Mit den Katzen über die Grenze

Das Ganze ist zwar inzwischen schon eine Woche her und inzwischen haben wir schon das Wohnzimmer gestrichen. Aber ich finde es dennoch noch bloggenswert.

26.03.2010

Um 6.00 geht der Wecker. Wir haben keinen Plan wann die Umzugsfirma kommen sollte, deswegen haben wir den Wecker mal prophylaktisch so früh gestellt. Ausserdem schaut es in der Wohnung noch immer nicht so aus, als ob wir alles gepackt hätten. Wir nutzen also die Zeit bis zum Eintreffen der Umzugsleute zum weiterpacken.

Onyx streift schon um die Kisten und um die bereitgestellten Transportboxen. Mag wohl der Hunger sein, schliesslich haben sie gestern Abend schon nix mehr zum Essen bekommen. Nachdem der Kater vor allem im “im Weg Stehen” gut ist, verfrachte ich ihn bei einer solchen Gelegenheit in die Box. Er wehrt sich kaum. Ich habe aber noch immer keine Ahnung wann die Umzugsfuzzies kommen. Naja. Onyx liegt eh gern in der Transportbox, also hat er einfach Pech. Ich stelle die maunzende Box mit einem Handtuch darüber ins Eck. Luna lässt sich erstmal nicht fangen. Dann kommt um 7.20 der Anruf. Sie seien grad in Gauting, kommen aber nicht durch die Unterführung durch. Ich gebe eine Alternativroute und denke noja, dann sind sie in 20 min da.

Luna zu fangen wird ein Drama. Sie verschwindet fauchend unter dem Sofa, hebt man das Sofa an kriecht sie drunter hervor ins Zimmereck. Da lauter Kisten herumstehen, kann ich das Sofa nicht wegschieben. Mir bleibt also nur der Nackengriff, der etwas daneben geht. Luna schreit erbärmlich und beisst in meinen Arm. Fluchend verstaue ich das fauchende und um sich kratzende und beissende Bündel in die zweite Box. Und warte.

Und warte immer noch. Gut eine Stunde nach dem Anruf sind die Leute endlich da. Ohne lange zu fackeln fangen sie an einzuladen. Ich sitz auf Kohlen, schliesslich möchte ich los und die Katzen so schnell wie möglich auch wieder aus den Boxen befreien. Wir bremsen sie und fragen wir wir das nu machen mit den Katzen. Teilumzug heisst das dann. Ich sollte auch alle Unterlagen (Packliste, Ausländerausweis, Pass, Kopie vom Mietvertrag) zum Umzug dabei haben, mit einer Extra Liste für den Teilumzug. Am Zoll soll ich mich in der LKW-Spur einordnen.

Ich verabschiede mich und fahre, höre, dass die Umzugscrew in Konstanz wechselt und fahre los. Auf der Rückbank unter den Tüchern die ich über die angeschnallten Boxen gelegt habe beginnt das Maunzkonzert. Zweistimmig.

Auf der Autobahn kommt alle paar Sekunden ein Maunzen von Luna. Onyx ist irgendwann ruhig geworden. Ich telefoniere noch einmal mit meinem Freund, weil ich durch die Info mit Konstanz irritiert war. Gehen die dann auch da über die Grenze wo ich geh, oder ist es egal wenn ich einen anderen Grenzübergang nehme?

Es ist nicht egal. Ich muss über Konstanz fahren. Ich gebe die Info in mein Navi ein. Es will mich über die Schweiz zur Zollstation Konstanz schicken. Ich sage dem Navi dass es Mautstrassen nicht nehmen darf und darf in Deutschland bleiben. Natürlich ist die Strecke ein Umweg. Wirklich begeistert bin ich nicht. Ich bin erst kurz vor 12 in Meersburg, und verpasse prompt die Fähre. Lange muss ich aber nicht warten.

Auf der Fähre ist plötzlich Stille im Auto. Entweder mag Luna das Schaukeln oder sie freut sich, dass der Motor aus ist. Wie auch immer, ich geniesse die Stille, und gucke in die Körbchen ob alles ok ist. Luna sitzt auf allen Vieren, während Onyx in der Box rumlümmelt. Aber soweit geht es den beiden wohl gut.

Ich komme natürlich erst nach 12 an die Zollstation. Egal. LKW-Spur gibt es keine eigene, bzw die PKW werden eh drüber geführt.
Die Zollbeamten wollen mich schon durchwinken und gucken seltsam als ich dann doch stehenbleibe und ihnen erkläre, dass ich einen Teilumzug habe. Der Zöllner guckt auf meine Aussage, dass ich zwei Katzen dabei habe auf meinen Deckenhaufen auf der Rücksitzbank.

“wollen Sie keine Papiere haben?” “nene, des ist  OK so”

Na gut.

In der Schweiz begrüsst mich dann regnerisches Wetter. Na Juhu! 20 km vor Ankuft geht das Gemaunze von Luna wieder los. Noch mehr Juhu!
Aber bald bin ich da.
In der Wohnung stelle ich die Boxen erstmal hin, bis ich alles aus dem Auto raus habe. Katzenklo hingestellt, Futter hingestellt, Körbchen auf. Luna kommt sofort heraus. Und Onyx? Der bleibt erstmal hocken. Im Körbchen ists erstmal sicher. Luna maunzt guckt, springt aufs Fensterbrett.
Ich öffne Onyx’ Körbchen ganz, er geht raus und in Lunas rein.

Als die Umzugsleute kommen, warne ich sie gleich, nichts ins Wohnzimmer zu stellen wegen den Katzen. “Ah das war das mit den Katzen an der Grenze”. Dann wurde die Info doch irgendwie verarbeitet und weitergegeben. Aha. In Windeseile ist der LKW ausgeräumt und ich alleine in der Wohnung. Nach einer Weile mache ich die Zimmertüre auf. Prompt ist Luna verschwunden. Sie versteckt sich hinter einer Kiste und ward nicht mehr gesehen. Onyx traut sich dann auch aus seiner Box und verschwindet auch im Kistenzimmer.

Onyx "hilft" beim Renovieren

Alles in allem ist es gut gegangen.Inzwischen benehmen sich die beiden so, als würden wir schon immer hier wohnen, Onyx zerlegt nachts Kartons und hält mich vom Schlaf ab. Inzwischen haben sie auch die Eingangtür entdeckt, aber raus dürfen sie erst dann, wenn alles fertig eingerichtet ist. Das dauert noch ne Woche etwa. Über Ostern wird gestrichen, nach Ostern der Boden verlegt, und dann kommt der Grosseinkauf beim Möbelhaus mit den vier Buchstaben 😉

Wohnungsgeschichten Teil 2

Ich habe eine Wohnung, ich habe eine Wohnung, ich habe eine Wohnung. *freu* *hüpf* zumindest ist endlich endlich der Vertrag bei mir eingetroffen. Und eigentlich hätte ich zwei Wohnungen. Weil heute habe ich noch eine Zusage bekommen. Da aber Scotty die Lage nicht so toll fand, wie die der anderen, habe ich abgesagt.

Und so wie’s aussieht bin ich jetzt auch die Wohnung in Gauting endgültig los. Der Vermieter hatte sich etwas quergestellt bei den vorgeschlagenen Nachmietern. Er wollte sogar nen Makler einschalten. Als ob ich sowas nötig hätte. Meine Anzeige auf Immobilienscout war mindestens so gut wie von einem Makler und durch die fehlende Provision schonmal deutlich attraktiver. Und ich hatte ja genügend Interessenten. So 14 oder so. Und mindestens 12 wollten sie haben. Nur der Vermieter, der wollte keine Hunde oder Katzen (das geht ja mal gut, wenn in der Wohnung Katzen rumlaufen und im Haus mindestens 3 weitere Hunde bellen), der wollte keine Raucher (na gut, das kann ich verstehen) und der potentielle Nachmieter sollte ja am besten auch noch so viel Geld haben, die Wohnung in drei Jahren kaufen zu können.

Leicht utopisch.

Und wenn man sich dann auch nicht bei den potentiellen Nachmietern meldet um ihnen die Wohnung tatsächlich anzubieten, braucht man sich nicht wundern, wenn die nach und nach abspringen weil sie schon was haben.

Egal, ich habe eine Wohnung und einen Nachmieter. Jetzt muss ich nur noch umziehen. Ist ja ganz einfach. Immerhin sind die Katzen schon soweit vorbereitet. Da wir in der neuen Wohnung ein Katzentürchen einbauen dürfen und der Vermieter meinte, dass wohl ein Türchen nur für unsere Katzen geschickt sei, habe ich Luna nun auch Chippen lassen. Nicht das man von ihrer Tätowierung noch irgendetwas entziffern könnte. Dazu haben wir jetzt die tollen EU-Heimtierausweise. Und prompt habe ich meine alten Impfpässe die völlig unlogisch aufgeräumt waren wieder gefunden.

Und weils so schön föhnig war hab ich am Montag zumindest mal mit dem Handy (ich hab ein neues Handy *summ*) ein Bild von der Aussicht aus meinem Büro gemacht. Am Mittwoch hatte ich die grosse Kamera dabei, aber ich hab das Kabel daheim vergessen. Also müssen die später folgen:

Wohnungsgeschichten

Das Forum scheint ja derzeit genauso im Wohnungssuchstress zu sein wie ich. Und was für Preise die als hoch ansiedeln? Kaum zu glauben.

Nun gut, komme ich doch einfach aus einer beliebten und entsprechend teuren Gegend. Da kann man von 270€ für 50 m² oder gar 540 für 80 m² nur träumen. In München und südliches Umland  zahlt man nunmal für eine Wohnung deutlich mehr. Meine erste Wohnung hat hübsche 1000 DM gekostet, meine jetzige deutlich kleinere kommt warm auf 670 Euronen (ok, das ist mit Tiefgaragenstellplatz, aber die andere hatte auch nen Parkplatz bei.)

Jetzt mal zur Schweiz. Da ist alles etwas teuerer. Dafür kriegt man da aber auch etwas mehr Geld, jawohl. Mein derzeitiges Limit ist bei 15oo Franken. (*rechen* ca 1000 Euro). Dafür kann man kriegen: Supermoderne 2,5 Zimmerwohnung mit Parkett ca 48 m² ruhig gelegen mit Gartensitzplatz. Wobei man so einen Sitzplatz mitnichten mit unserem schönen Garten in Deutschland verwechseln sollte. Meist ist das ein Terässchen von Balkongröße und man teilt sich die Wiese dahinter mit den ganzen anderen Bewohnern des Hauses.

Aber in der Schweiz geht es weniger nach Quadratmetern, so kann man für mein Limit genauso gut eine 4 Zimmer Wohnung mit 100 m² bekommen. Da meine derzeitige Vermutung da liegt, dass der Preis vom Renovierungsstatus abhängt, will ich glaub ich gar nicht wissen, wie heruntergekommen so eine Wohnung sein muss. Die erste die ich so gesehen habe (also 4 Zimmer 80 m² war schauderhaft).

Der Vorteil der Schweizer Wohnungen im Vergleich zu den Deutschen liegt meiner Meinung nach eindeutig in der Küche. Denn die ist immer drin und verfügt in den teureren Wohnungen fast immer über eine Spülmaschine.

Der große Nachteil ist im derzeitigen Leerstand im Züricher Umland. Der beträgt  weniger als 1%.  Ich habe keine Ahnung wie das in anderen Umgebungen so ist. (in München wohl auch kaum). Auf jeden Fall hat das zur Folge, dass auf eine solche Wohnung mehrere Bewerber kommen die dann per Formular um diese Wohnung buhlen. In einem solchen Formular werden dinge abgefragt wie: welche Haustiere, wieviel verdient man, wird man betrieben (=hat man Schulden) , spielt man ein Instrument. Warum zieht man aus der alten Wohnung aus, wer war der vorherige Vermieter (möglichst mit Adresse und Telefonnummer)  liegt eine Aufenthaltsbewilligung C (das wäre mehr als 5 Jahre in der Schweiz) vor  etc. etc.

Auf jeden Fall gibt es jetzt einen leichten Hoffnungsschimmer. Mir wurde jetzt eine Wohnung in der Nähe meiner Arbeit angeboten. Ruhige Lage, Haustiere erlaubt. 2 Zimmer, eigene Waschmaschine und Tumbler (meistens hat man eine, die man mit dem Rest des Hauses teilen darf). Dummerweise ist kein Parkplatz dabei, so gar nicht, und in der Straße gibt es keine Straßenparkplätze.  Und dummerweise habe ich mir am Montag und heute Wohnungen angesehen, die mir etwas gemütlicher erscheinen. Leider werde ich davon nicht rechtzeitig erfahren ob ich sie bekomme oder nicht. Einziger Nachteil der beiden hübscheren Wohnungen ist die jeweilige Hanglage, die ein “ich fahr dann mal mit dem Radl *hust* Velo” schon fast im Keim ersticken. Mal sehen, wir gucken sie uns am Sonntag nochmal an und machen uns über Parkmöglichkeiten schlau. Und dann wird entschieden.

Damit das nicht nur Text ist hier noch ein Bild vom morgendlichen Blick aus meinem Zimmerfenster:

Erste Schritte in der Schweiz

Am Sonntag bin ich dann mal losgeeiert. Vermieterin war sehr erstaunt als ich plötzlich da stand, hat sie doch erst am Montag mit mir gerechnet. Öhja, ich muss ja nur am Montag anfangen zu arbeiten.

Aber ansonsten ists ok. Ich krieg Schlüssel, Zimmer, Anweisungen wo ich was finde etc.

Montag erstmal auf die Gemeinde mich melden. Ich brauche noch ein Fotoli für den Ausländerausweis. Ansonsten reicht der grüne Zettel von meiner Vermieterin, mein Pass und der Arbeitsvertrag und so bin ich zumindest schonmal gemeldet und meine Aufenthaltsbewilligung ist auf dem Weg. Ahja, Krankenkassenkärtli bräucht ich auch noch. Noja, kommt nach, genauso wie das Fotoli.

Dann ab zur Arbeit. Statt den üblichen Rundgang und Kollegen (haha, ich bin ja derzeit quasi alleine) kennenlernen gibt es gleich Besprechung. Mittagessen und weiter Besprechung. Um vier darf ich heim, nur um dann Abends nochmal Essen zu gehen. Ich finde das ja Schwerstarbeit. Da ich das einzige weibliche Wesen am Tisch bin, muss ich immer zuerst sagen, was ich will, dabei guck ich doch immer lieber erst was die Anderen machen, damit ich nachäffen darf und nicht als Idiotin dastehe.

Der Dienstag dauert dann kürzer. Wieder gehts mit Besprechung los. Und dann Mittagessen. Immerhin ist danach Ende, weil Chef wieder nach Deutschland abhaut. Da mein Büro zwar schon vorhanden ist, aber sonst auch gar nix, hab ich auch nix zu arbeiten.

Mittwoch ist in Deutschland (zumindest da wo ich dann hinmuss) Feiertag. In der Schweiz nicht. Ich nutze die Zeit für meine Krankenversicherung, für die geschickterweise meine Vermieterin Vertreterin ist. Der Preis klang brauchbar. Ich hoffe mal, ich hab da nicht allzuviel falsch gemacht. Immerhin ist jetzt die obligatorische Grundversicherung vorhanden, und Aufstocken geht immer.

Am Nachmittag geh ich zur Bank zum Konto eröffnen. Das geht völlig problemlos. Ausweis reicht. Kontoführungsgebüren ist das pro Jahr, was ich bei einer anderen Bank in Euro pro Monat zahl. Kärtchen ist auch beantragt, ebenso wie das Online-Banking. Jetzt muss nur noch mein Arbeitgeber die Nummer wissen, damit da auch mal Geld drauf landet.

In der Gemeinde lass ich dann doch noch schnell das Fotoli machen. Dann ist das schonmal geschehen. Von der Krankenkasse brauch ich erstmal das Kärtli, das kommt wohl erst später.

Abends dann nach Deutschland. Ins Haus Anne Sophie dort gibts dann erstmal Internetstress. Da ich sonst immer alles über W-Lan mache habe ich keinen Netzwerkkartentreiber installiert, um einen Treiber zu bekommen brauche ich Internet…. Wie auch immer. ich habs hinbekommen (teures T-Online Hotspotgedöns). Und bin online.

Heute dann der erste Tag in der Zentrale. Hier dann tatsächlich Kollegen Kennenlernen, Betriebsbesichtigung (Whoa Hochregallager, ziemlich beeindruckend). Mittagsessen mit Kollegen. Und nochmal Internetprobleme. Da ich einen Ferienarbeiterpass habe, habe ich keinen Internetzugang und keine E-mailadresse. Immerhin kann ich mir noch die Adresse für die eigentliche Arbeit besorgen und kann (über nen Gastzugang ins Internet) per Webacces zugreifen. Jetzt existiere ich auch wieder für die Arbeitswelt.

KO. ich hab soviel gegessen in den letzten Tagen. Und ich komm nicht dazu es wegzuarbeiten. Ich werde in nem Monat in die Schweiz rollen.

Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr

Ich werde mir jetzt keinen Rückblick gönnen. Normalerweise mache ich das schon gerne, aber dieses Jahr habe ich einfach zuviel wo ich vorausschaue, dass ich fast keine Zeit habe zurückzublicken. Und an sich ist dieses Jahr auch nicht so richtig viel erwähnenswertes geschehen. Außer vielleicht die Beendigung meines alten Arbeitsverhältnisses, wo ich aber eher ungern drauf zurückblicke. Denn auch wenn es nicht ganz meine Schuld ist, habe ich durchaus genügend Fehler gemacht, die sicherlich vermeidbar gewesen wären. Daher nehme ich das lieber einfach mal zur Kenntnis und versuche es jetzt einfach besser zu machen.

Daher wünsche ich jetzt erstmal allen Lesern einen guten Start ins neue Jahr. Macht euch einen schönen Abend, blickt auf die schönen Erinnerungen zurück, die ihr im vergangenen Jahr gesammelt habt und startet voller Vorfreude auf die kommenden Erlebnisse ins neue Jahr.

2048feuerwerk

Schweizmässig (ich übe schon 😉 ) habe ich mich jetzt schonmal hier in meiner alten Gemeinde abgemeldet. Am Sonntag geht es dann in mein WG-Zimmer. Am Montag muss ich mich dann in der Gemeinde dort melden und kriege dann hoffentlich bald meinen Ausländerausweis und meine Aufenthaltsbewilligung. Denn ohne das kann ich weder dort ein Konto eröffnen, noch eine Krankenversicherung abschließen, noch überhaupt anfangen zu arbeiten.

Für die alte Wohnung hier habe ich zwas schon Interessenten gefunden, die die Wohnung auch haben wollen. Nur sträubt sich der Vermieter wohl etwas. Nun gut, er hatte ja gehofft, dass ich länger da drin bleibe. Aber hng funktioniert nicht so ganz. Denn ich habe keine Lust auf weiterhin Arbeitslos sein, nur damit ich dann hoffentlich einen Job in München bekomme. Ich bin ja jetzt quasi schon sauer auf meinen Trott, in den ich so verfallen bin. Nene, ist schon gut, dass ich was neues habe und mei es ist halt Schweiz. Neues Abenteuer. Nachdem eh die meisten Kontakte für mich übers Internet laufen seh ich das nicht so eng. Und es sind dank fertiger Autobahn eh nur noch 3h bis München. Das kann man ja fast schon für nen Tagesausflug nutzen. (Mal abgesehen davon, dass ich ja eh ein Bett hier stehen habe). Ist also alles nicht so tragisch.

Klassik zum mitklatschen – Nokia Night of the Proms in München

Ich tue mich ja meist hart zu erklären welche Musik ich denn gerne höre. Früher habe ich dann meistens irgendwelche Indie- oder Gothicbands genannt um zu vermeiden, dass man erkennen könnte, dass ich auch gerne mal Pop höre, oder Rock, oder Klassik. Was nicht heißt, dass ich die genannten Bands nicht gerne hörte. Inzwischen sage ich meist, dass ich aus allen Bereichen etwas mag. Eigentlich habe ich nur bei Jazz, Reaggae und HipHop meistens eine Aversion. Und so kann ich ja jetzt zugeben, dass ich ein Roxette-Fan bin 😉 das ist die Musik mit der ich aufgewachsen bin. Joyride war meine erste CD, die ich gekauft habe.

Daher war es an sich ganz klar, dass ich die Chance nutzen wollte, 8 Jahre nachdem Roxette gezwungen war aufzuhören, sie endlich wieder live zu sehen. Leider lag der Termin der Konzerte so saumäßig blöd, dass ich keine Chance hatte das mit meiner Schwester (die an dem ganzen Fimmel schuld ist) zu tun.  So musst also mein Schatz herhalten. Wo er doch sooo begeistert von Klassik und Pop ist.

Und so saßen wir dann da, viel zu weit rechts, und viel zu weit oben. Aber zum Glück gab es Monitore wo man sehen konnte, was auf der Bühne abläuft. Zunächst gab es Klassik. Chormusik, und ich musste feststellen, dass ich das Chorsingen schon ziemlich vermisse.

Die Stars wurden meiner Meinung nach ziemlich durchgeheizt. Christina Stürmer war nach 3 Songs schon wieder weg, die Katona Twins machen auch nur einen, und Heaven 17 ging nach 3 Songs auch schon wieder von der Bühne. Zwischendrin gabs wieder Klassik, etwas mit Schwung und zu meinem Entsetzen fing die Halle an zu klatschen. Huh? Sind wir jetzt auf dem Volksmusikfestival, wo man klatscht, egal ob das im Takt ist oder nicht (war es nicht *grusel*). Getröstet wurde ich durch die Tatsache, dass quasi übergangslost zu “Wish I Could Fly” gewechselt wurde. Marie wurde mitsamt Stuhl auf die Bühne gehoben (also aus der Mitte mittels Hebemechanik) und der Rest war dann auch da. Yeah! Leider sind sie danach wieder gegangen. 🙁 Aber uns wurde mehr versprochen für nach der Pause.

Und so war es. Nach der Pause gabs dann erstmal KatonaTwins die voll losrockten und dann endlich wieder Roxette. “The Look” um dann sehr ruhig zu werden. Ich weiß nicht wieviele Leute nur für Roxette dorthin gekommen sind, aber bei “It must have been love” leuchtete der Saal vor kleinen LED-Lämpchen (die wohl am Eingang verteilt worden waren – wir hatten keine) und das Publikum sang – pure Gänsehaut.

Ich fands toll. Wobei das eben an Roxette lag und sicherlich nicht daran, dass Leute zum Mitklatschen bei durch Verstärker geschobenen Klassik animiert werden. Da geh ich dann doch lieber wieder in normale Konzerte. Sowohl in der einen als auch in der anderen Richtung. Denn ich mag beides.

Feuerkatze goes Schweiz

Ich habe es tatsächlich getan. Ich habe meinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben, der mich in die Schweiz entführt.

Ab Januar habe ich somit wieder was neues, und den Dezember über zum Glück noch Zeit Dinge vorzubereiten. Schließlich kann ich nicht von hier aus dort arbeiten. Drei Stunden Anfahrt sind halt doch etwas viel. Also heißt es wieder einmal eine Wohnung finden, die Katzentauglich ist und unseren sonstigen gewachsenen Ansprüchen genügt. Ich bin geneigt mir einen Makler zu suchen. Aber auch der vorerst neue Chef hat sich angeboten zu helfen – schließlich sind die Gepflogenheiten dort doch etwas anders.

Immerhin muss ich nicht sofort fest in der Schweiz sein. Da der Laborleiter, der dann mein Vorgesetzter wird, erst im März anfängt, bekomme ich die Möglichkeit zunächst den Mutterkonzern in Deutschland kennenzulernen. Der liegt praktischerweise drei Stunden Fahrtzeit in die andere Richtung. Aber ich werde dort wohl eine Unterkunft für die Zeit bekommen und wohl ab und an zwischen dort, hier daheim und der Schweiz hin und her zu pendeln.

Ich werde damit wohl auch wieder intensiver bloggen, allein schon um mir selbst eine Gedächtnisstütze zu bauen. Und nachdem wohl auch Leute noch immer über meine HP stolpern wenn es um Neuseeland geht ist das viellicht nicht das schlechteste.

Hier dann mal ein Blick in die neue Heimat. Von der Südseite des Zürichsees fotografiert. Wir werden dann wohl eher im Norden siedeln, im Kanton Zürich.

zuerichsee

Von Friseuren und Fotografen

Letztens war ich mal wieder beim Friseur. Ich bin ja da normalerweise eher pragmatisch und lasse mir mal alle halbe Jahr die Spitzen schneiden. Soweit so gut, das machen die ja auch gerne. Teilweise werde ich dann gebeten, das im Stehen zu durchstehen, weil sonst die Haarenden zu weit unten sind.

Aber so alle paar Jahre möchte ich meine Matte dann wieder loswerden.  Letzes Mal war das in Neuseeland der Fall, wo die Duschen meist nur getrietschelt haben und ich ewig gebraucht habe um das Shampoo wieder los zu werden. Die Friseurin dort war toll, sie nahm meinen Zopf und schnitt ohne großen Kommentar die ersten 25 cm ab um mir dann eine flotte gestufte knapp über Schulterlange Frisur zu verpassen. Sowas wollte ich jetzt wieder.

Die Friseure in Deutschland scheinen aber inzwischen ein Riesenproblem damit zu haben Haare abzuschneiden. Anscheinend gibt es noch immer unheimlich viele Frauen, die von ihrer Haarlänge bloß nicht mehr als die Spitzen schneiden lassen wollen und jedem weiteren cm hinterherweinen. Auf jeden Fall muss ich bei dem Wunsch doch bitte mal die Haare um gute 20 cm zu kürzen schon fast betteln. So habe ich einmal (als ich nach einer Blondierungsaktion die Haare mal wieder kürzen lassen wollte) sogar eine kostenlose Färbung bekommen (die dann absolut bescheiden ausgesehen hat).

Diesmal wurde immerhin nicht großartig gejammert. Zunächst wurde natürlich angenommen, dass ich nur die Spitzen geschnitten haben will. Es gab dann relativ große Augen, als ich meinte, die Haare dürften auf knapp über Schulterlang geschnitten werden, aber sie schnitt. Letztendlich waren mir die Haare noch immer 3 cm zu lang. Als ich das sagte meinte sie, sie hätte ja eh schon wie der Weltmeister geschnitten – “gucken Sie doch mal, was da schon runter ist” (mit blick auf die 20 cm langen Strähnen am Boden). Letztendlich ist es auch nicht so tragisch mit den etwas zu langen Haaren, immerhin ist es fast das was ich wollte.

Durch die neue Frisur musste ich jetzt noch einmal zum Fotografen – Bewerbungsbilder. Nachdem ich im August die letzten habe machen lassen und mir recht abgefertigt vorgekommen bin, diesmal ein Anderer – und warum nicht einfach den nehmen, der quasi ums Eck ist. Und was für ein Unterschied. Hat die letzte Fotografin, einfach mal nen grauen Hintergrund genommen und mich hingesetzt, ein paar Bilder gemacht und ich mir die besten daraus rausgepickt, wurde hier getestet. Gucken wir mal ob der Hintergrund geht, mal so mal so, Haare mal so, Haare mal zusammengebunden. Normalerweise mag ich mich ja gar nicht mit Brille und zusammengebunden Haaren, aber diesmal beklag ich mich nicht. Leider sieht man dadurch nicht, wie kurz die Haare jetzt tatsächlich sind, aber das ist ja egal. Immerhin seh ich auf dem Bild mal tatsächlich eher so aus, wie ich dann wohl auch rumlauf. Mit Brille und zusammengebundenen Haaren.

Und damit ihr das ganze auch bildlich sehen könnt:

bewAS Bewerbungsfoto 11-2009

Den Job, für den ich nächste Woche für Vertragsverhandlungen in die Schweiz fahren darf, habe ich aber quasi noch mit dem alten Bild bekommen. In der Technik ist wohl doch noch die Erfahrung und Ausbildung ausschlaggebend.

Motorradfahrt zum Gildentreffen Part 4

Huiui, ich muss da wohl noch etwas nachholen.

23.07.09

In der Früh regnet es. Mit großer Begeisterung frühstücke ich und packe meine Sachen zusammen.
Bis ich fertig bin hat der Regen aufgehört. So gehört sich das.

Ich fahre mit der Fähre über den Rhein und schlängle mich auf der Ostseite über kleine Straßen. Wieder scheint die Sonne in mein Gesicht, und wechselt sich mit Schatten der Bäume ab. Anstrengend. Ich folge den Schildern nach “Katzenelnbogen” schlicht weil ich den Namen witzig finde. Das Kaff ist aber recht klein, dafür, dass es eine Grafschaft ist.

In Limburg an der Lahn, mache ich eine kleine Shoppingpause. Mein Gepäck war eher auf schlechtes Wetter eingestellt und ich hatte Bedarf an Ersatzklamotte.

Ohne größere Pausen fahre ich bis nach Altena, dort bin ich etwa gegen 18.00 uhr. Nachdem es von dort aber nur noch ein Katzensprung nach Wiblingwerde ist, gucke ich mir noch die Kirche an. Naja zumindest von außen.
Der Weg nach Wiblingwerde ist saueng, Flickenteppich auf der Straße. Ich habe schon angst vor der Rückfahrt. Aber oben ist die Fahrt erstmal für ein paar Tage zu ende. Denn ich bin bei k&k, die mich mit heißem Grill begrüßen. Ich bevorzuge jedoch erstmal eine Dusche, da ich in Siegen noch in einem Platzregen geraten bin. Und wir hatten ja schon am ersten Tag festgestellt, dass die Hose nicht so ganz dicht war.

Der Abend hat natürlich ein Hauptthema, was vermutlich noch die nächsten Tage anhalten wird. 🙂

Motorradfahrt zum Gildentreffen Part 3

Nachdem ich jetzt in Ruhe gelassen worden bin, und sogar noch nen Wein bekommen habe, gleich den nächsten Teil.

In der Früh regnet es in Karlsruhe. Nachdem ich erst um 11 aus dem Zimmer muss, gehe ich frei direkt zum Schlossgarten. Hübsche Blümlis hübsches Schloss und eine Innenstadt in der ich mir noch eine Sonnenbrille ohne Schliff zulege damit ich wieder mit Linsen fahren kann. Um 11 verlasse ich die Stadt und fahre wieder in die falsche Richtung. Nachdem ich das bemerke passe ich die Route an und fahre in Speyer vorbei um mir den Dom anzugucken. Da haben sie so dermaßen viel restauriert, dass es alles wie neu aussieht. Hat auch was. Nur die Fenster sind unheimlich langweilig.

Dann gehts weiter. Es ist wieder brütend heiß, von den Gewittern, die vorhergesagt wurden keine Spur.
In Bad Kreuznach versuche ich verzweifelt eine Tankstelle zu finden. Doch die Aral hat zu, ich werde weiterverwiesen. Immerhin kommt nach 2 km gleich die nächste. Vollgetankt gehts weiter richtung Bingen. Eigentliches Ziel war Limburg an der Lahn. Nachdem es aber schon 6 ist und der Magen grummelt fahre ich nur noch bis zu dem Ort, wo die Rheinfähre ablegt. Dort finde ich ein kleines Hotel, wo ich jetzt bei Wein am Rechner hocke. Von Gewittern noch immer keine Spur.

Erkenntnisse der letzten beiden Tage:
– Stuttgarter können nicht Autofahren.
– Umleitungen führen manchmal auf schöne Strecken
– Baustellen sind böse
– Aufgefräste Straßen sind unangenehm
– Kopfsteinpflaster sind gemein
– Baustellen an denen die Straße bis zum Kopfsteinpflaster aufgefräst sind sind ja dann wohl erst recht behämmert

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