Tag: Gedachtes

Sing! (2)

nach noch nicht völlig erschöpfender Recherche stelle ich fest: es gibt ganz schön viele Chöre hier in der Umgebung. Aber viele haben noch nicht mal eine eigene Homepage und die Informationen auf der Seite vom Chorverband sind zum Teil über 5 Jahre alt. Ahja.

So bei näherer Überlegung kann ich eigentlich eh alle Chöre aussieben, die einen anderen Probentag als Dienstag haben. Montags hat E. meistens einen Termin (wobei, der fällt jetzt dann weg, aber kommt hoffentlich zum nächsten Sommer wieder). Mittwochs bin ich auch alle 2 Wochen alleine mit den Kindern am Abend und Donnerstags ist zumindest im Winterhalbjahr Kinderschwimmen. Freitags probt kein einziger der Chöre die ich mir bisher angesehen habe.

Daher ist die Auswahl dann schon wieder recht eingeschränkt, wenn ich einen Anfahrtweg von weniger als 10 km haben will und lieber nicht in einem reinen Frauenchor singen will.

 

Sing!

Heute nach dem Eltern-Kind-Singen meinte die Kursleiterin ich hätte eine schöne Stimme für ihren Chor.

hm.

Seit ich nicht mehr in Nürnberg wohne habe ich auch keinen Chor mehr. Und immer wenn ich Julie oder Keks über den Bachchor in Marburg schreiben sehe fühle ich einen gewissen Neid. Ich weiss auch nicht wirklich wieso ich seither nicht mehr im Chor singe. Gibt es doch einige davon. Der Hans-Sachs-Chor war irgendwie einfach da, vor allem auch in Laufnähe. Ich habe ihn auch eigentlich verwechselt mit dem Studentenchor, der am selben Wochentag probte und zu dem ich eigentlich wollte. Ich wurde dort aber so aufgefangen und spontan reingeschleust, dass ich geblieben bin.

Zurück in München habe ich zwar mir Gedanken gemacht, aber wirklich konkretisiert habe ich es nicht. Und auch nachdem ich in der Schweiz war habe ich mich mal wieder nicht getraut das Telefon zu greifen und mal eine Schnupperprobe zu machen.

Da wo wir jetzt wohnen habe ich zwei Nachbarinnen die im Ortschor singen. Aber, und das ist auch das “Problem” von dem Chor von meiner Kursleiterin, es ist ein reiner Frauenchor. Und nach den Erfahrungen mit Olivier Messiaen und seinen Trois petites Liturgies de la présence divine bin ich mir nicht so ganz sicher ob ich das machen will.

Aber ich habe jetzt eine Liste mit möglichen Chören und vielleicht sollte ich mich doch mal wieder schlau machen und mir nen Tritt in den Hintern verpassen und doch wieder singen.

sollte es doch?

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Seit etwas über ein Jahr ist Shadow nun bei uns. Und irgendwie wirkte es bisher kaum als wäre es “unsere” Katze. Sie lässt sich zwar streicheln und mit sich spielen, sie nutzt den Kratzbaum, aber sie ist eher selten kuschlig. Also so ein pelziges Wesen, dass auf dem Stuhl neben einem oder auf dem Schoss sitzt.

Sie ist aber auch gerne bei den Nachbarn, dieses untreue Wesen. Aber gut, die sind wirklich lieb mit ihr und deren Kind spielt mit ihr mit dem gebührenden Respekt, den meine Kinder (noch) nicht voweisen.

In letzter Zeit ist das aber deutlich besser geworden. Sie hat uns sogar vor der Haustür erwartet und sass gemütlich auf dem Schoss vom Lieblingsmenschen.

Vielleicht wird es doch noch “unsere” Katze.

Mal wieder ein Beitrag für Jaelles “Alles für die Katz”

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Kleinanzeigen

Ich versuche ja momentan Dinge loszuwerden (wie die Facebookleute eventuell mitbekommen haben). Ich gehöre zu denen, die ungern funktionierende oder gut erhaltene Sachen einfach wegwerfen (Lieblingsmensch ist da anders…) Aber einen Abnehmer zu finden ist eher schwierig.

Da gibt es zwar Seiten wie gratis-inserate oder so. Seit ich im November mein Metallbett dort reingestellt habe, hat der Anbieter sich gefühlt dreimal gewechselt. Und verkauft ist das Bett noch immer nicht.

Dann habe ich es auf FB-Gruppen versucht. Die sind zum teil ziemlich spezifisch und so brauche ich für meinen Kram gefühlt 50 Gruppen. Kommt man da rein, wird man von Angebotspostings überflutet, die einen überhaupt nicht interessieren. Und das eigene, ja das landet dann in der Gruppe und innerhalb von wenigen Minuten ist es schon wieder aus dem Blickfeld der potentiellen Kàufer verschwunden.

Also kauft es keiner und es steht weiter hier rum.

Und dann nimmt man auf einen Tipp (für etwas anderes als das Bett) hin nochmal die tutti. seite. Und dann hat man 3 potentielle Käuferinnen von denen die erste sich prompt nicht mehr meldet. Wie lange hält man dann die anderen beiden am Ball? Wie penetrant geht man auf die erste Käuferin ein.

Was macht man, wenn man dann eigentlich für ne Weile weg ist, weil Ferien und man da keine Übergabe machen kann?

Irgendwie ist das alles nervig und dann bin ich doch geneigt das Zeug einfach wegzuwerfen, einfach, weil es mir zuviel Umstände macht. Aber ich kann doch kein neues Bett einfach so wegwerfen, nur weil alle gerade die Boxspringbetten so toll finden. Was ist daran denn so toll?

 

Wie macht ihr das? Schmeisst ihr gute Sachen dann doch weg? Im Heimatort von meiner Mutter kann man an der Werstoffsammelstelle auch gute Sachen so hinstellen, das Interessenten sie sich nehmen können. Hier ist die Sammelstelle mobil, da geht das nicht (und es stehen auch keine potentiellen Abnehmer da).

Gibt es den ultimativen Tipp für Kleinkramverkauf in der Schweiz? Gibt es Tage oder Uhrzeiten wo die Chancen erhöht sind, dass man das Zeug tatsächlich loswird? Zahlt ihr für die Promotion eurer Teile?

Mann ich will doch nur ein bisschen Platz im Keller (und in der Wohnung). Und wenn ich das Zeug, was online ist, quasi griffbereit halte steht es erst recht im Weg rum.

 

Aua

Irgendwie tut mir meistens Mittwoch mein Hintern weh. Und jetzt nicht so ein “zu lange gesessen” weh, sondern eher so ein Muskelweh. Wie ein Muskelkater, nur dass ich den Muskel am Dienstag eher nicht bewege. Und wieso ist es nur eine Seite? Dazu kommen dann noch schöne Schmerzen im Rücken.

Und jetzt frage ich mich: liegt das am vielen Rumhocken oder am vielen Bewegen. Denn Mittwochs ist immer mein Haushalts- und Aufräumtag. Das heisst ich laufe viel bückend durch die Gegend um das ganze Zeug einzusammeln, das zwei Stunden später, wenn das Kind wieder wach ist eh wieder in der Wohnung verteilt ist, aber ich setze mich auch relativ viel an den Computer und prokastiniere im Internet rum. Dazu kommt dann noch das übliche Kind durch die Gegend schleppen.

Und heute zickt auch mal wieder das Handgelenk mit.

Rätsel….

Zugetextet

In letzter Zeit wurde ich mal wieder Opfer.

Gerne wenn ich mit Kind(ern) unterwegs bin kommen ältere Frauen (also solche, deren Kinder schon erwachsen sind) auf die Idee mir ihre halbe Lebensgeschichte zu erzählen. “Ach das ist ja so schön! Wissen Sie, ich hatte selbst (hier Anzahl der Kinder einfügen) und sie machen jetzt xyz. Kaum zu glauben, dass ich selbst auch mal so kleine Kinder hatte.”

Ich finde es irgendwie nett. Aber ich habe anscheinend auch eine hohe Zutexttoleranz. Vielleicht bin ich zu höflich. Wie soll ich denn da wegkommen? Muss ich das überhaupt? Wenn ich jetzt nicht zwingend irgendwo sein muss, ist es ja auch nicht tragisch, wenn ich jemanden mal zuhöre. Eine der Damen (6 Kinder, einer davon hat Chemie in der Schule richtig gut gemacht, was er studiert habe ich dann leider nicht verstanden, die Frau hat schrecklich genuschelt) hat sich anschliessend bedankt, dass ich ihr zugehört habe.

Wird Frau zur Vielrednerin, wenn sie Kinder hat? Bleibt das erhalten und muss man dann weiter reden mit wem auch immer, weil die Kinder selbst nicht mehr mit ihr reden? Ich habe mal die Theorie gehört, dass jeder Mensch wohl am Tag ein gewisses Redebedürfnis hat. Ich vermute aber, dass das Tages- und Erlebnisabhängig ist. Stelle ich zumindest an mir fest. Ich würde mich ja eher als Wortkarg bezeichnen, aber vielleicht ist es ja, dass ich mein Kommunikationsbedürfnis momentan recht gut über dieses Getexte loswerde. Was mich aber auch nicht daran hindert meinem Lieblingsmenschen auch mal das Ohr abzukauen. Aber das ist es eben auch. Es gibt Menschen, mit denen ich viel mehr rede als andere.

Was also ist der Auslöser, dass gerade ich angesprochen werde. Klar, die Kinder sind gerne mal ein guter Aufhänger, aber ich wurde auch vor den Kindern gerne mal zugetextet. Und das dann auch geschlechter- und altersunabhängig. Damit ist dann die Frage ob es an den Kindern liegt wohl auch beantwortet. Anscheinend bin ich ein Zutextmagnet oder so.

Aber gut. In Zeiten, wo alle nur auf ihr Handy gucken bin ich draussen vielleicht auch ein eher seltenes Exemplar der Ansprechbarkeit.

Still

Mich lässt das Thema mit dem Stillen nicht so ganz los. Ich hatte es ja nur kurz angesprochen. Inzwischen liegt hier der nächste Spiegel rum und darin waren dann auch die Leserbriefe. Klar, man könnte jetzt sagen “don’t read the comments!” was ich online auch selten tue, aber die Leserbriefe im Spiegel lese ich häufig, weil ich den Spiegel selten ganz lese und mich manchmal die Reaktionen neugierig auf Artikel machen, die ich noch nicht gelesen habe. Und hier liegen die Zeitschriften meistens eine Weile auf dem WC rum, so dass ich dann auch zurück liegende Artikel lesen kann.

Aber zurück zum Stillen. In den Leserbriefen waren auch einige Reaktionen – auch von Frauen – die dem Herrn recht gegeben haben. Im Sinne von, die Frau, die da um ein Gesetz bittet, dass es stillenden Müttern erlaubt, soll sich doch nicht so haben. Die stillenden Frauen würden ja immer was anderes finden, wo man stillen kann.

Ja, aber. Muss ich denn wirklich ein Lokal verlassen, wo ich schon was bestellt habe, weil mein Kind anfängt zu schreien? Soll ich mein Kind vor Hunger schreien lassen, weil ich jetzt unbedingt selbst was trinken will? Stört das nicht noch viel mehr als ein schnell angelegtes Baby, das trinkt?

Ich denke, dass die Frau durchaus recht hat auf die Diskriminierung hinzuweisen. Denn sie wurde aufgrund des Geschlechts und als Minderheit “stillende Mutter” diskriminiert.

Der Betreiber meint wohl, er hätte nichts dagegen, dass gestillt wird, aber die Frau wollte das vorne machen, während er es ok findet wenn im hinteren Bereich gestillt wird. Komisch, dass dann die Kellnerin und der Chef selbst, das der Mutter nicht gesagt haben, sie hätte also theoretisch in den hinteren Bereich umziehen können. Angeblich wurde sie aber des Ladens verwiesen und ihr gerade noch angeboten, das Geld erstattet zu bekommen. (so beschreibt es zumindest der Artikel, den ich dazu gefunden habe)

Und auch dann. Wie viele Frauen stillen tatsächlich “demonstrativ” in der Öffentlichkeit? Ja es gibt Babys die am liebsten gar keinen Stoff in der Nähe haben wollen, und ja es gibt Babys die alle zwei Sekunden abdocken. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Mütter dennoch versuchen werden es je nach örtlichen Begebenheiten, so diskret wie möglich zu halten.

Und auch dann. Wie viele Leute beschweren sich denn tatsächlich? Gibt es wirklich so viele Menschen, die a) anderen unbedingt auf den Tisch / ins Essen gucken, dass sie entsprechend auch direkt sehen, wenn jemand am Tisch stillt? und b) sich wirklich davon angeekelt fühlen? und das dann auch noch c) dem Betreiber des Lokals auch sagen?

Ich weiss es nicht. Meine Erfahrung zeigt es mir nicht. Aber ich gebe ja auch zu zum einen meistens ein Lokal zu suchen, wo ich vermute, dass es kein Problem ist, zum anderen hatte ich ein sehr mitmachendes Baby das ich direkt gegenüber von Menschen anlegen konnte ohne dass diese es gemerkt haben, dass es gerade trinkt. Das andere Baby dagegen war (und ist) beim Stillen so schwierig und leicht ablenkbar, dass ich das Stillen soweit möglich zu Hause erledige oder nach einem wirklich ruhigen Ort suche. Nicht, weil ich befürchte, dass ich andere damit stören könnte, sondern weil mein Kind sich an dem Trubel stört.

Vertrackt

Wenn ich so auf den Januar zurück gucke (schliesslich warten noch Leute auf Kinderbilder) habe ich durch die Wochenende in Bildern Aktion dann doch ein paar Bilder mehr. Aber die zeigen alle eher den schnöden Alltag. Irgendwie interessante Sachen schaffe ich momentan fast nicht zu fotografieren, weil ich dann meistens sowieso erstmal mich um Kinder etc. kümmern muss, dann meistens auch noch zu faul bin, die grosse Kamera mitzunehmen und mit dem Handy werden die Bilder nicht immer so toll, wie ich das gerne hätte. Abgesehen davon, dass mich mit meinem Handy eh eine Hassliebe verbindet.

Letzes WE hatte ich sogar die Kamera dabei, aber ich war so unterwegs, dass ich dann abends nicht mehr wirklich den Elan hatte zum bloggen, geschweige denn mit Bildern, die bei mir ja meistens doch noch zumindest einer kurzen Kontrolle und kleinen Verbesserung untergehen.

Und heute? Heute waren wir zu Besuch bei Bekannten und ich wollte die grosse Kamera verschlanken und mitnehmen, dann habe ich doch noch schnell Kuchen gebacken und mich umentschieden, das Handy mitzunehmen, ich habe dann sogar noch ein Bild von der Backaktion gemacht um dann das Handy in der Küche liegenzulassen. Und weil ich dann immer zu wenig penetrant bin das Handy von Scotty zu verlangen gibt es also keine Bilder von dem Ausflug.

Und jetzt? Wochenende in Bildern vom letzten Wochenende? Oder eins von diesem Wochenende in der Hoffnung, dass sich morgen noch ein paar Motive finden?

hm

ich weiss grad nicht was ich bloggen soll.

Der Tag heute war eher träge. Nichtmal fotografiert habe ich als das ich ein Wochenende in Bildern machen könnte. Und die Aufreger im Netz sind die alten und bekannten, wo ich glaube, das andere das viel besser, eloquenter und von mehr Fakten unterstützt schreiben können.

Bleibt also nach was Lustigem Suchen. Leider kann ich das Video was ich dafür im Kopf hatte hier nicht hochladen. Und ich habe grad keine Lust mich mit meinem Provider über Datenmengen die ich in WP hochladen darf rumzustreiten.

Also was nun?

Immerhin ist Scotty gut gelaunt. Ist doch auch mal was.

Geht das denn?

Eine Spielzeugküche für nen Jungen?

Irgendwie kam mir die Frage immer mal wieder in verschiedenen Elternforen (wo sich ja leider überwiegend Mütter tummeln) unter. Und jedes Mal frage ich mich waaaarum? Warum müssen die Leute sich so eine Frage stellen?

Und dann lese ich, dass es tatsächlich Leute gibt, die befürchten, dasss ihr armer Junge eventuell schwul werden könnte. Von spielen mit Mädchensachen soll ein Junge schwul werden?

Werden denn Mädchen lesbisch, wenn sie mit Jungsspielzeug spielen?

Nein, da ist es immer mehr sogar gewünscht. Möglichst früh auf MINT zu gucken. Mädchen dürfen Hosen anziehen. Da stört es niemanden, wenn sie blau tragen. Sie dürfen mit Autos spielen. Da befürchtet niemand, dass sie lesbisch werden.

Aber Jungs? Um Gottes willen! Ein Rock tragen ist ja peinlich, und das kann man dem Kind nicht antun.

Zwingt jemand sein Mädchen in ein Kleid, wenn es unbedingt Hosen tragen will? Eher nicht.

Zeigen die Menschen damit nicht, dass sie Frauen damit noch immer als weniger wert erachten als Männer?

 

Echt. Frauen sind gleich viel “Wert” wie Männer. Jungs sind gleichviel “Wert” wie Mädchen, egal ob sie schwul sind oder hetero.

 

Wenn euer zweijähriger Sohn eine Küche haben möchte, dann gebt ihm eine Küche. Wer weiss, vielleicht wird er ja ein toller Koch der ziemlich viele männliche Kollegen hat.

Wenn euer Sohn eine Puppe haben möchte, die er umsorgen möchte, dann könnte es sein, dasss er später vielleicht ein toller liebevoller Vater wird.

Sollte euer Sohn Nagellack toll finden, sagt das überhaupt nichts über seine spätere sexuelle Orientierung aus.

Argh!

Lasst doch bitte Kinder Kinder sein. Bringt sie mit verschiedenen Spielsachen in Kontakt. Lasst sie selbst wählen. Vor allem dann, wenn es noch keinen Gruppenzwang gibt von anderen Kindern deren Eltern vielleicht aus oben genannten Befürchtungen ihnen was anderes weismachen.

 

 

(und ich weiss, dass hier nur Leute lesen, die das ganz genau so sehen 😉 )

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