Reisebürobesuche und weitere Planungen

Gestern sind wir erstmal zum Reisebüro gewandert. Schließlich sollte das so bald wie möglich fest sein. Die Frau im Reisebüro hat natürlich erstmal doof geguckt, als sie uns nicht mit Urlaub sondern nur mit einem Flug nach Neuseeland helfen sollte. Aber dann hat sie recht schnell die günstigste Verbindung für uns rausgesucht. Die Preise sind leider von den Steuern mit abhängig und die Steuern hängen von den Kerosinpreisen ab. Das ist quasi so wie das Benzin an der Tankstelle (das mich momentan nahezu in den Ruin treibt – ich fahr wohl zuviel Auto) Wenn man aber bedenkt, was man früher für so einen Flug gezahlt hat, sind die jetzigen Preise echt human 🙂

Die vorläufige Planung als wir das Reisebüro verlassen haben war: Flug mit Qantas (laut meiner Mutter die sicherste Airline *g*) von Frankfurt über Sydney nach Wellington mit irgendwo zwischendrin ein Stopp zum Tanken. Und beim Rückflug ein  “Stopover” für drei Tage in Sydney. Das Ganze für 1350,- €.

Die genaue Planung hat sie uns dann per E-Mail geschickt. Für uns geblockt momentan: Hinflug ab NBG  über FRA/SYD/ nach Wellington am 16.09. mit Ankunft am 18.09.06  Rückflug am 16 FEB 07  nach SYD  / Weiterflug am 20 Feb ab SYD über FRA nach NBG/ Ankunft am 21.02.2007.
Ich glaub, wir sollten fragen ob das mit dem Rückflug nicht etwas später geht. Die fünf Monate in Wellington fangen ja wohl erst am 18.09. an.
Für Sydney brauchen wir dann auch noch ein Visum, aber das wäre ja nur ein Tourivisum und das macht das Reisebüro 🙂

Das was mir aber überhaupt nicht gefällt ist die Gepäckbegrenzung von 20 kg. Bisher hatte ich damit nie Probleme, aber bisher war mein längster Aufenthalt irgendwo wo ich hingeflogen bin, die vier Wochen in Namibia. Und dort hab ich nicht wirklich viele warme Klamotten gebraucht und ich konnte dort waschen (lassen). Aber jetzt komm ich ja quasi im Winter an und bleibe bis in den Sommer. Da braucht frau ja unterschiedlichstes Schuhwerk, Kleidung etc. Naja wenn das in Wellington so günstig ist, dann kann ich mich ja dort eindecken, aber ob die da Schuhe in meine Größe haben *zweifel* letztendlich ist das nur eine Verlagerung des Problems, schließlich endet das dann in einem Übergepäck auf dem Rückflug.
Angeblich ist es, wenn man über die USA fliegt so, dass man 36 kg Gepäck mitnehmen kann. Vielleicht sollten wir doch noch mal in ein anderes Reisebüro gehen. Aber ob der Flug dann auch noch nur 1500,- € kostet…? Überlegungen und Grübeleien.

Die anderen Grübeleien sind die, dass man sich lauter Gedanken macht, was man denn so in NZ machen kann. Ob Whale Watching oder Wandertouren, welches Eck man sich noch angucken will und wie groß das Land denn nu ist. Ich bin so hibbelig, dass ich mich kaum auf meine Klausuren vorbereiten kann. Zum Glück hab ich vorher schon was gemacht, aber es hätte besser sein können 🙁

Die vorläufige Planung als wir das Reisebüro verlassen haben war: Flug mit Qantas (laut meiner Mutter die sicherste Airline *g*) von Frankfurt über Sydney nach Wellington mit irgendwo zwischendrin ein Stopp zum Tanken. Und beim Rückflug ein  “Stopover” für drei Tage in Sydney. Das Ganze für 1350,- €
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Die genaue Planung hat sie uns dann per E-Mail geschickt. Für uns geblockt momentan: Hinflug ab NBG  über FRA/SYD/ nach Wellington am 16.09. mit Ankunft am 18.09.06  Rückflug am 16 FEB 07  nach SYD  / Weiterflug am 20 Feb ab SYD über FRA nach NBG/ Ankunft am 21.02.2007.
Ich glaub, wir sollten fragen ob das mit dem Rückflug nicht etwas später geht. Die fünf Monate in Wellington fangen ja wohl erst am 18.09. an.
Für Sydney brauchen wir dann auch noch ein Visum, aber das wäre ja nur ein Tourivisum und das macht das Reisebüro 🙂

Erste Vorbereitungsüberlegungen


Die erste Vorfreude hat sich jetzt etwas beruhigt. Heute hab ich mich mal auf der HP von der Embassy von Neuseeland umgeguckt.

Leider stimmt das mit den Bestimmungsänderungen wohl doch nicht so. Die Änderungen betreffen nur die Arbeitserlaubnis für Studenten, die sich dort auch tatsächlich Vorlesungen anhören. Die können dann leichter Arbeitserlaubnis für die Ferien bekommen. Oder auch deren angeheiratete, wenn sie denn etwas studieren, das in Neuseeland gefragt ist.

Für uns als quasi arbeitende Bevölkerung heißt es jetzt wohl doch ein Visum zu beantragen. Die Embassy sitzt in Berlin – also kann ich nicht einfach mal vorbeifahren und erfragen, was ich brauch. Vielleicht hilft noch ein klärender Anruf (wo ich doch so ‘gern’ telefonier)  Und was sie nicht alles dafür haben wollen. Eine ganze Liste zum abklappern

~Ein Vertrag vom Arbeitgeber (sprich Jim) der dazu auch gleich noch ein Formular (das es online gibt) auch ausfüllen muss (hoffentlich reicht das was er mir schickt, aber er wird sich wohl daran halten, was er den anderen geschickt hat)

~Eine Bestätigung, dass der Arbeitgeber auch Leute aus dem Ausland beschäftigen darf

~Ein Schreiben von der Uni, dass es eine für das Fach relevante Arbeit ist (muss die Mädels mal fragen ob Kinkel das für sie gemacht hat)

~Die Visumgebühr (€ 120,-) muss als Scheck (so was hab ich ja gar nicht) oder per Ausnahme in Bar beigelegt werden. Und das in Zeiten von Online-Banking. Aber nein, Überweisung und Kreditkarte geht nicht.

~Einen Rückumschlag wollen sie auch noch haben, am besten gepolstert in A4 und als Einschreiben an mich adressiert.

~Nachweis über mein gültiges bezahltes Flugticket inklusive Rückflug oder Weiterflug. (das muss ich also wohl als erstes machen – Flug buchen)

~meinen aktuellen Reisepass (den ich noch nicht hab – aber das wird schon, müsste ja bald da sein)

~ein aktuelles Passbild – na da können sie gleich eins von meinen Verbrecherfotos haben

Immerhin brauch ich keine besonderen Impfungen, werde wohl trotzdem mal zum Christopher gehen, und gucken, ob meine Hepatitis B Impfung noch in Ordnung ist und A neu impfen lassen. Bei der Gelegenheit könnte ich ja endlich mal meine FSME-Impfung machen lassen. Auch wenn es in NZ keine Zecken gibt. Aber hier ist ja Risikogebiet. Und eine Röntgenuntersuchung brauch ich auch nicht machen, weil ich weniger als 12 Monate dort bleib. Die haben wie die Amerikaner wohl angst vor TBC….

Was Jim auch noch gesagt hat: bloß keine Lebensmittel mitnehmen. Am Flughafen kontrollieren sie mit Beagles. Die riechen sogar, wenn du in deinem Rucksack mal was zum Essen hattest auch wenn das Stunden oder Tage her ist. Dann werden die wohl eine helle Freude an meinem Rucksack haben, benutz ich den doch ständig als Einkaufstasche.

Es klappt es klappt!

So jetzt ist es offiziell: ich darf meine Diplomarbeit in Neuseeland schreiben. *freu* Aber fangen wir mal von vorne an.

Am 18. Mai war ich auf der Achema in Frankfurt, wir sind dort mit einem Bus hingefahren. Auf der Rückfahrt unterhalt ich mich mit einem Kumpel, der mit mir zusammen die Ausbildung gemacht hat. Wir kommen auf das Thema Ausland, und ich beklag mich drüber, dass ich es nicht geschafft habe mein Praxissemester im Ausland zu machen. Da erzählt mir Markus doch glatt, dass Kinkel nach Leuten sucht, die in NZ Diplomarbeit schreiben wollen. Ja wenn das wahr ist… WOW das wär’ einfach nur der Hammer.

Daraufhin bin ich am Montag durch die FH gestreift und hab nach Kinkel gesucht, der natürlich wie immer nicht auffindbar war. Erst am 31. Mai hab ich ihn in den Fingern *g* und dann erzählt der mir dass das sofort möglich ist, und überhaupt kein Problem darstelle. Die Aufregung steigt, sollte es tatsächlich Möglich sein, dass das ganze so einfach ist? Ja es ist, ich muss keine Bewerbung auf Englisch schreiben, keinen Lebenslauf ummodifizieren. Wenn Kinkel mich empfiehlt nimmt mich der Prof. aus Neuseeland ohne zu zögern.

Aber es wäre sinnvoll bis zum 26. Juni zu warten, weil dann Prof. Johnston sowieso nach Nürnberg käme und einen Vortrag halten würde. Außerdem wäre es wünschenswert, wenn ich einen Mitstreiter finden würde damit ich nicht alleine dorthin fliegen müsste. Ich hätte ja kein Problem damit alleine zu gehen, aber wenn das so erwünscht ist, könnte ich ja mal gucken. Dummerweise haben alle meine sympathischen Mitstudenten entweder schon eine Stelle für die Diplomarbeit oder kein Interesse daran ins Ausland zu gehen.

Doch wie das Schicksal so will, treffe ich in der Bib ein paar Studenten die vor mir angefangen haben zu studieren. Darunter Andi, der erzählt mir doch tatsächlich, dass er noch keine Diplomarbeit geschrieben hat. (sollte er eigentlich, bis zum 12. Semester muss man das eigentlich gemacht haben) Als ich ihm von NZ erzähl klingt er weit begeisterter als die Anderen. Ich erzähl ihm von Johnstons Vortrag… er will auch kommen, ich soll ihm bescheid geben. Und das tu ich dann auch *g*

In der Zwischenzeit hab ich mich mit Steffi unterhalten, sie war von Oktober bis März dort und total begeistert. Sie erzählt von guter Unterkunft, einem Büro mit Telefon und Internetanschluss, von Einkaufen mit dem Taxi und einem dreiwöchigem Urlaub auf der Südinsel. Die Begeisterung steigt.

Am nächsten Heimfahrwochenende (09.06.) lass ich Verbrecherfotos von mir machen und beantrage meinen Reisepass.

Gestern war dann der Vortrag. Per E-Mail und Aushang angekündigt kommen ganze vier Studenten und zwei Profs als Zuschauer. Kinkel stellt mich Prof. Johnston vor. Der freut sich über mein Interesse und gibt mir schon mal seine Visitenkarte. Im Vortrag, den ich streckenweise nicht verstehe weil er zu schnell spricht, erzählt er über die Projekte die er gerade so am laufen hat, alles hochinteressant. Ich kann mich gleich gar nicht entscheiden welches Thema mich am meisten anspricht. Nach dem Vortrag kann ich mich noch mit den Mädels unterhalten, die schon dort waren – geringe Lebenserhaltungskosten, Zahlung alles mit Kreditcard und am Geldautomaten kann man normal mit der EC-Karte abheben. die Begeisterung steigt weiter -. Johnston fragt mich, was ich mir so als Wohnung vorstelle. Und Andi, der vorher noch zögerlich war, meldet jetzt auch Interesse.

Heute hatten wir unser zweites Gespräch. Jim (“is it OK if I call you Anita? Call me Jim, I prefer my first name”) erzählt uns über die Universität, seine School of Chemistry and Physics, über die Stadt Wellington und das wir doch ja versuchen müssen, direkt nach Wellington zu fliegen. Wir können im September kommen, er müsse nur im Oktober noch mal nach Europa, würde uns aber Starthilfe geben. Jim erzählt auch über das Projekt, das sowohl Andi als auch mich am meisten angesprochen hat. Es bietet genug Möglichkeiten um auch zwei Diplomarbeiten darüber zu schreiben. Das klingt toll! 

Die Wohnung wird vermutlich eine Zweizimmerwohnung die Andi und ich uns teilen, mit gemeinsamen Bad und Küche. Und Jim wird sie zahlen. Sie wird in Laufnähe der Universität sein, nur dass wir immer den Berg hoch laufen müssen… Wellington ist an einem natürlichen Hafen gebaut, der in relativ steilem Gebirge (den Northern Alps *g*) liegt.

Jetzt müssen wir uns um den Flug kümmern, damit wir ein genaues Datum haben für unseren Start. Auch müssen wir gucken ob wir noch ein Visum brauchen, anscheinend haben sich die Bestimmungen geändert, und es ist nicht nötig. Ansonsten bräuchten wir ein Schreiben von Jim, worin er bestätigt, dass wir dort arbeiten werden. Aber das macht er selbstverständlich.

Ich freu mich so *g*

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