Tag: Familie

#wmdedgt im Juli 2018

Ihr kennt es ja. Frau Brüllen möchte wissen, was wir den ganzen Tag machen und so gibt es wie immer am 5. einen Tagesablauf von mir. 

ohje. Donnerstag ohne Plan. das wird langweilig. Vor allem, weil die Wohnung aussieht wie nach einem Einbruch. (dafür brauchen wir keine Fremden, das schaffen wir ganz alleine)

Ich wache um 5 uhr irgendwas auf. Stelle fest, dass ich keinen Wecker gestellt habe, stelle dann kurz darauf fest, das E. das schon gemacht hat. Alles gut. Die Kinder sind wieder auf Kuschelkurs und ich völlig eingeklemmt. Um 6:20 schäle ich mich aus der Umklammerung und stehe auf. 

Da E. ein paar Tage in München war, quatschen wir uns erstmal wieder zusammen. Viel zu kurz, weil Frühlingskind muss in den Kindergarten, E. in die Arbeit. Ich fange mal an, die Küche in einen Zustand zu bringen, wo alles dreckige Geschirr in der Spülmaschine landet und diese an ist. 

Das Frühlingskind hat in den letzten Tagen wieder einen super Schlafrythmus entwickelt, wodurch es kaum weckbar ist in der Früh. Aber mit etwas überreden bekomme ich es auch wach. Das Herbstkind wird auch gleich mit wach und ist extrem kuschelbedürftig.

Während ich das Znüni fertig mache, klingelt es an der Tür. Mein Müdigkeitsfaktor ist hoch genug, dass ich öffne obwohl ich noch in Schlafkleidung rumlaufe (und die Wohnung besagten Zustand hat). Es ist die Ex-Nachbarin, die gerade Wohnungsübergabe hat, mit Kind, das ganz dringend aufs WC muss. Denen ist vermutlich mein Aussehen und der Zustand der Wohnung egal. Also rein mit ihnen und weiter Frühlingskind richtung Anziehen und Kindergarten bringen. 

Ich starte eine Wäsche und räume die gestern gewaschene auf. Während ich Sockenmemory spiele läuft der Roomba durchs Bad. 

Roomba fertig, Socken verräumt und die Wäsche ist dann auch fertig zum aufhängen. 

Während das Kind Papier stanzt versuche ich mein BuJo wieder auf einen aktuellen Stand zu bringen und auch eine Vorschau für das nächste Jahr einzubauen. Ich bin tatsächlich an dem Punkt angekommen, wo ich schon mehr als ein Jahr vorher weiss, dass ich irgendwas machen möchte und es besser finde, die Termine tatsächlich schon mal fix einzutragen. Zwischendrin muss ich dem Herbstkind auch noch die Freundebücher die das Frühlingskind noch bearbeiten darf vorlesen. 

Dann ist es auch schon fast wieder Zeit zum Mittagessen vorbereiten. Das heisst die Küche ist dran. Dort herrscht noch Nach-Back-Chaos, weil ich direkt nach dem Backen erstmal weggefahren war und nicht brav erst die Küche aufgeräumt habe. (Dinge, die ich mir immer wieder vornehme und dann doch nicht halte). Ich war also von Backen zu Geschenkli für die Kindergartenfeier holen zu Kinder holen zu Kindergartenfeier gegangen. Bis ich daheim war, hatte ich dann auch keine Lust mehr…. 

Das Frühlingskind kommt heim, will mein Essen (jetzt halte ich es schon schlicht und habe nur Maiskolben gekocht) nicht….. 

Nach dem Essen räume ich erstmal weiter auf. Fordere die Kinder auf mitzumachen. Nicht dass das viel hilft. Irgendwann ist der Tisch dann auch weit genug aufgeräumt, dass die Kinder dort basteln können. Nachdem das Herbstkind heute schon gestanzt hat, machen jetzt beide damit weiter. Voll hilfreich, weil die Stanzteile natürlich zum Chaos beitragen. Immerhin bekomme ich die Küche so weit sauber, dass ich dort auch den Roomba aussetzen kann. Die Spülmaschine startet dann auch in die zweite Runde.

Dann möchte das Herbstkind baden. Es hat gestern bei einem Angelspiel Badetinte geangelt. Das Frühlingskind möchte auch. Zwei Kinder in der grünen Badewanne. Ich nutze die Zeit die dank Lufttrockner getrocknete Wäsche wegzuräumen. Nur, dass die Wäsche doch noch nicht ganz trocken ist. also räume ich im Wohnzimmer weiter auf.

Nach Badeende, aufgeräumten Wohnzimmer und Flur, geputzem Klo und drei ausgefüllten Freundebüchern ist es auch schon Zeit zum Abendessen. 

Statt noch gemütlich einen Tee nach dem Essen zu trinken werde ich zum Konzert genötigt. Muss erst singen und dann Flöte spielen. Spontan fällt mir natürlich nichts ein, und wenn mir dann mal ein Lied einfällt werde ich recht schnell wieder unterbrochen. Die Kinder trommeln und spielen mit dem Schellenkranz. 

Aus dem Konzert entlassen mache ich mit dem BuJo weiter und trage die ganzen Schultermine ein. Stelle fest, dass ich nächstes Jahr am Ostermontag Geburtstag habe und die Frühlingsferien dank später Ostern glatt 2,5 Wochen sind. E. kommt nach Hause und ich quatsche noch ein bisschen mit ihr, bis ich in Richtung Physiotherapie gehe. 

Wieder zurück schläft das Herbstkind, das Frühlingskind ist noch wach. Ich gehe nochmal kurz raus zum Schritteziel erreichen. Natürlich fängt es an zu regnen und ich werde nass. Kurz bevor ich zu Hause bin ruft E. an, ob ich doch noch mit dem Frühlingskind raus gehe, weil es angefangen hat rumzuhampeln. Ich hole also das Frühlingskind ab, dass sich gut in Regenklamotte verpackt. Ich dagegen bin eh schon nass und mache mir die Mühe nicht, laufe also eine weitere Runde durch den Regen, diesmal mit Kind. 

Wieder zu Hause springe ich unter die Dusche und überlasse das Kind E. Es weigert sich weiterhin, ist aber eigentlich müde. Hallo Kind? Es ist 22:00 Uhr, wie wär’s mit Schlafen? Immerhin sind bald Ferien, da ist es dann eh egal. Aber so ein bisschen Abend hätten wir dann doch ganz gerne. Es schläft dann doch recht schnell ein

Und nun? Bloggen, Tee trinken und vermutlich quatschen, oder doch Netflix? 

 

Queer: es geht auch einfach

Manche Sachen, über die schreibt man einfach nicht, weil sie nicht wirklich einen ganzen Blogbeitrag liefern. Sondern eher so tweetlänge haben und dann vergesse ich das zu tun oder so. Aber es gab eben in letzter Zeit wieder Situationen wo ich mir dachte, ah das solltest du schreiben. Und dann vergesse ich das wieder. Und dann gibt es wieder die Situation, die mich daran erinnert, dass es doch sinnvoll ist darüber zu schreiben. Denn auch wenn meine Leser überwiegend zur queerlinken Bevölkerung gehören gilt das eben nicht für jede_n den/der ich begegne. 

So erzählte ich vorgestern, dass ich auf der Pride in Zürich war und musste dann erstmal erklären was das ist. Oha. 

Aber bei der derzeitigen politischen Lage möchte ich die kleinen positiven Dinge berichten, nicht, dass die Person der ich da erklären musste dass die Frage nach einer geschlechtsangleichenden OP indiskret ist. 

Also es geht auch einfach!

Zum Beispiel im Schwimmunterricht vom Frühlingskind. Das hat neben dem Schwimmunterricht der im Kindergarten stattfindet (wo es mit den anderen Jungs in die Umkleide darf und dort die Kabine nutzen darf) auch noch Schwimmunterricht der etwas mehr ist als das von der Schule angebotene. 

Der findet in einem normalen Hallenbad statt, wo es die individuellen Umkleiden gibt, die Duschen aber geschlechtsgetrennt sind. Immerhin gibt es in der Damendusche auch Kabinen – ich vermute bei den Männern auch, da war ich nur nie drin. Im jetzigen Unterricht gehen alle Kinder unabhängig vom Geschlecht mit den Schwimmlehrerinnen durch die Damendusche (weil alle noch so klein sind)

Situation: wir warten am Treffpunkt. Es gibt eine neue Lehrerin. Sie kennt die Kinder also noch nicht. Guckt das Frühlingskind an fragt “und du bist der?” (ok, man könnte natürlich das “der” weglassen -weil ja damit das Geschlecht impliziert ist). Das Frühlingskind antwortet mit dem neuen Namen. Lehrerin guckt irritiert auf die Liste. Ich erkläre, dass da vermutlich noch der alte Name drauf steht. Sie stutzt nicht einmal streicht den Namen durch, schreibt den neuen dazu. Fertig. OK in der Woche drauf hatte sie nochmal den alten Namen auf der Liste, meinte dann, dass sie das im Büro nochmal angibt. Aber gut. Sonst keine weiteren Fragen oder Irritationen. 

Im Unterricht wird ganz selbstverständlich der neue Name verwendet. Ende. 

 

Das andere Beispiel ist das “was sollen denn die Kinder denken?” 

Ich habe mich mit einer anderen Teilnehmerin vom Eltern-Kind-Turnen unterhalten. Ihr Kind ist in einer anderen Gruppe vom Kindergarten und fährt wohl ab und zu mit dem Frühlingskind Bus. 

Anfang des Schuljahres meinte das Kind wohl: “da ist ein Junge im Kindergarten, der [alter Name] heisst und ab und zu Mädchensachen trägt.”

Mutter meinte daraufhin wohl, “na wenn er diesen Namen hat, ist er wohl ein Mädchen” (ich vermute sie hat die weibliche Variante verwendet)

Kind: “nein, das ist ein Junge, das sieht man doch!”

Mutter: …

Jetzt hat sie mich eben darauf angesprochen, weil ihr Kind wieder mit dem Frühlingskind im Bus gefahren ist. Es hat ihr erzählt, dass das Frühlingskind jetzt anders heisst, ob das jetzt offiziell ist. Das konnte ich dann bestätigen. 

Das Kind hat es also einfach hingenommen. Es war halt einfach ein Junge mit Mädchennamen, der ab und zu Mädchensachen trägt. Und jetzt stimmt halt auch der Name. (und das Frühlingskind hat wieder ein Sommerkleid geordert 😉 – Kleidung hat kein Geschlecht)

#12von12 im Juni 2018

Gestern war der 12. Juni und ich habe wieder auf Instagram mitgemacht. Weil es am Ende dann wieder zu spät war, gibt es den Blogpost halt erst heute. Weitere 12von12 findet ihr auf dem Kännchenblog. Beschreibungen zu den Bildern beim draufklicken. 

 

queer: Kindergartengespräch Nachtrag

 

“Für Sie ist das Ihr Leben” 

So sagte mir die Schulleiterin bei einem Telefonat am Dienstag nach dem Elterngespräch im Kindergarten. 

Und sie hat wohl recht. Für uns ist das Thema “Trans” sehr präsent, wir setzen uns täglich damit auseinander. Eltern, deren Kinder mit unserem in den Kindergarten gehen, haben vielleicht mal davon gehört, dass es das gibt, dank inzwischen doch immer öfter vorkommender Medienpräsenz, aber da es für sie nicht relevant ist, ist es eben nicht in ihrem Leben verankert, wie es das bei uns ist. 

So hat sich die Schulleiterin doch entschieden den Eltern mehr Information zukommen zu lassen als die schlichte Namensänderung auf der Telefonliste, die wir uns eigentlich gewünscht hatten. Es gab also zum Quintalsbrief der Kindergärternin in der die kommenden Termine und die kurze Erklärung zur beigelegten neuen Telefonliste genannt wurden noch einen extra Brief von der Schulleiterin. Dazu hat sie noch den Flyer vom TGNS dazu gelegt und den Artikel “Lukas ist jetzt Lea. Fertig Schluss!” (ja leider mit Deadnaming*, aber sonst gut) aus dem Elternmagazin Fritzi und Fränzi, der praktischerweise im März erschienen war. 

Auch die Schulergänzende Betreuung wurde von der Schulleitung informiert und hat sich auch entschieden, den anderen Eltern Informationen zukommen zu lassen. Da habe ich noch nicht nachgefragt, was es genau war, aber ich vermute, dass auch hier der Flyer zum Einsatz kam. 
Auch dort wurden alle Namensmarkierungen ausgetauscht und die Kinder haben auch mitgeschaut um auch keine zu vergessen. 

Und das Frühlingskind? Das ist laut Betreuung (mit denen spreche ich zumindest kurz beim Abholen) offener und spricht mehr. Und die Bauchschmerzen, die es öfter in der Betreuung hatte, waren jetzt auch erstmal nicht da. 

 

 

*noch kurz Begriffserklärung “Deadnaming”: Das ist wenn der alte Name verwendet wird. Viele Transmenschen wollen ihren alten Namen nicht mehr hören oder lesen, weil sie sich auch nicht (mehr) damit identifizieren. Es ist also auch unhöflich nach dem alten (oder gar “richtigen”) Namen zu fragen. 

queer: Kindergartengespräch

Vorgestern Abend hatten wir also das Gespräch mit der Erzieherin vom Kindergarten. 

Das Frühlingskind hatte wohl recht selbstbewusst schon im Kindergarten erzählt, dass sein Name jetzt anders ist. Die Kindergärtnerin hat dann erstmal entschieden beim alten Namen zu bleiben bis es geklärt ist und so gingen die anderen Kinder mit der Info in die Ferien. Das war etwas ungeschickt. Zum Glück hatte ich den ersten Tag nach den Ferien eh die Geburtstagsfeier vom Frühlingskind im Kindergarten und wir sind quasi mehr oder weniger gleichzeitig auf einander zugegangen, da geredet werden musste und das möglichst bald. 

Nun ist der Kindergarten hier Teil des Schulsystems und entsprechend ist das nicht mal mit “wir sprechen morgen drüber” getan, sondern es musste ein Termin gefunden werden, damit auch die Schulleiterin und die IF-Person dazugezogen werden können (IF ist Integrative Förderung und die Person eine Heilpädagogin). Wir haben dann von unserer Seite auch eine Fachperson (Kinder-und Jugendpsychiaterin) hinzugezogen. Aber es hat recht gut geklappt und so sassen wir also gestern zu sechst auf den winzigen Stühlen im Kindergarten herum und sprachen über unser Kind. 

Die Schulseite hat sich sehr offen gezeigt. Im Vorfeld hatte sich die Schulleiterin wohl auch schon mit dem TGNS in Verbindung gesetzt und auf Empfehlung auch das Buch “Wenn Kinder anders fühlen” bestellt. 

Gleich zum Anfang haben wir erstmal erklärt, dass wir nur mit richtigen Namen und richtigen Pronomina über unser Kind sprechen wollen und das wurde auch sofort und nahezu durchgehend eingehalten. 

Für die Lehrpersonen war die Äusserung dass unser Kind jetzt anders heisst wohl aus “heiterem Himmel” gekommen, wobei die Gruppenleiterin mir gegenüber aber auch schon gesagt hatte, dass es wohl doch nicht ganz so unlogisch war, weil sie am Anfang unser Kind ja auch als Junge gelesen hatte und den Kindern auch das Gegenteil erklärt hatte. Sie fühlte sich dann auch unwohl dass sie am alten Namen festgehalten hatte. Auch war die Art, wie das Frühlingskind das Statement gemacht hat für sie deutlich erkennbar als mehr als ein Rollenspiel in dem die Kinder sich ausprobieren.

Im Endeffekt hat sich das Gespräch dann in 4 Ebenen aufgeteilt:

  1. Allgemein über Transidentität und wie es sich beim Frühlingskind geäussert hat und wie es zum neuen Namen kam
  2. Massnahmen und Handlungsmöglichkeiten die direkt das Frühlingskind und die Kinder im Kindergarten betreffen
  3. Die Eltern der anderen Kinder im Kindergarten
  4. Die Schulbehördliche Ebene 

Für Ebene 2 haben wir beschlossen, dass die ganze Sache mit der grösstmöglichen Selbstverständlichkeit angegangen wird. Der Name auf dem Stuhl an der Garderobe und wo auch immer er auftaucht (Beschriftung von Bildern etc.) wird auf den neuen Namen angepasst. Das Frühlingksind wird einfach mit dem richtigen Namen angesprochen und hat das Recht, die anderen Kinder auf den falschen Namen hin zu korrigieren. Grosses Thematisieren in der Gruppe erst bei Bedarf mit Büchern (Teddy Tilly zB) oder ähnliches. Bei Fragen an die Lehrperson sind “das weiss ich nicht” und “ja das ist jetzt so” valide Antworten oder auch gerne “wie siehst du das denn?” oder “Frag doch das Frühlingskind selbst einmal” sind Optionen. 

Und natürlich kam das Thema Umkleide/WC auf. Das WC ist im Kindergarten noch nicht getrennt und daher erst in einem Jahr Thema. Aber die Kinder haben bereits Schwimmunterricht. Dort wird die Kindergärtnerin erstmal abwarten was passiert und das Frühlingskind darf sich aussuchen welche Umkleide es nutzen will. (ich bin sehr gespannt). Für den Sportunterricht gilt dann das gleiche. 

Für die Eltern (und evtl auch andere Lehrpersonen) gibt es eine neue Telefonliste mit richtigen Namen und den entsprechenden kurzen Hinweis, dass sich da ein Name geändert hat. Die Kindergärtnerin wird von uns mit Broschüren zum Thema Trans ausgerüstet, falls Eltern daran Bedarf haben. Auch haben wir als Eltern angeboten, dass sie an uns direkt verweisen kann. Wir wollen möglichst vermeiden, dass hintenrum gefragt wird und ein Flüsterpost-Effekt erzielt wird, wenn mit Halbwissen und Halbwahrheiten gehandelt wird. 

Auf der schulbehördlichen Ebene gibt es ziemlich viele Interna von denen wir keine Ahnung haben. Klassenlisten etc. Da ist es auch so, dass die Informationen von der Einwohnerbehörde kommen und dort und im Pass etc. ja ein anderer Name steht. Die Psychiaterin meinte aber, dass es da viele Möglichkeiten gibt, dennoch den neuen Namen zu verwenden (Zeugnisse, und so) und verwies an die Rechtsberatung vom TGNS. Auch weitere Personen wie Busfahrer_in und die schulergänzende Betreuung müssen informiert werden. 

Alles in Allem war es ein gutes Gespräch. Die Umsetzung wird sicherlich ein ziemlicher Prozess werden, bei dem sicher wieder Fragen auftauchen werden und es eventuell Sackgassen geben wird. Dies ist auch jetzt erstmal “unser” Weg, für andere Eltern mit anderen Kindern mag das nicht optimal sein. Eine weitere Absprache war dann auch, dass offen kommuniziert wird und wir immer einbezogen werden. 

Aber der erste Schritt ist getan, die Erzieherin hat gestern morgen unser Kind mit richtigen Namen begrüsst. 

Es wird queer oder so. Nicht dass es das nicht schon wäre

Seit ich auf twitter gesehen habe, dass es wohl einen Bedarf an Familienblogs mit queerem Bezug gibt, bin ich am rumüberlegen ob ich das machen will oder nicht. 

Ich habe mein Blog noch nie als Familienblog gesehen. Es ist meins, eher ein Tagebuch und ja, die Familie spielt eine Rolle. Die gehört schliesslich zu meinem Leben, aber ich gebe keine tollen Tipps wie andere das tun, oder lasse mich über Erziehungsmethoden oder die richtige Kinderernährung aus. Auch bin ich ungerne politisch, weil ich meistens das Gefühl habe nicht fundiert genug informiert zu sein um mehr als eine halbe Meinung abzugeben und weil ich immer denke, dass andere das eh viel besser können als ich. 

Wer weit genug zurück geht (das erinnert mich daran, dass ich noch alte Posts integrieren wollte, danke für den_die neue Leser_in, die dort hin geklickt hat) wird erkennen, was es an Queerness hier gibt und nachdem ich den Blog ja überwiegend für Freunde und Familie schreibe, wissen diese das ja auch. Es war auch nie Ziel eine tolle Reichweite zu haben oder so. Auch ist es so, dass unser Familienalltag sehr konservativ wirkt, weil wir eine Einzelernährerin-Situation haben. Welches Geschlecht E. hat, spielt für den Familienalltag, der hier in Blogaktionen wie 12von12 oder wmdedgt durchschimmert keine Rolle, da es unter der Woche ja meistens die Kinder und ich sind. Dadurch bin ich auch im Alltag meistens die klassische Ansprechperson für Kindergarten, KiTa etc und fällt auch da die Familiensituation nicht sofort auf.

Auch hatte ich oft das Gefühl, dass es ja nicht meine Geschichte ist, um die es hier geht und E. möchte davon auch gar nicht so viel erzählt haben. 

Aber mein Leben wäre wohl ziemlich langweilig, wenn es da nicht noch einen weiteren Aspekt gibt, der mich jetzt doch ein bisschen dazu bringt, vielleicht doch das Thema hier etwas ausführlicher aufzunehmen, denn jetzt hat sich die Anzahl der queeren Personen in meinem Haushalt verdoppelt und vielleicht ist es eben doch sinnvoll darüber zu berichten.  

Bisher habe ich die Geschlechter meiner Kinder hier auf dem Blog auch nie thematisiert. Ja die Stoffwahl und die Schnittmusterwahl kann natürlich einen Eindruck bieten und auch die üblichen Leser (also Familie und Freunde) wissen um das zugewiesene Geschlecht meiner Kinder. 

Nun kam es letztes Jahr zu folgendem Dialog:

Frühlingskind: “Die anderen sagen, ich bin ein Mädchen”

Ich denke mir, dass das eine interessante Formulierung ist: “Aha und was sagst du selbst?”

Frühlingskind: “ich bin ein Junge”

OK. Gut zu wissen. Ich habe das dann auch erstmal stehen gelassen. Die OP von E. wurde thematisiert. Penisse und Vulvinas waren grosses Thema. Aussagen wie: “wenn wir sterben, werden wir Dinosarier und Drachen und dann werde ich mit Penis wieder geboren” kamen mit “wenn ich gross bin wie Anita, bekomme ich ein Baby in den Bauch” und “wenn ich gross wie E. bin bekomme ich einen Penis” im Wechsel. 

Vor ein paar Wochen wieder die Aussage: “die anderen sagen so” und nochmals die Bestätigung “ich bin ein Junge”

E. hat dann gefragt ob es denn einen anderen Namen haben möchte. Ja möchte es. Das Vornamenbuch wurde zu Rate gezogen, der ursprünglich für einen Jungen gewählte Name, den wir gar nicht mehr weiter diskutiert hatten, wurde erzählt. Das Kind hat dann wohl (ich war nicht dabei) auf einen Namen getippt, wollte wissen was das heisst, hat alle weiteren Vorschläge nicht mehr wissen wollen und noch am selben Tag gelernt diesen Namen zu schreiben. Die Einladungen zum Geburtstag wurden auch direkt mit dem Namen unterschrieben im Kindergarten für Verwirrung gesorgt, so dass ich nächste Woche wohl mit der Erzieherin sprechen werde, wie wir das handhaben wollen. Und vielleicht wollen das ja auch andere wissen, wie wir das handhaben und deswegen werde ich vielleicht doch darüber bloggen,. Wenn du das liest, habe ich mich offensichtlich dafür entschieden auf “publish” zu klicken. 

 

Ja mein Leben ist queer. Ich bin Anita, ich bin mit einer Transfrau verheiratet und habe offensichtlich ein Transkind dazu bekommen.  

#wmdedgt im Mai 2018

4:40 Uhr: Ich liege wach im Bett, eingeklemmt zwischen dem Herbstkind und E. die von der anderen Seite vom Frühlingskind festgetackert ist. Kaum Bewegungsfreiheit. Irgendwelche komischen Gedanken wechseln sich mit Blogbeiträgen, die ich noch schreiben möchte (und es dann doch nicht tue) ab. Weil ich dank Vogelgezwitscher und obengenannter Gedanken irgendwie gar nicht mehr schlafen kann lese ich bis ca. 5:45. Dann schaff ich es doch noch einzuschlafen

7:55 Uhr Ich wache nochmal eingeklemmt zwischen Herbstkind und E. auf. Jetzt stehe ich einfach auf, mache den üblichen Kleinkram am Morgen und frühstücke. Natürlich nicht ungestört, denn mein fehlender Körper weckt das Herbstkind. Immerhin ist dieses recht deutlich, dass es ganz genau das gleiche frühstücken will wie ich es hatte, nur dass es dann die fröhlich selbst ins Müsli geworfenen Mandeln auch wieder rausfischt. E. und das Frühlingskind kommen auch dazu und ich mache eine Einkaufsliste. Das Frühlingskind ist aufgeregt. Zum Geburtstag morgen bekommt es ein Fahrrad und darf das heute mit E. abholen fahren. Das Anziehen ist heute kein Drama. E. muss sich beeilen, das Herbstkind meckert, weil es auch mit will, es aber nicht darf, weil es ja eine Frühlingskindaktion ist. 

9:45 Uhr: Das Frühlingskind und E. ziehen Richtung Stadt los und ich mache das Herbstkind auch fertig zum Einkaufen. Es möchte unbedingt ein Buch mitnehmen, das es dann aus dem Erdgeschoss in den Keller wirft. Danke Kind, bei uns überlebt echt kein Spielzeug oder Buch die Kinderzeit. Im ersten Laden stellt es dann immerhin die Einkäufe aufs Band. Möchte unbedingt den Zopf essen, oder doch die Müsliriegel. Die Müsliriegel werden dann für nicht gut befunden und der Zopf wird angeknabbert.

11:15 Uhr: Der Einkauf ist erledigt und ich räume ihn ein. Das Herbstkind guckt Mausapp. Ich hänge die Wäsche ab. 

11:45 Uhr: Ich bekomme Bilder vom Frühlingskind mit neuem Helm und dann auch mit neuem Fahrrad. Ich esse ein bisschen was, gucke in bisschen ins Internet. 

13:00 Uhr: Das Frühlingskind und E. sind mit neuem Fahrrad und Monsterhelm zu Hause. Ich fange schonmal an hier ein bisschen zu schreiben. 

14:00 Uhr: Die Kinder haben etwas gegessen, ich etwas geschrieben. Ich fange an einen Stapel T-Shirts, die ich gestern Abend noch vorbereitet habe, zu säumen. 

14:30 Uhr: Das Frühlingskind möchte noch mal Fahrrad fahren. E. geht mit. Das Herbstkind fragt was das für ein T-Shirt ist und möchte dann auch gerne eines mit Baggern. Aha. 

14:45 Uhr: Das Herbstkind möchte jetzt auch Fahrrad fahren. Es zieht erstmal ohne mich los um bei den Nachbarn zu klopfen. Das Nachbarskind ist aber schon weg. Das Herbstkind nötigt mich, mit ihm noch mal nachzufragen. Ich nutze die Möglichkeit mit der Nachbarin über die Feier morgen zu sprechen, weil ich noch gar nicht weiss, ob ihr Kind kommen möchte. Das Frühlingskind hatte mir zwar gesagt, dass es nicht kommen würde, aber ich war mir nicht sicher. 

15:20 Uhr: Nachbarskind und Herbstkind sind im Garten, ich fange mal an Rasen zu mähen. E. und Frühlingskind kommen zurück. Mir wird das Rasen Mähen abgenommen und ich kehre zu meinen Shirts zurück. Jetzt spielen die Kinder gemeinsam im Garten. 

16:45 Uhr: mit den üblichen Unterbrechungen (geplatzer Gartenschlauch, Kinderstreit, Internet) bin ich dann auch mal mit den T-Shirts fertig. Ich mache Bilder im Sonnenlicht, damit die Regenbogen auch tatsächlich Farbe haben, räume den Müll raus, tröste das Herbstkind, bestemple die T-Shirts mit Grösse und Erkennungskatze und lasse sie vom Herbstkind in den Schrank räumen. 

17:00 Uhr: Ich räume ein bisschen im Garten rum. E. fängt an zu kochen, das Herbstkind zertrümmert ein Glas und muss kurz getröstet werden. Ich räum die Nähmaschine weg und E. fängt an zu kochen

17:55 Uhr: die Kinder sind alle wieder hier. Das Essen braucht noch ein bisschen, ich lenke mich ab und hab hunger, das Frühlingskind offensichtlich auch, es piepst recht dramatisch rum. 

18:20 Uhr: Yay Essen

18:45 Uhr: Die Nachbarskinder locken unsere nochmals raus. Das grössere Kind möchte das Herbstkind schminken. Ich habe dann ein graues und ein sehr buntes Kind, das mir dann beim Kuchen backen hilft. Das grössere Nachbarskind bietet mir an morgen bei der Geburtstagsfeier zu helfen. Ich sage zu und bin einfach mal gespannt wie viel “Hilfe” das sein wird. (Es ist 7)

19:30 Uhr: Die Nachbarskinder werden wieder eingesammelt, ich bestätige die Hilfe vom grossen Kind und die Zusage für die Feier vom kleinen. Dann wollen unsere Kinder uns schminken. E. lehnt ab und auf meinem Gesicht wird der Streit zwischen “Ein Tiger hat gelb zu sein” und “mir doch egal welche Farbe der Tiger hat, ich möchte Blau und Weiss malen” ausgetragen bis ich wie ein Drache oder eine grüne Hexe aussehe. Die nächste halbe Stunde verbringe ich damit, mich und die Kinder und das T-Shirt vom Herbstmädchen wieder zu den Originalfarben zurück zu bringen.

20:00 Uhr: E. möchte die Kinder genau zu dem Zeitpunkt ins Bett bringen an dem der Kuchen fertig sein sollte. Ich warte also noch auf den Kuchen und lege mich dann zur Einschlafbegleitung hin. Das Herbstkind ist ziemlich schnell im Land der Träume. Das Frühlingskind hampelt noch rum. 

20:30 Uhr: ich schreib noch ein bisschen hier und gehe dann spazieren. 

21.30 Uhr: nach einem Spaziergang mit ziemlich heftigen Wind komme ich nach Hause um ein paar Smarties vom Kuchen zu naschen, Luftballons aufzublasen, noch ein Geschenk einzupacken, die Wäsche aufhängen

22:50 Uhr: noch “schnell” die Fotos für den Beitrag hier zusammensuchen und fertig bloggen. 

23:30 Uhr: “publish” klicken. Bei Frau Brüllen mich in die Linkliste eintragen. Zurücklehnen und dann bald ins Bett gehen.  

 

 

#12von12 und Montagsherz

Es ist der 12. es ist wieder Montag, also gibt es sowohl 12 Bilder aus meinen Alltag für’s Kännchenblog als auch ein Herz für Frau Waldspecht. An sich gab es alles heute schon über den Tag verteilt auf Instagram. Aber ich fasse es gerne hier für euch noch einmal zusammen. 

Ich fange mal mit dem Herz an. Das habe ich gestern auf meinem Spaziergang gefunden. Weil es eben nicht von heute ist, fällt es aus der 12er Reihe raus. 

 

Die Zwölf haben wieder Text beim drauf klicken: 

 

WMDEDGT März 2018

Auch dieses WMDEDGT ist mit Montagsherz. Weil Montag und so. 

Meine Nacht war deutlich zu kurz. Zum einen bin ich in einer Webserie (“that’s my DJ” – falls es jemanden interessiert) hängen geblieben und zum anderen hat das Herbstkind mich mit zu langen Nägeln malträtiert. Aber gut. Ich schaffe es um 6:25 aus dem Bett und bekomme so mein Frühstück alleine. Um 7:15 wecke ich das Frühlingskind, welches aber noch eine weile liegen bleibt, was ich fast zu spät feststelle. Aber mit E.s Hilfe bekomme ich es zum Frühstück motiviert und mache das Znüni fertig. Um kurz nach 8:00 verlässt das Frühlingskind das Haus richtung Kindergarten. Ich lese noch ein bisschen und mache mich dann auch gleich fertig, da ich die Situation nutzen möchte, dass E. hier noch das Sofa hütet. Sie darf dann eben auch gleich das Herbstkind mithüten. Das wird gerade wach als ich aus der Tür gehen will. Ich verabschiede mich schnell und mache mich auf den Weg zum Schwimmbad. Dort finde ich sogar eine ganz freie Bahn und werfe mich ins Wasser. Leider hält die einzelne Bahn nicht lange vor und bald schwimmen wir zu zweit. Aber auf 50 m kann man sich dann doch gut verteilen und jemand, der schneller schwimmt als ich pusht natürlich schön. Nach 50 Bahnen verlasse ich das Wasser etwas erschöpft und geh duschen. 

Wieder zu Hause falle ich erstmal auf das Sofa und werde genötigt eine Folge Sendung mit dem Elefanten zu gucken. E. holt derweil das Frühlingskind ab. Ich erzähle meiner Sportapp, dass ich etwas mehr als die geloggten 500 m unterwegs war und dann esse ich erstmal was. Das Frühlingskind gesellt sich zu mir und erzählt mir von Träumen mit grossen Spinnen, die es wohl in der Woche bei meiner Mutter hatte. Ich fühle mich bei an meine eigenen kindlichen Alpträume erinnert. *grusel*. Auch bekomme ich ein Bild, das laut Frühlingskind ein “Durenand” ist mit Rosa, Rot und Blau. 

Von einem etwas klebrigen Herbstkind werde ich genötigt mich auf dem Sofa hinzusetzen und die tausend Pixibücher vorzulesen. Irgendwann lässt die Konzentration nach. Die Kinder spielen mit einem Karton, der hier jetzt schon sehr lange als Haus/Stall bespielt worden ist. Dabei wird er diesmal endgültig zerstört und es wird ein neuer verlangt. Ich gehe also mit dem Frühlingskind in den Keller und suche einen Ersatz. Das Fenster rein schneiden überlasse ich E. Mit den abgelenkten Kindern verziehe ich mich ins Kinderzimmer um den Schrank aus/umzuräumen, damit die Klamotten vom Herbstkind aus der jetzt ziemlich ramponierten Wickelkommode – Das Herbstkind hat sich in eine Schublade gestellt und vorher war auch schon mal eine Schiene von einer anderen Schublade rausgebrochen – in den Schrank wandern können. Ich finde also für ziemlich viele Sachen einen neuen Platz. Ganz fertig werde ich nicht, weil ich mit dem Frühlingskind zum Schwimmunterricht fahren möchte. Das Frühlingskind möchte eigentlich nicht. Ich frage nach wieso und bekomme zum ersten Mal eine halbwegs verständliche und brauchbare Antwort. Der Mitschüler hat es wohl öfter nassgespritzt. Er ist deutlich älter als das Frühlingskind und kann schon ein bisschen mehr, während das Frühlingskind sich noch weigert den Kopf unter Wasser zu nehmen (“nein Danke”). Ich verspreche, dass ich diesmal mit rein gehe. Wir kommen durch die Diskussion etwas später an und ich gehe mit rein. Ich hoffe, dass sich diese Weigerung in der anderen Schwimmschule nicht durchzieht, denn eigentlich macht es dem Kind deutlich Spass, wie ich heute wieder feststellen durfte. 

Wieder zuhause ist E. schon am kochen und ich warte erstmal nur noch hungrig auf die Fertigstellung. Anschliessend suche ich ein Montagsherz auf der Festplatte, weil sich grad nichts angeboten hat. Es ist noch eins/viele aus dem Edelsteinhaus. 

Ich fange mal den Post hier an. Irgendwann kommt ein “es ist recht still hier” ich lausche und es ist zum Glück nicht ganz still. Aus dem Kinderzimmer tönt ein Hörspiel und als ich nachgucke spielen sie mit Puzzle und Memory Karten. Ich nutze die Ruhe für meine Neverending Story “Wäsche” bis die Kinder wieder lauter werden und es deutlich Zeit ist ins Bett zu gehen. 

Anschliessend kümmere ich mich weiter um Wäsche und Küche und schreibe hier fertig. Und da ist es auch schon fast Zeit selbst ins Bett zu gehen. Nur noch warten bis die Wäsche fertig ist und ich sie aufhängen kann…. 

 

3 Wochen Strohwitwe – durchhalten

Inzwischen ist E. schon eine Woche wieder zu Hause und die Kinder seit einer Woche bei den Grosseltern, damit sie sich hier noch meiner Unterstützung erholen kann, ohne das Kinder auf ihr herumhüpfen. Aber ich wollte dann doch noch kurz über die letzte Strohwitwenwoche berichten. 

Samstag 03. Februar

Fahrzeuge: keins

Für dieses Wochenende habe ich keine Pläne. In der Früh wollen die Kinder raus und gucken ob die Nachbarskinder da sind. Sie sind da und entsprechend meine Kinder weg. Nachdem sie zurück sind (zum Mittagessen) bekomme ich einen Anruf von der Nachbarin, ob das Frühlingskind nicht am Nachmittag nochmal vorbei kommen wolle. Hey, ja gerne. Ich bin also die meiste Zeit mit dem Herbstkind alleine. Definitiv nicht der schlechteste Weg das Wochenende zu starten. Dazu haben sich die Kinder selbst an die frische Luft gesetzt, so dass ich gar nicht wirklich raus muss. Praktisch das. Auch der Abend verläuft ruhig mit Kindern die um 21:00 schlafen. Es ist sogar so ruhig, dass das einzige Foto das ich mache eines von badenden Kindern für E. ist, das ich hier nicht zeigen werde 😉 

 

Sonntag 04. Februar

Fahrzeug: Lastenvelo

Der Sonntag beginnt ruhig. Am Nachmittag trete ich mich selbst, mit dem Bakfiets noch Brot holen zu fahren. Es ist trüb und grau und langweilig. Das Frühlingskind klagt über Schmerzen in den Knien die nur mit Gummibärchen geheilt werden können. Wir haben zum Glück einen Laden im Dorf zwischen Bäcker und unserem eigenen, der auch am Sonntag offen halt, wo ich eine kleine Packung Gummibären hole. 
In meiner FB-Gruppe für das Frühlingskind werden mal wieder aktuelle Bilder verteilt. Ich stelle fest, dass meine Kinder irgendwie sehr häufig ohne Gesicht fotografiert werden und hole dann mal eine Softbox und ein Blitzstativ heraus und mache mich ans Fotografieren. Die Kinder wollen auch und es entstehen also ein paar Haarbilder von mir und sonstiger Ausschuss. 

E. macht es besser und schafft es sich motivieren raus zu gehen und geht zu einem Shopping Center.

 

Montag 05. Februar

Fahrzeug: Auto

Da könnt ihr am besten im Post zum WMDEDGT nachlesen 🙂 

 

Dienstag 06. Februar

Fahrzeug: Bobbycar

In der Früh geht es nach kurzem Aufräumen mit dem Herbstkind zum ElKi-Turnen. Ich werde auf mein Bobbycar angesprochen, da wir das ja eigentlich nicht mehr brauchen. Aber es ist noch immer ein Fahrzeug mit dem wir uns fortbewegen können. Also das Herbstkind. Nach dem Turnen gehen wir noch schnell in den Dorfladen um Backzutaten zu holen, denn die Kinder wollen Kekse backen, womit wir den Nachmittag zum grössten Teil verbringen. E. fragt wieviel Stoff man für die Beinfreiheithosen braucht, kauft sich aber dann einfach selbst ein paar schon fertige Hosen. Die Babysitterin teilt mir leider mit, dass sie krank ist. Die Grippe scheint recht stark unterwegs zu sein, ich freue mich, dass sie sich nicht krank zu uns schleppt. Krank kann ich echt nicht brauchen. Letztes Jahr hatten wir alle zusammen die Grippe und das ist ein Erlebnis, das ich nicht jedes Jahr haben möchte. Da ich auf die Schnelle keinen Ersatz bekomme fällt Chor aus. Das ist auch besser so, denn den frühen Abend nutzen die Kinder um das Kinderzimmer in einen sehr sehr chaotischen Zustand zu versetzen, den ich dann versuche zu bannen, nachdem die Kinder im Bett sind. 

Mittwoch 07. Februar

Fahrzeug: Fahrrad, ÖV

Yay, Kindfrei. Sport und Besuch bei Kumpel  zwecks Jackenübergabe. Trotz wirklich kalter Temperaturen packe ich das warm eingepackte Herbstkind auf den Kindersitz vom normalen Fahrrad, da ich direkt im Anschluss zum Zug fahren möchte. Ich bekomme ein kleines logistisches Problem, weil ich ja Es Jacke transportieren muss. Ich ziehe sie kurzerhand an und nehme eine dünne Daunenjacke fürs Radfahren im Rucksack mit. Es Jacke bringt mich trotz der kühlen Temperaturen zum Schwitzen. Im Zug stelle ich fest, dass ich vergessen habe ein frisches T-Shirt für nach dem Schwimmen einzupacken. Ich muss aber eh fast eine halbe Stunde auf den Bus zum Schwimmbad warten, so dass ich mir spontan eines kaufen kann. Ich bin erstaunt, weil mir ein S passt. M wäre letztendlich aber besser gewesen. Irgendwie machen sich die 5 abgenommen Kilos bemerkbar. 

Ab ins Schwimmbad. Mir fehlt eine Viertelstunde damit ich es rechtzeitig in die Stadt schafe, daher schwimme ich nur 1650 m. Und dann muss ich auch noch rennen um den Zug zu erwischen. Ausgleich oder so. 

Mittagessen ist gemütlich und gegen 15:00 Uhr geht es wieder nach Hause. Ich bin aber irgendwie platt und hole die Kinder dann faul mit dem Auto ab. Die sind aber auch eher müde und so ist auch dieser Abend geschafft. 

Donnerstag 08. Februar

Fahrzeug: Auto

Weil ich zur Zeit schlecht im Planen bin, muss ich schon wieder einkaufen. Ich muss sowohl Dinge besorgen, damit E. etwas vorfindet und Mittagessen für heute. Das Herbstkind möchte malen und malt mir mit Wasserfarben etwas blaugrünes und E. etwas schwarzes. Anscheinend ist die Farbwahl von uns recht deutlich beim Kind angekommen. Fehlt nur noch, dass es bei E. noch Lila verwendet. Aber ich glaub unser Tuschkasten hat kein Lila. 

Am Nachmittag hole ich die Koffer für die Kinder aus dem Keller und lasse sie packen. Ich werde das morgen kontrollieren müssen. Das Frühlingskind hat auf jeden Fall genügend Unterwäsche und das Herbstkind genügend T-Shirts dabei. E. packt auch.

 

Freitag 09. Februar

Fahrzeug: Auto

Yay. letzter Tag. E. schreibt mir in der Früh noch kurz vom Flughafen aus, dann gibt es erstmal den ganzen Tag Funkstille. Ich bin faul und nutze das Auto zum Herbstkind in die KiTa bringen. 

Ich kontrolliere die Koffer von den Kindern. Beim Herbstkind fehlt Unterwäsche und beim Frühlingskind T-Shirts. Irgendwie ist da aber vieles noch in der Wäsche und wurde nicht mitgewaschen. Mist. Ich packe auch mein eigenes Zeug zusammen

Mittags telefonier ich mit meiner Mutter für die letzten Absprachen. Plötzlich steht ein Frühlingskind zu Hause, wobei es eigentlich zum Mittagstisch hätte fahren sollen. Es hat zu lange gebraucht um alle Sachen einzupacken, die es in die Ferien mitnehmen sollte. Anscheinend hat die Busfahrerin gesagt, dass sie nicht ewig warten kann. So ist das Kind einfach am Bus vorbei nach Hause gelaufen. Ich bekomme direkt einen Anruf vom Kindergarten und die Busfahrerin holt das Frühlingskind ab. Alles noch mal gut gegangen. Es bekommt etwas zu essen (was ich nicht zu hause hatte) und ich hole es nach 1,5 h ab. 

Ich räume noch auf und mache so den üblichen vor den Ferienkram. Dann ist es auch schon Zeit das Herbstkind zu holen. Und nach dem Abendessen geht es ab ins Auto. Kurz nach Abfahrt bekomme ich von E. die “gelandet” Nachricht. 

Die Fahrt verläuft gut. Ich komme gut durch, die Kinder schlafen bis kurz vor Ankunft und gehen aber dort recht problemlos wieder ins Bett. 

Geschafft! 

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