles ins Wohnzimmer zu tun.

Eigentlich wollten wir ja schon vorher anfangen, aber unser Vermieter erzählte uns dann, dass wir keine normale Dispersionsfarbe nehmen dürfen, weil wir ja in einem Minergiehaus leben, er könne uns aber nicht genau sagen was müsse erst den Architekten fragen. Nun gut, wir warten auf die Information, wir haben ja quasi über Ostern zeit. Letztendlich bekamen wir dann auch die Info und den Ort wo wir die Farbe herbekommen und so. Farbig ist möglich, immerhin. Aber wir haben erstmal nur weiss bekommen. Nun gut, wir haben ja auch genügend weisse Flächen ne.

Am Karsamstag haben wir dann auch mal die bunten farben geholt. Nachdem wir festgestellt haben, dass die Farbe recht ergiebig ist, und die Flächen die wir machen wollen maximal 9 m² sind dachten wir, wir kommen mit je einem Kilo aus. Nur haben wir dann je 750 g bekommen.

Ich fing also im Wohnzimmer an. Die Farbe deckt prima, ich hab ne relativ kleine Fläche, doch die Rolle schluckt erstmal gefühlte 250 g meiner Farbe. Ergebnis: ich habe einen ca 50 cm breiten Streifen der noch weiss ist als meine Farbe restlos am Ende ist. Über Ostern hat natürlich das Farbgeschäft zu.

Wir beschliessen alles ins Wohnzimmer zu packen und den Bodenlegern platz zu machen und schonmal die anderen weissen Wände zu machen. Farbe müssen wir dann halt nach Ostern holen.

Chaos im Wohnzimmer

Meine nächste Lieblingswand ist die grüne. Dienstagabend kurz vor Raid mach ich mich noch dran. Erst den Rand mit der kleinen Rolle, dann den Rest mit der Grossen. Am nächsten Morgen die Erkenntniss: “wäh, die Ränder sind viel dunkler als der Rest” da muss nochmal über die Mitte drüber. Das macht mein Freund und holt dazu nochmal neue Farbe. Diese ist jedoch heller als der Rest und der Effekt ist: ich habe eine hellgrün dunkleres hellgrün gestrichtene Wand mit dunkleren Rändern.

Ein Besuch im Malergeschäft klärt das Problem auf. Ein Mitarbeiter hatte aus versehen eine andere Rezeptur verwendet und damit einen helleren Farbton erzielt. Wir erhalten kostenlos 1,5 kg der richtigen Rezeptur.

Die Blaue Wand ist übrigens kein Problem gewesen. Nur beim Abziehen des Malerkrepps lösste sich ein Teil der weissen Farbe. Da aber im Schlafzimmer bei Aufbau des Schranks auch noch mal Macken an die Decke gekommen sind, werde ich so oder so nochmal den weissen Pinsel schwingen müssen.

Der Boden schaut gut aus. Onyx hat währenddessen schon mal geguckt was die da so machen und beide Katzen haben den Boden danach getestet

Onyx begutachtet die Arbeit der Bodenleger

Onyx und Luna auf dem neuen Küchenboden

Boden im Schlafzimmer

Mit den Katzen über die Grenze

Das Ganze ist zwar inzwischen schon eine Woche her und inzwischen haben wir schon das Wohnzimmer gestrichen. Aber ich finde es dennoch noch bloggenswert.

26.03.2010

Um 6.00 geht der Wecker. Wir haben keinen Plan wann die Umzugsfirma kommen sollte, deswegen haben wir den Wecker mal prophylaktisch so früh gestellt. Ausserdem schaut es in der Wohnung noch immer nicht so aus, als ob wir alles gepackt hätten. Wir nutzen also die Zeit bis zum Eintreffen der Umzugsleute zum weiterpacken.

Onyx streift schon um die Kisten und um die bereitgestellten Transportboxen. Mag wohl der Hunger sein, schliesslich haben sie gestern Abend schon nix mehr zum Essen bekommen. Nachdem der Kater vor allem im “im Weg Stehen” gut ist, verfrachte ich ihn bei einer solchen Gelegenheit in die Box. Er wehrt sich kaum. Ich habe aber noch immer keine Ahnung wann die Umzugsfuzzies kommen. Naja. Onyx liegt eh gern in der Transportbox, also hat er einfach Pech. Ich stelle die maunzende Box mit einem Handtuch darüber ins Eck. Luna lässt sich erstmal nicht fangen. Dann kommt um 7.20 der Anruf. Sie seien grad in Gauting, kommen aber nicht durch die Unterführung durch. Ich gebe eine Alternativroute und denke noja, dann sind sie in 20 min da.

Luna zu fangen wird ein Drama. Sie verschwindet fauchend unter dem Sofa, hebt man das Sofa an kriecht sie drunter hervor ins Zimmereck. Da lauter Kisten herumstehen, kann ich das Sofa nicht wegschieben. Mir bleibt also nur der Nackengriff, der etwas daneben geht. Luna schreit erbärmlich und beisst in meinen Arm. Fluchend verstaue ich das fauchende und um sich kratzende und beissende Bündel in die zweite Box. Und warte.

Und warte immer noch. Gut eine Stunde nach dem Anruf sind die Leute endlich da. Ohne lange zu fackeln fangen sie an einzuladen. Ich sitz auf Kohlen, schliesslich möchte ich los und die Katzen so schnell wie möglich auch wieder aus den Boxen befreien. Wir bremsen sie und fragen wir wir das nu machen mit den Katzen. Teilumzug heisst das dann. Ich sollte auch alle Unterlagen (Packliste, Ausländerausweis, Pass, Kopie vom Mietvertrag) zum Umzug dabei haben, mit einer Extra Liste für den Teilumzug. Am Zoll soll ich mich in der LKW-Spur einordnen.

Ich verabschiede mich und fahre, höre, dass die Umzugscrew in Konstanz wechselt und fahre los. Auf der Rückbank unter den Tüchern die ich über die angeschnallten Boxen gelegt habe beginnt das Maunzkonzert. Zweistimmig.

Auf der Autobahn kommt alle paar Sekunden ein Maunzen von Luna. Onyx ist irgendwann ruhig geworden. Ich telefoniere noch einmal mit meinem Freund, weil ich durch die Info mit Konstanz irritiert war. Gehen die dann auch da über die Grenze wo ich geh, oder ist es egal wenn ich einen anderen Grenzübergang nehme?

Es ist nicht egal. Ich muss über Konstanz fahren. Ich gebe die Info in mein Navi ein. Es will mich über die Schweiz zur Zollstation Konstanz schicken. Ich sage dem Navi dass es Mautstrassen nicht nehmen darf und darf in Deutschland bleiben. Natürlich ist die Strecke ein Umweg. Wirklich begeistert bin ich nicht. Ich bin erst kurz vor 12 in Meersburg, und verpasse prompt die Fähre. Lange muss ich aber nicht warten.

Auf der Fähre ist plötzlich Stille im Auto. Entweder mag Luna das Schaukeln oder sie freut sich, dass der Motor aus ist. Wie auch immer, ich geniesse die Stille, und gucke in die Körbchen ob alles ok ist. Luna sitzt auf allen Vieren, während Onyx in der Box rumlümmelt. Aber soweit geht es den beiden wohl gut.

Ich komme natürlich erst nach 12 an die Zollstation. Egal. LKW-Spur gibt es keine eigene, bzw die PKW werden eh drüber geführt.
Die Zollbeamten wollen mich schon durchwinken und gucken seltsam als ich dann doch stehenbleibe und ihnen erkläre, dass ich einen Teilumzug habe. Der Zöllner guckt auf meine Aussage, dass ich zwei Katzen dabei habe auf meinen Deckenhaufen auf der Rücksitzbank.

“wollen Sie keine Papiere haben?” “nene, des ist  OK so”

Na gut.

In der Schweiz begrüsst mich dann regnerisches Wetter. Na Juhu! 20 km vor Ankuft geht das Gemaunze von Luna wieder los. Noch mehr Juhu!
Aber bald bin ich da.
In der Wohnung stelle ich die Boxen erstmal hin, bis ich alles aus dem Auto raus habe. Katzenklo hingestellt, Futter hingestellt, Körbchen auf. Luna kommt sofort heraus. Und Onyx? Der bleibt erstmal hocken. Im Körbchen ists erstmal sicher. Luna maunzt guckt, springt aufs Fensterbrett.
Ich öffne Onyx’ Körbchen ganz, er geht raus und in Lunas rein.

Als die Umzugsleute kommen, warne ich sie gleich, nichts ins Wohnzimmer zu stellen wegen den Katzen. “Ah das war das mit den Katzen an der Grenze”. Dann wurde die Info doch irgendwie verarbeitet und weitergegeben. Aha. In Windeseile ist der LKW ausgeräumt und ich alleine in der Wohnung. Nach einer Weile mache ich die Zimmertüre auf. Prompt ist Luna verschwunden. Sie versteckt sich hinter einer Kiste und ward nicht mehr gesehen. Onyx traut sich dann auch aus seiner Box und verschwindet auch im Kistenzimmer.

Onyx "hilft" beim Renovieren

Alles in allem ist es gut gegangen.Inzwischen benehmen sich die beiden so, als würden wir schon immer hier wohnen, Onyx zerlegt nachts Kartons und hält mich vom Schlaf ab. Inzwischen haben sie auch die Eingangtür entdeckt, aber raus dürfen sie erst dann, wenn alles fertig eingerichtet ist. Das dauert noch ne Woche etwa. Über Ostern wird gestrichen, nach Ostern der Boden verlegt, und dann kommt der Grosseinkauf beim Möbelhaus mit den vier Buchstaben 😉

Wohnungsgeschichten Teil 2

Ich habe eine Wohnung, ich habe eine Wohnung, ich habe eine Wohnung. *freu* *hüpf* zumindest ist endlich endlich der Vertrag bei mir eingetroffen. Und eigentlich hätte ich zwei Wohnungen. Weil heute habe ich noch eine Zusage bekommen. Da aber Scotty die Lage nicht so toll fand, wie die der anderen, habe ich abgesagt.

Und so wie’s aussieht bin ich jetzt auch die Wohnung in Gauting endgültig los. Der Vermieter hatte sich etwas quergestellt bei den vorgeschlagenen Nachmietern. Er wollte sogar nen Makler einschalten. Als ob ich sowas nötig hätte. Meine Anzeige auf Immobilienscout war mindestens so gut wie von einem Makler und durch die fehlende Provision schonmal deutlich attraktiver. Und ich hatte ja genügend Interessenten. So 14 oder so. Und mindestens 12 wollten sie haben. Nur der Vermieter, der wollte keine Hunde oder Katzen (das geht ja mal gut, wenn in der Wohnung Katzen rumlaufen und im Haus mindestens 3 weitere Hunde bellen), der wollte keine Raucher (na gut, das kann ich verstehen) und der potentielle Nachmieter sollte ja am besten auch noch so viel Geld haben, die Wohnung in drei Jahren kaufen zu können.

Leicht utopisch.

Und wenn man sich dann auch nicht bei den potentiellen Nachmietern meldet um ihnen die Wohnung tatsächlich anzubieten, braucht man sich nicht wundern, wenn die nach und nach abspringen weil sie schon was haben.

Egal, ich habe eine Wohnung und einen Nachmieter. Jetzt muss ich nur noch umziehen. Ist ja ganz einfach. Immerhin sind die Katzen schon soweit vorbereitet. Da wir in der neuen Wohnung ein Katzentürchen einbauen dürfen und der Vermieter meinte, dass wohl ein Türchen nur für unsere Katzen geschickt sei, habe ich Luna nun auch Chippen lassen. Nicht das man von ihrer Tätowierung noch irgendetwas entziffern könnte. Dazu haben wir jetzt die tollen EU-Heimtierausweise. Und prompt habe ich meine alten Impfpässe die völlig unlogisch aufgeräumt waren wieder gefunden.

Und weils so schön föhnig war hab ich am Montag zumindest mal mit dem Handy (ich hab ein neues Handy *summ*) ein Bild von der Aussicht aus meinem Büro gemacht. Am Mittwoch hatte ich die grosse Kamera dabei, aber ich hab das Kabel daheim vergessen. Also müssen die später folgen:

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