Tag: dies und das

#wmdedgt im Juli 2018

Ihr kennt es ja. Frau Brüllen möchte wissen, was wir den ganzen Tag machen und so gibt es wie immer am 5. einen Tagesablauf von mir. 

ohje. Donnerstag ohne Plan. das wird langweilig. Vor allem, weil die Wohnung aussieht wie nach einem Einbruch. (dafür brauchen wir keine Fremden, das schaffen wir ganz alleine)

Ich wache um 5 uhr irgendwas auf. Stelle fest, dass ich keinen Wecker gestellt habe, stelle dann kurz darauf fest, das E. das schon gemacht hat. Alles gut. Die Kinder sind wieder auf Kuschelkurs und ich völlig eingeklemmt. Um 6:20 schäle ich mich aus der Umklammerung und stehe auf. 

Da E. ein paar Tage in München war, quatschen wir uns erstmal wieder zusammen. Viel zu kurz, weil Frühlingskind muss in den Kindergarten, E. in die Arbeit. Ich fange mal an, die Küche in einen Zustand zu bringen, wo alles dreckige Geschirr in der Spülmaschine landet und diese an ist. 

Das Frühlingskind hat in den letzten Tagen wieder einen super Schlafrythmus entwickelt, wodurch es kaum weckbar ist in der Früh. Aber mit etwas überreden bekomme ich es auch wach. Das Herbstkind wird auch gleich mit wach und ist extrem kuschelbedürftig.

Während ich das Znüni fertig mache, klingelt es an der Tür. Mein Müdigkeitsfaktor ist hoch genug, dass ich öffne obwohl ich noch in Schlafkleidung rumlaufe (und die Wohnung besagten Zustand hat). Es ist die Ex-Nachbarin, die gerade Wohnungsübergabe hat, mit Kind, das ganz dringend aufs WC muss. Denen ist vermutlich mein Aussehen und der Zustand der Wohnung egal. Also rein mit ihnen und weiter Frühlingskind richtung Anziehen und Kindergarten bringen. 

Ich starte eine Wäsche und räume die gestern gewaschene auf. Während ich Sockenmemory spiele läuft der Roomba durchs Bad. 

Roomba fertig, Socken verräumt und die Wäsche ist dann auch fertig zum aufhängen. 

Während das Kind Papier stanzt versuche ich mein BuJo wieder auf einen aktuellen Stand zu bringen und auch eine Vorschau für das nächste Jahr einzubauen. Ich bin tatsächlich an dem Punkt angekommen, wo ich schon mehr als ein Jahr vorher weiss, dass ich irgendwas machen möchte und es besser finde, die Termine tatsächlich schon mal fix einzutragen. Zwischendrin muss ich dem Herbstkind auch noch die Freundebücher die das Frühlingskind noch bearbeiten darf vorlesen. 

Dann ist es auch schon fast wieder Zeit zum Mittagessen vorbereiten. Das heisst die Küche ist dran. Dort herrscht noch Nach-Back-Chaos, weil ich direkt nach dem Backen erstmal weggefahren war und nicht brav erst die Küche aufgeräumt habe. (Dinge, die ich mir immer wieder vornehme und dann doch nicht halte). Ich war also von Backen zu Geschenkli für die Kindergartenfeier holen zu Kinder holen zu Kindergartenfeier gegangen. Bis ich daheim war, hatte ich dann auch keine Lust mehr…. 

Das Frühlingskind kommt heim, will mein Essen (jetzt halte ich es schon schlicht und habe nur Maiskolben gekocht) nicht….. 

Nach dem Essen räume ich erstmal weiter auf. Fordere die Kinder auf mitzumachen. Nicht dass das viel hilft. Irgendwann ist der Tisch dann auch weit genug aufgeräumt, dass die Kinder dort basteln können. Nachdem das Herbstkind heute schon gestanzt hat, machen jetzt beide damit weiter. Voll hilfreich, weil die Stanzteile natürlich zum Chaos beitragen. Immerhin bekomme ich die Küche so weit sauber, dass ich dort auch den Roomba aussetzen kann. Die Spülmaschine startet dann auch in die zweite Runde.

Dann möchte das Herbstkind baden. Es hat gestern bei einem Angelspiel Badetinte geangelt. Das Frühlingskind möchte auch. Zwei Kinder in der grünen Badewanne. Ich nutze die Zeit die dank Lufttrockner getrocknete Wäsche wegzuräumen. Nur, dass die Wäsche doch noch nicht ganz trocken ist. also räume ich im Wohnzimmer weiter auf.

Nach Badeende, aufgeräumten Wohnzimmer und Flur, geputzem Klo und drei ausgefüllten Freundebüchern ist es auch schon Zeit zum Abendessen. 

Statt noch gemütlich einen Tee nach dem Essen zu trinken werde ich zum Konzert genötigt. Muss erst singen und dann Flöte spielen. Spontan fällt mir natürlich nichts ein, und wenn mir dann mal ein Lied einfällt werde ich recht schnell wieder unterbrochen. Die Kinder trommeln und spielen mit dem Schellenkranz. 

Aus dem Konzert entlassen mache ich mit dem BuJo weiter und trage die ganzen Schultermine ein. Stelle fest, dass ich nächstes Jahr am Ostermontag Geburtstag habe und die Frühlingsferien dank später Ostern glatt 2,5 Wochen sind. E. kommt nach Hause und ich quatsche noch ein bisschen mit ihr, bis ich in Richtung Physiotherapie gehe. 

Wieder zurück schläft das Herbstkind, das Frühlingskind ist noch wach. Ich gehe nochmal kurz raus zum Schritteziel erreichen. Natürlich fängt es an zu regnen und ich werde nass. Kurz bevor ich zu Hause bin ruft E. an, ob ich doch noch mit dem Frühlingskind raus gehe, weil es angefangen hat rumzuhampeln. Ich hole also das Frühlingskind ab, dass sich gut in Regenklamotte verpackt. Ich dagegen bin eh schon nass und mache mir die Mühe nicht, laufe also eine weitere Runde durch den Regen, diesmal mit Kind. 

Wieder zu Hause springe ich unter die Dusche und überlasse das Kind E. Es weigert sich weiterhin, ist aber eigentlich müde. Hallo Kind? Es ist 22:00 Uhr, wie wär’s mit Schlafen? Immerhin sind bald Ferien, da ist es dann eh egal. Aber so ein bisschen Abend hätten wir dann doch ganz gerne. Es schläft dann doch recht schnell ein

Und nun? Bloggen, Tee trinken und vermutlich quatschen, oder doch Netflix? 

 

Queer: es geht auch einfach

Manche Sachen, über die schreibt man einfach nicht, weil sie nicht wirklich einen ganzen Blogbeitrag liefern. Sondern eher so tweetlänge haben und dann vergesse ich das zu tun oder so. Aber es gab eben in letzter Zeit wieder Situationen wo ich mir dachte, ah das solltest du schreiben. Und dann vergesse ich das wieder. Und dann gibt es wieder die Situation, die mich daran erinnert, dass es doch sinnvoll ist darüber zu schreiben. Denn auch wenn meine Leser überwiegend zur queerlinken Bevölkerung gehören gilt das eben nicht für jede_n den/der ich begegne. 

So erzählte ich vorgestern, dass ich auf der Pride in Zürich war und musste dann erstmal erklären was das ist. Oha. 

Aber bei der derzeitigen politischen Lage möchte ich die kleinen positiven Dinge berichten, nicht, dass die Person der ich da erklären musste dass die Frage nach einer geschlechtsangleichenden OP indiskret ist. 

Also es geht auch einfach!

Zum Beispiel im Schwimmunterricht vom Frühlingskind. Das hat neben dem Schwimmunterricht der im Kindergarten stattfindet (wo es mit den anderen Jungs in die Umkleide darf und dort die Kabine nutzen darf) auch noch Schwimmunterricht der etwas mehr ist als das von der Schule angebotene. 

Der findet in einem normalen Hallenbad statt, wo es die individuellen Umkleiden gibt, die Duschen aber geschlechtsgetrennt sind. Immerhin gibt es in der Damendusche auch Kabinen – ich vermute bei den Männern auch, da war ich nur nie drin. Im jetzigen Unterricht gehen alle Kinder unabhängig vom Geschlecht mit den Schwimmlehrerinnen durch die Damendusche (weil alle noch so klein sind)

Situation: wir warten am Treffpunkt. Es gibt eine neue Lehrerin. Sie kennt die Kinder also noch nicht. Guckt das Frühlingskind an fragt “und du bist der?” (ok, man könnte natürlich das “der” weglassen -weil ja damit das Geschlecht impliziert ist). Das Frühlingskind antwortet mit dem neuen Namen. Lehrerin guckt irritiert auf die Liste. Ich erkläre, dass da vermutlich noch der alte Name drauf steht. Sie stutzt nicht einmal streicht den Namen durch, schreibt den neuen dazu. Fertig. OK in der Woche drauf hatte sie nochmal den alten Namen auf der Liste, meinte dann, dass sie das im Büro nochmal angibt. Aber gut. Sonst keine weiteren Fragen oder Irritationen. 

Im Unterricht wird ganz selbstverständlich der neue Name verwendet. Ende. 

 

Das andere Beispiel ist das “was sollen denn die Kinder denken?” 

Ich habe mich mit einer anderen Teilnehmerin vom Eltern-Kind-Turnen unterhalten. Ihr Kind ist in einer anderen Gruppe vom Kindergarten und fährt wohl ab und zu mit dem Frühlingskind Bus. 

Anfang des Schuljahres meinte das Kind wohl: “da ist ein Junge im Kindergarten, der [alter Name] heisst und ab und zu Mädchensachen trägt.”

Mutter meinte daraufhin wohl, “na wenn er diesen Namen hat, ist er wohl ein Mädchen” (ich vermute sie hat die weibliche Variante verwendet)

Kind: “nein, das ist ein Junge, das sieht man doch!”

Mutter: …

Jetzt hat sie mich eben darauf angesprochen, weil ihr Kind wieder mit dem Frühlingskind im Bus gefahren ist. Es hat ihr erzählt, dass das Frühlingskind jetzt anders heisst, ob das jetzt offiziell ist. Das konnte ich dann bestätigen. 

Das Kind hat es also einfach hingenommen. Es war halt einfach ein Junge mit Mädchennamen, der ab und zu Mädchensachen trägt. Und jetzt stimmt halt auch der Name. (und das Frühlingskind hat wieder ein Sommerkleid geordert 😉 – Kleidung hat kein Geschlecht)

#12von12 im Juni 2018

Gestern war der 12. Juni und ich habe wieder auf Instagram mitgemacht. Weil es am Ende dann wieder zu spät war, gibt es den Blogpost halt erst heute. Weitere 12von12 findet ihr auf dem Kännchenblog. Beschreibungen zu den Bildern beim draufklicken. 

 

#12von12 im Mai 2018

Es ist schon wieder der 12. also gibt es auf dem Kännchenblog wieder die Aktion 12von12 bei dem man den Tag in Bildern festhält und 12 davon auswählt (oder exakt 12 Bilder macht). Ich habe heute auch wieder auf Insta mitgemacht. Und jetzt gibt es den Blogbeitrag: Irgendwie ziemlich Essenslastig für meine Verhältnisse, aber immerhin gibt es diesmal kein Wäschebild.

 

Es wird queer oder so. Nicht dass es das nicht schon wäre

Seit ich auf twitter gesehen habe, dass es wohl einen Bedarf an Familienblogs mit queerem Bezug gibt, bin ich am rumüberlegen ob ich das machen will oder nicht. 

Ich habe mein Blog noch nie als Familienblog gesehen. Es ist meins, eher ein Tagebuch und ja, die Familie spielt eine Rolle. Die gehört schliesslich zu meinem Leben, aber ich gebe keine tollen Tipps wie andere das tun, oder lasse mich über Erziehungsmethoden oder die richtige Kinderernährung aus. Auch bin ich ungerne politisch, weil ich meistens das Gefühl habe nicht fundiert genug informiert zu sein um mehr als eine halbe Meinung abzugeben und weil ich immer denke, dass andere das eh viel besser können als ich. 

Wer weit genug zurück geht (das erinnert mich daran, dass ich noch alte Posts integrieren wollte, danke für den_die neue Leser_in, die dort hin geklickt hat) wird erkennen, was es an Queerness hier gibt und nachdem ich den Blog ja überwiegend für Freunde und Familie schreibe, wissen diese das ja auch. Es war auch nie Ziel eine tolle Reichweite zu haben oder so. Auch ist es so, dass unser Familienalltag sehr konservativ wirkt, weil wir eine Einzelernährerin-Situation haben. Welches Geschlecht E. hat, spielt für den Familienalltag, der hier in Blogaktionen wie 12von12 oder wmdedgt durchschimmert keine Rolle, da es unter der Woche ja meistens die Kinder und ich sind. Dadurch bin ich auch im Alltag meistens die klassische Ansprechperson für Kindergarten, KiTa etc und fällt auch da die Familiensituation nicht sofort auf.

Auch hatte ich oft das Gefühl, dass es ja nicht meine Geschichte ist, um die es hier geht und E. möchte davon auch gar nicht so viel erzählt haben. 

Aber mein Leben wäre wohl ziemlich langweilig, wenn es da nicht noch einen weiteren Aspekt gibt, der mich jetzt doch ein bisschen dazu bringt, vielleicht doch das Thema hier etwas ausführlicher aufzunehmen, denn jetzt hat sich die Anzahl der queeren Personen in meinem Haushalt verdoppelt und vielleicht ist es eben doch sinnvoll darüber zu berichten.  

Bisher habe ich die Geschlechter meiner Kinder hier auf dem Blog auch nie thematisiert. Ja die Stoffwahl und die Schnittmusterwahl kann natürlich einen Eindruck bieten und auch die üblichen Leser (also Familie und Freunde) wissen um das zugewiesene Geschlecht meiner Kinder. 

Nun kam es letztes Jahr zu folgendem Dialog:

Frühlingskind: “Die anderen sagen, ich bin ein Mädchen”

Ich denke mir, dass das eine interessante Formulierung ist: “Aha und was sagst du selbst?”

Frühlingskind: “ich bin ein Junge”

OK. Gut zu wissen. Ich habe das dann auch erstmal stehen gelassen. Die OP von E. wurde thematisiert. Penisse und Vulvinas waren grosses Thema. Aussagen wie: “wenn wir sterben, werden wir Dinosarier und Drachen und dann werde ich mit Penis wieder geboren” kamen mit “wenn ich gross bin wie Anita, bekomme ich ein Baby in den Bauch” und “wenn ich gross wie E. bin bekomme ich einen Penis” im Wechsel. 

Vor ein paar Wochen wieder die Aussage: “die anderen sagen so” und nochmals die Bestätigung “ich bin ein Junge”

E. hat dann gefragt ob es denn einen anderen Namen haben möchte. Ja möchte es. Das Vornamenbuch wurde zu Rate gezogen, der ursprünglich für einen Jungen gewählte Name, den wir gar nicht mehr weiter diskutiert hatten, wurde erzählt. Das Kind hat dann wohl (ich war nicht dabei) auf einen Namen getippt, wollte wissen was das heisst, hat alle weiteren Vorschläge nicht mehr wissen wollen und noch am selben Tag gelernt diesen Namen zu schreiben. Die Einladungen zum Geburtstag wurden auch direkt mit dem Namen unterschrieben im Kindergarten für Verwirrung gesorgt, so dass ich nächste Woche wohl mit der Erzieherin sprechen werde, wie wir das handhaben wollen. Und vielleicht wollen das ja auch andere wissen, wie wir das handhaben und deswegen werde ich vielleicht doch darüber bloggen,. Wenn du das liest, habe ich mich offensichtlich dafür entschieden auf “publish” zu klicken. 

 

Ja mein Leben ist queer. Ich bin Anita, ich bin mit einer Transfrau verheiratet und habe offensichtlich ein Transkind dazu bekommen.  

#wmdedgt im Mai 2018

4:40 Uhr: Ich liege wach im Bett, eingeklemmt zwischen dem Herbstkind und E. die von der anderen Seite vom Frühlingskind festgetackert ist. Kaum Bewegungsfreiheit. Irgendwelche komischen Gedanken wechseln sich mit Blogbeiträgen, die ich noch schreiben möchte (und es dann doch nicht tue) ab. Weil ich dank Vogelgezwitscher und obengenannter Gedanken irgendwie gar nicht mehr schlafen kann lese ich bis ca. 5:45. Dann schaff ich es doch noch einzuschlafen

7:55 Uhr Ich wache nochmal eingeklemmt zwischen Herbstkind und E. auf. Jetzt stehe ich einfach auf, mache den üblichen Kleinkram am Morgen und frühstücke. Natürlich nicht ungestört, denn mein fehlender Körper weckt das Herbstkind. Immerhin ist dieses recht deutlich, dass es ganz genau das gleiche frühstücken will wie ich es hatte, nur dass es dann die fröhlich selbst ins Müsli geworfenen Mandeln auch wieder rausfischt. E. und das Frühlingskind kommen auch dazu und ich mache eine Einkaufsliste. Das Frühlingskind ist aufgeregt. Zum Geburtstag morgen bekommt es ein Fahrrad und darf das heute mit E. abholen fahren. Das Anziehen ist heute kein Drama. E. muss sich beeilen, das Herbstkind meckert, weil es auch mit will, es aber nicht darf, weil es ja eine Frühlingskindaktion ist. 

9:45 Uhr: Das Frühlingskind und E. ziehen Richtung Stadt los und ich mache das Herbstkind auch fertig zum Einkaufen. Es möchte unbedingt ein Buch mitnehmen, das es dann aus dem Erdgeschoss in den Keller wirft. Danke Kind, bei uns überlebt echt kein Spielzeug oder Buch die Kinderzeit. Im ersten Laden stellt es dann immerhin die Einkäufe aufs Band. Möchte unbedingt den Zopf essen, oder doch die Müsliriegel. Die Müsliriegel werden dann für nicht gut befunden und der Zopf wird angeknabbert.

11:15 Uhr: Der Einkauf ist erledigt und ich räume ihn ein. Das Herbstkind guckt Mausapp. Ich hänge die Wäsche ab. 

11:45 Uhr: Ich bekomme Bilder vom Frühlingskind mit neuem Helm und dann auch mit neuem Fahrrad. Ich esse ein bisschen was, gucke in bisschen ins Internet. 

13:00 Uhr: Das Frühlingskind und E. sind mit neuem Fahrrad und Monsterhelm zu Hause. Ich fange schonmal an hier ein bisschen zu schreiben. 

14:00 Uhr: Die Kinder haben etwas gegessen, ich etwas geschrieben. Ich fange an einen Stapel T-Shirts, die ich gestern Abend noch vorbereitet habe, zu säumen. 

14:30 Uhr: Das Frühlingskind möchte noch mal Fahrrad fahren. E. geht mit. Das Herbstkind fragt was das für ein T-Shirt ist und möchte dann auch gerne eines mit Baggern. Aha. 

14:45 Uhr: Das Herbstkind möchte jetzt auch Fahrrad fahren. Es zieht erstmal ohne mich los um bei den Nachbarn zu klopfen. Das Nachbarskind ist aber schon weg. Das Herbstkind nötigt mich, mit ihm noch mal nachzufragen. Ich nutze die Möglichkeit mit der Nachbarin über die Feier morgen zu sprechen, weil ich noch gar nicht weiss, ob ihr Kind kommen möchte. Das Frühlingskind hatte mir zwar gesagt, dass es nicht kommen würde, aber ich war mir nicht sicher. 

15:20 Uhr: Nachbarskind und Herbstkind sind im Garten, ich fange mal an Rasen zu mähen. E. und Frühlingskind kommen zurück. Mir wird das Rasen Mähen abgenommen und ich kehre zu meinen Shirts zurück. Jetzt spielen die Kinder gemeinsam im Garten. 

16:45 Uhr: mit den üblichen Unterbrechungen (geplatzer Gartenschlauch, Kinderstreit, Internet) bin ich dann auch mal mit den T-Shirts fertig. Ich mache Bilder im Sonnenlicht, damit die Regenbogen auch tatsächlich Farbe haben, räume den Müll raus, tröste das Herbstkind, bestemple die T-Shirts mit Grösse und Erkennungskatze und lasse sie vom Herbstkind in den Schrank räumen. 

17:00 Uhr: Ich räume ein bisschen im Garten rum. E. fängt an zu kochen, das Herbstkind zertrümmert ein Glas und muss kurz getröstet werden. Ich räum die Nähmaschine weg und E. fängt an zu kochen

17:55 Uhr: die Kinder sind alle wieder hier. Das Essen braucht noch ein bisschen, ich lenke mich ab und hab hunger, das Frühlingskind offensichtlich auch, es piepst recht dramatisch rum. 

18:20 Uhr: Yay Essen

18:45 Uhr: Die Nachbarskinder locken unsere nochmals raus. Das grössere Kind möchte das Herbstkind schminken. Ich habe dann ein graues und ein sehr buntes Kind, das mir dann beim Kuchen backen hilft. Das grössere Nachbarskind bietet mir an morgen bei der Geburtstagsfeier zu helfen. Ich sage zu und bin einfach mal gespannt wie viel “Hilfe” das sein wird. (Es ist 7)

19:30 Uhr: Die Nachbarskinder werden wieder eingesammelt, ich bestätige die Hilfe vom grossen Kind und die Zusage für die Feier vom kleinen. Dann wollen unsere Kinder uns schminken. E. lehnt ab und auf meinem Gesicht wird der Streit zwischen “Ein Tiger hat gelb zu sein” und “mir doch egal welche Farbe der Tiger hat, ich möchte Blau und Weiss malen” ausgetragen bis ich wie ein Drache oder eine grüne Hexe aussehe. Die nächste halbe Stunde verbringe ich damit, mich und die Kinder und das T-Shirt vom Herbstmädchen wieder zu den Originalfarben zurück zu bringen.

20:00 Uhr: E. möchte die Kinder genau zu dem Zeitpunkt ins Bett bringen an dem der Kuchen fertig sein sollte. Ich warte also noch auf den Kuchen und lege mich dann zur Einschlafbegleitung hin. Das Herbstkind ist ziemlich schnell im Land der Träume. Das Frühlingskind hampelt noch rum. 

20:30 Uhr: ich schreib noch ein bisschen hier und gehe dann spazieren. 

21.30 Uhr: nach einem Spaziergang mit ziemlich heftigen Wind komme ich nach Hause um ein paar Smarties vom Kuchen zu naschen, Luftballons aufzublasen, noch ein Geschenk einzupacken, die Wäsche aufhängen

22:50 Uhr: noch “schnell” die Fotos für den Beitrag hier zusammensuchen und fertig bloggen. 

23:30 Uhr: “publish” klicken. Bei Frau Brüllen mich in die Linkliste eintragen. Zurücklehnen und dann bald ins Bett gehen.  

 

 

Montagsherz – Sihlsee Edition

Am Samstag haben wir mit dem Fotoverein das Jahr gestartet. Wir treffen uns jährlich 3x zum gemeinsamen Fotografieren und machen jeweils noch einen Abend mit Bildbesprechung dazu. Als Abschluss des Jahres gibt es dann eine kleine Werkschau. Unser erster Ausflug dieses Jahr führte bei grandiosem Wetter nach Einsiedeln zur Staumauer vom Sihlsee.

 

Eines der Mitglieder hatte Connections und wir damit eine Führung die uns in das Fundament des Dammes führte. 

Nach gemütlichen Essen in einer Besenbeiz, bzw. bei einer Besenbeiz, die für uns extra nochmals geöffnet hat um uns Raclette und Fleisch von der Feuerschale mit Seeblick zu präsentieren. 

Anschliessend machten wir noch einen Spaziergang durchs Moor. 

Während der Führung und auch auf dem Spaziergang kam das Thema GPS auf, was mich daran erinnerte, dass ich ja mal gucken könnte ob da ein günstig gelegener Cache vorhanden ist. Es wurde mir tatsächlich einer angezeigt. Am Nullpunkt fand ich zwar keinen Cache – auch weil ich mir nicht wirklich die Zeit genommen habe zu suchen, schliesslich sind die anderen ja weiter gelaufen – aber ich fand (neben weiteren in der Beiz) noch ein Montagsherz, das hiermit zu Frau Waldspecht darf. 

 

 

 

#WMDEDGT im April 2018

Es ist April, der 5. Und Frau Brüllen will wie jeden 5. seit 5 Jahren wissen, wie unser Alltag so aussieht. 

Leider ist es Donnerstag. Donnerstag ist bei mir meistens der langweiligste Tag der Woche. Vor allem dann, wenn ich gar nichts geplant habe und das ist heute der Fall. 

In der früh wache ich aus seltsamen Träumen, die Kleider und Rasierpinsel beinhalten, auf. Es dauert ziemlich lange bis ich in der Realität ankomme. Erstmal Tee und Frühstück. Spülmaschine starten und so. 

Dann wecke ich das Frühlingskind, das gar nicht geweckt werden muss, es ist schon wach und spielt mit der Katze. Ich bringe ihm Milch und setze mich nochmal kurz hin und lese. Dann muss es tatsächlich aufstehen, will aber nur Frühstück von E. die heute erst am Nachmittag arbeiten muss. E. und das Herbstkind werden auch wach und Herbstkind bekommt auch Milch. Dann gibts noch Frühstück für die Kinder und den täglichen Kampf ums Anziehen. Irgendwie schafft es das Kind aber auch rechtzeitig aus der Tür raus. 

Ich kümmere mich erstmal um meine Neverending Story: “Wäsche”. E. schwingt sich auf ihr Rad, das noch mit Rollentrainer im Wohnzimmer steht. Damit ist auch das Herbstkind beschäftigt, denn es guckt immer voller Begeisterung auf die Trainingsapp. Ich nutze das abgelenkte Kind um noch schnell die Ärmel und das Halsbündchen vom T-Shirt für’s Frühlingskind zuzuschneiden. Der Vormittag verläuft mit Haushaltskram und zwischendrin kurz nähen, Herbstkind mit Essen versorgen und weiter Haushaltskram noch eine Naht, Herbstkind geht mit E. duschen, ich häng Wäsche auf, trockne zwischendrin das Kind ab. Dann ist es auch schon Zeit zu kochen. Das Frühlingskind hat sich heute etwas aufwändigeres gewünscht und so verbringe ich statt der üblichen 10-20 min diesmal gleich ne Dreivierteltunde in der Küche. Immerhin ist es etwas, was sich gut aufwärmen lässt und ich hab damit etwas zu essen für morgen. 

Nach dem Essen mache ich kurz einen tbt (ThrowBackThursday)-Post auf Instagram. Eines der Pferde vom Haras de la Nied, das ich super gerne geritten bin, ist gestorben. Er war 21 und der erste Ritt ist 15 Jahre her. Und das Bild noch analog. 

Ich bekomme einen ganzen Schwung likes,  nicht auf dieses Bild, sondern auf alte Bilder von einem neuen Follower. Der ist irgendwie seltsam, irgend ein US-General? Der schickt auch gleich noch eine private Nachricht. Why? Es ist auch nur ein schlichtes “Hi” Nicht, dass ich darauf reagiere. Und sein Profil ist dann privat. Ich sollte wohl mehr LGBTQ-Content machen, vielleicht werde ich ihn dann wieder los. Und auch bei Twitter folgt mir irgendein Bibelfreak. Hm. Suche Models für LGBTQ-Fotoshoots?! 

Die Kinder spielen ein bisschen miteinander und ich mache das T-Shirt fertig. Das Frühlingskind möchte das Shirt  dann auch gleich dem besten Freund zeigen und beide Kinder ziehen also los zu den Nachbarn. Ich bleibe noch ein bisschen sitzen, trinke Tee und lese. Mein eigentlicher Plan hatte vorgesehen, dass ich das schöne Wetter nutze um auf der Terasse aufzuräumen. Nur das das schöne Wetter doch nicht wirklich da ist. Der Wind ist eher von der Sorte bähkalteisigdawillichnichtraus. Die Kinder merken das auch, sie hatten jeweils nur T-Shirt/Unterhemd und kurze Hosen an. Sie kommen also recht schnell zurück um sich dann doch etwas wärmer anzuziehen.

 

Das Herbstkind kommt heulend zurück, “der [Nachbarsjunge] hat gesagt sie wollen alleine sein”. Ich räume dann doch ein bisschen zusammen mit dem Kind auf der Terrasse auf, bis es anfängt zu regnen. Das Herbstkind ist quengelig und wir kuscheln ein bisschen auf dem Sofa. Irgendwann steht es auf und meldet aus dem Kinderzimmer, dass es “das da” spielen will. “das da” ist die Playmobilkiste. Da im Kinderzimmer irgendwie ziemliches Chaos herrscht und das Chaos im Wohnzimmer eingrenzbar ist, stelle ich das Playmobil ins Wohnzimmer und räume dort noch kurz auf. Anschliessend baue ich das Krankenhaus so weit auf, dass es bespielbar ist, und sobald das Herbstkind spielt setze ich mich aufs Sofa und lese noch ein bisschen. 

Gegen 17:30 kommt das Frühlingskind zurück. Beim Ausziehen bemerkt es eine Spinne im Gang. Ich habe mit Spinnen eigentlich die Abmachung “tust du mir nichts, tue ich dir auch nichts” und lasse sie meistens einfach da wo sie sind. Das Frühlingskind besteht aber darauf, dass die Spinne raus muss. Ich hole also Glas und Karte um das zum glück nicht allzugrosse Spinnentier einzufangen. Mir wird aber beides vom Herbstkind abgenommen, das sehr professionell das Glas über die Spinne stülpt und die Karte drunter schiebt. Es trägt Glas mit Spinne zur Terassentür. Dort scheitert es, denn Tür aufmachen geht nicht mit Glas in der Hand. Die Spinne entkommt also, wird aber sogleich vom Herbstkind wieder eingefangen. Ich mache die Terassentür auf und die Spinne darf in die freie Natur entfliehen. 

Dann bekommen die Kinder hunger, ich räume die Nähmaschine weg und sorge für Abendessen. 

Anschliessend spielen die Kinder noch ein bisschen mit dem Playmobil und ich mache nichts vernünftiges (lesen, surfen, Tisch abräumen, Spülmaschine starten) doch ich nutze noch die Situation, dass meine Kinder tatsächlich mal Kleider anhaben und mache ein paar Fotos, nachdem die Kinder von Playmobil auf Filzstifte gewechselt haben. Leider malen sie nicht nur auf Papier und ich wische dann mal Boden, wobei mir da das Herbstkind wieder hilft. 

Das Herbstkind ist sehr eindeutig müde. Ich bringe es weinend noch aufs WC und dann putze ich ihm noch im Halbschlaf die Zähne. Keine zwei Minuten später ist es eingeschlafen. Das Frühlingskind bekommt auch noch die Zähne geputzt eine Geschichte vorgelesen und schläft auch recht schnell ein. 

Und dann schreibe ich hier, möchte nicht an das Playmobilchaos im Wohnzimmer denken. Aber viel wird hier nicht mehr passieren. Mal gucken was die anderen so erlebt haben heute. 

Magiccon Teil 3 – sänk ju for trävelling wis Deutsche Bahn

Ich hatte mir eine Verbindung rausgesucht. 17:30 vom Maritim weg, Ankunft zu Hause ca. Mitternacht. Als ich noch auf der Con kurz nachsehe (schliesslich hatte ich dort Internet, nicht wirklich gut und dämlicherweise nicht im Zimmer ausser ab und zu in der Dusche) hätte ich eigentlich direkt drauf kommen können, dass ich Probleme bekommen könnte und vielleicht eine frühere Tram hätte nehmen sollen. Nicht, dass das irgendwas genutzt hätte. 

Gegen 17:15 verlasse ich während der Chor seine Darbietung macht mit vielen Umarmungen die Closing Ceremony. Gehe noch kurz aufs WC und hole meine Tasche. Ab zur U-Bahn/Stadtbahn/Tram, wie auch immer man das dort nennt. Ich habe genügend Zeit.

In der Tram dann die Durchsage: “Wegen Bauarbeiten in St. Augustin(?) verkehrt diese Bahn nur bis [Haltestelle], wir bitten Sie von dort aus den Schienenersatzverkehr nach Siegburg zu nutzen” Na Juhu, Ich habe 6 Minuten Umsteigezeit auf den ICE.

Im Bus vom SEV streitet eine Person mit Fahrrad mit einer anderen Person mit Kinderwagen um einen Platz. Der Bus steht. Ich sehe die Zeiger der Uhr wandern. Ankunftszeit 18:15, Abfahrtzeit ICE 18:09. Ich hoffe auf Verspätung des ICE. Ich komme am Bahnsteig an und stelle fest, ich hatte Recht, der ICE hat Verspätung. 20 min. Die nächste Durchsage: “Bitte beachten Sie, die Änderung der Wagenreihung dieses Zuges”  Die Reisenden nach Frankfurt werden gebeten den ICE zu nehmen, der eigentlich nach “meinem” ICE hätte fahren sollen und dann kommt der Hinweis, dass “mein” ICE dann auch nur mit einem Zugteil fährt. Noch mehr Juhu. 

Der Zug hat dann 40 min Verspätung. Während wir da so rumwarten werde ich sogar noch um eine Zigarette angeschnorrt. Liegt wohl am Outfit, es ist eine Weile her, dass ich um Zigaretten angeschnorrt wurde. Nicht, dass ich welche hätte, aber Tattoos und Lederjacke geben wohl die Impression. 

Der ICE kommt mit 44 min Verspätung. Die Wagenreihung ist wie geplant, ich stehe also falsch, aber der Wagen in dem ich eine Reservierung habe, ist dabei. Ich kämpfe mich zu meinem Platz durch, keine Ahnung warum ich da diesmal so drauf bestehe, aber ich bin dann doch froh wenn ich sitze, wenn auch mit schlechtem Gewissen. 

In Stuttgart hat der Zug dann noch immer 40 min Verspätung. Mein Anschlusszug für den ich 20 min Zeit gehabt hätte, ist natürlich längst über alle äh in Richtung meiner Berge davon. Und entgegen meiner Hoffnung gibt es keinen IC mehr, der von Stuttgart nach Zürich fahren möchte. Ich suche also die DB-Reisezentrale auf und bekomme dort die Info, dass ich dann wohl über Basel fahren muss, dafür brauche ich ein anderes Ticket, weil meine ursprüngliche Verbindung über Singen geplant war. Ich darf dann mit dem nächsten (verspäteten) Zug nach Karlsruhe fahren und dort hoffentlich auf einen pünktlichen ICE umsteigen. Die Fahrt nach Karlsruhe ist ok. Der Zug hat 9 min Verspätung, Umsteigezeit 7 min. Aber “Reisende Richtung Basel können den Verspäteten ICE um 22:11 nehmen”. Am Gleis stehen dann 3 ICEs nach Basel angeschrieben. Einer mit 25 min, einer mit 70 min und einer mit 80 min Verspätung. 

Tatsächliche Abfahrt ist dann 22:25 oder so, weil es tatsächlich der ist, der um 22:00 hätte abfahren sollen. Das einzig Gute an den Wechsel auf den ICE statt IC war, dass ich im ICE Internet habe. Und weil der Zug ein später war, habe ich dann auch ohne Reservierung einen Sitzplatz. Das Internet hilf bei der Kommunikation mit E. Denn mit meiner Verbindung würde ich erst um 1:24 in Zürich ankommen. Das letzte Mal, dass ich um 2:00 Uhr in Zürich einen Zug nach Hause nehmen wollte endete in einer sehr teuren Taxifahrt auf die ich gerne verzichte. E. aktiviert eine Freundin in Bahnhofsnähe die tatsächlich ein “No problem I’ve got a spare room with a bed” liefert. In Basel wartete der Zug nach Zürich auf den ICE. In Zürich nehm ich ein Taxi zur Freundin und dort falle ich um 2:00 ins Bett. 

Nachdem aber Montag ist, und E. inzwischen zumindest 50% wieder arbeitet kommt um 6:30 die Frage ob ich denn schon unterwegs sei. Äh, nein, ich stehe aber auf, ziehe mich an und mache mich auf den Weg nach Hause. Dort bin ich um 8:00 uhr und mache damit dann gleich den Schichtwechsel während E. in die Arbeit fährt, kümmere ich mich direkt mal ums Znüni vom Frühlingskind. Das Herbstkind und auch später das Frühlingskind darf an diesem Tag ziemlich viel YT gucken, während ich mich erst mal von Runen befreie und Tee trinke und Bilder auf den Computer lade und anfange zu bloggen und so. 

 

Ich habe also quasi alles (bis auf die WCs – die waren intakt und verhältnismässig sauber)  aus dem Wise Guys Song mitgemacht.

MagicCon Teil 2 – Newbie

Hier folgt nun also der Bericht über die Con selbst. Ich hoffe diesmal verständlicher als der von vorgestern. 

Anfahrt

Da ich sowas wie Familie habe und ich bei der Planung noch nicht wirklich wusste, wie es E. gehen würde, habe ich knapp geplant. Also nur 2 Übernachtungen und damit am Freitag Anfahrt und Abfahrt am Sonntag. So dass ich jeweils am Anfang und Ende ein bisschen abknipsen musste. So ging es am Freitag um 6:11 aufs Rad zum Bahnhof und während es in der Schweiz selbstverständlich alles pünktlich und ordentlich ablief war der Wechsel auf Die Bahn direkt mit einem Gleiswechsel verbunden. Aber gut. In Frankfurt hatte mein ICE 19 min Verspätung wodurch ich den Anschlusszug verpasst habe. Er stand zwar noch angeschrieben, aber bis ich am Gleis war, war der Zug weg. Die empfohlene Verbindung war dann 45 min später, also nutzte ich die Zeit was zu essen (um dann die Hälfte einem Bettler anzubieten, der das dann auch genommen hat..). Der Rest verlief gut und ich kam also gegen 14:00 an. Erstmal einchecken und entgegen der Ansage, dass man erst ab 15:00 ins Zimmer käme durfte ich dort direkt hin. Also erstmal Tasche loswerden und losziehen. 

 

Der erste Tag

Da ich im ersten Stock war, suchte ich mir eine Treppe und landete direkt (ohne Kontrolle) im Congeschehen. Das hätte wohl eigentlich nicht sein dürfen, hat sich aber auch über das Wochenende nicht geändert. Ich bin also durch und guckte erstmal wo ich überhaupt mein Bändel bekommen sollte. Dabei fand ich dann auch erstmal “das Forum” das gerade am Luftschnappen war (und ordentlich überrascht) und mich dann auch an die richtige Stelle lotsen konnte und waberte also mit ihnen erstmal durch die Räumlichkeiten. Ich war müde und dann auch bald hungrig und so war es erstmal mehr mit Forum abhängen und gucken, gucken, gucken als viel anderes. Die Gruppenshootings, für die ich rechtzeitig gewesen wäre, fanden nicht statt. Um 17:00 ging es dann erstmal ans Buffet mehr Forum und dann schon mal Richtung Hauptsaal um noch das Ende vom Graham McTavishs Panel zu sehen und dann die Opening Ceremony. Der Piratenkram war ein bisschen nervig – könnte daran liegen, dass ich nach dem 3. Teil der Pirates auch schon irgendwie genug davon hatte, der Rest ziemlich lustig, ich bin im Moment aber auch ziemlich leicht zu erheitern. 

 

Das anschliessende Konzert war nicht wirklich der Brüller, aber könnte auch an dem für mich nicht so spannenden Piratenthema liegen. (nicht, dass irgendwer vom Forum noch geblieben wäre) und so sammelte sich eben jenes draussen in Hörweite der Party und tat das was das Forum so tut. Und während die Musik von der Party nicht wirklich schlecht war, war sie nicht gut genug mich aus meiner Müdigkeit zu holen, der ich dann gegen halb 12 Nachgegeben habe. 

 

Der Samstag

Ich wurde um 5:00 uhr von Alpträumen geweckt. Grossartig! Nicht! Vor allem weil ich dann auch nicht mehr weiter schlafen konnte. Um kurz vor 6:00 bin ich dann halt aufgestanden und habe mich in Schwimmklamotte geworfen und den Pool aufgesucht und bin dann halt mal eine Stunde geschwommen. Nachdem der Rest auch erst gegen 8:00 oder gar 8:30 Frühstücken wollte habe ich schon mal angefangen ein paar Runen anzubringen. Dann Frühstück, das bitter nötig war (vor allem der Tee) und dann mehr Runen und Rest anziehen. Dann habe ich weiterhin etwas Atmosphäre genossen und wurde von Aki zum Helfen eingespannt. Denn der hatte sein grossartiges Totoro-Cosplay dabei. Das anzuziehen war erstmal ein ziemlicher Akt und dann sind wir einmal über das Gelände gelaufen und wurden mit sehr grossem Hallo überall begrüsst. Und dann stand ich also da, lotste ein grosses Wesen die Treppen rauf und von hier nach da und in den Lift und wieder in die Tiefgarage und machte (während ich zwei Profikameras über die Schultern hatte) mit lauter fremden Handys Bilder. 

Nachdem wir Aki wieder aus seinem Kostüm befreit hatten gab es weiteres Forumsabhängen und ich hielt mich viel an Akis Stand auf wobei ich mehr assistierte als fotografierte. Irgendwie bin ich da nicht wirklich in den Flow gekommen. Eher so in alte Schemas verfallen – nicht trauen zu fragen, bloss keine Forderungen stellen etc. Dabei weiss ich doch eigentlich, dass die meisten da ja eher begeistert mitmachen als sich zu weigern. Tja, allein deswegen sollte ich wohl nochmal gehen ;). Und nebenbei verpasste ich alles was ich mir so halb angedacht hatte an Workshops oä zu besuchen, aber egal. Forum halt. Dafür hätte ich mich fortbewegen müssen

Nach wieder einem frühen Abendessen gucke ich mir noch einen Teil des Ian Somerhalder Panels an. Anschliessend das Comedy-Panel bei dem die Schauspieler zum Teil selbst vor Lachen nicht mehr stehen können. (Eischönschen!)

Zum Costume Contest war das Forum wieder fast vollzählig anwesend. Ich war erstaunt, wie wenig die Jury Fragen gestellt hat (ausser einem) anscheinend hatten sie sich die Sachen schon vorher ansehen können. 

Der Rest des Abends war wieder Party und quatschen und gegen 1 bin ich dann wieder ins Bettchen gefallen. Einen Teil der Runen habe ich einfach drauf gelassen. 

 

Der Sonntag 

Dank Zeitumstellung war es dann doch schon 7:30 als ich wach wurde. Heute also kein Schwimmen. Beim Frühstücken lasse ich mir noch eine Rune entfernen, was neugierige Fragen zur Folge hatte. Irgendwie brauchte ich lange zum Frühstücken, lange um mich anzuziehen und alles Zeug wieder in die Taschen zu packen. Und statt zum “how to Cosplay-Fotografie” Workshop  zu gehen fotografiere ich tatsächlich ein bisschen mehr. Wobei ich irgendwie auch nur das Disney Gruppenfoto mitmache. Aber Solan kam auf die Idee, dass man ja auch einfach jeweils wenn Aki fotografiert sich an die Seite stellen könnte und eine andere Perspektive einnehmen könnte. Ich hab das dann auch einfach umgesetzt und sowohl die Leute von der Seite fotografiert als auch die, die gegenüber standen und warteten oder die Models animierten. 

Nach einem Hinweis in der WA-Gruppe habe ich mir einen Teil vom Tom Ellis-Panel angesehen. hätte ich das mal früher gemacht. Ich kenne Lucifer nicht, aber der Typ hat mir gefallen. Immerhin gibt es noch Chancen, dass ich die Panels im Nachhinein noch sehen kann. Später guckte ich noch einen Teil von den Hobbits an um dann leider leider während der Closing mich von Team Schnöffelwölf wieder verabschieden musste. Hach Insider und so. 

Die Rückfahrt bekommt einen eigenen Post, das ist eine Geschichte für sich. 

 

Fazit: wie immer bin ich late to the party. ich denke das war nicht meine letzte Con. Und wer weiss, auf was für Cosplay -Ideen ich noch komme. 

 

 

 

 

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