Tag: Rezepte

Rezept: Blumenkohl-Hackfleisch-Auflauf

Ich dachte mir ich könnte ja mal wieder ein Rezept bloggen. Vor allem bei den Rezepten die bei den Kindern tatsächlich ankommen gibt es bei mir noch grosse Lücken.

Dieses hier kommt an. Also zumindest der untere Teil. Fleisch kommt allgemein nicht so gut an bei unseren Kindern (sagt die, deren Kind gestern unbedingt die Chicken-Nuggets vom anderen Kind haben wollte)

Das original ist auf Chefkoch zu finden. Die 8 Portionen sind eher ein Witz. Für 4 ist die Menge gut brauchbar.

Bei uns schaut es dann ungefähr so aus:

Hackfleisch-Blumenkohl-Auflauf

Zutaten (ca. 3-4 Personen):

1 grosse Tasse Reis
1 (kleiner) Kopf Blumenkohl
350 g Hackfleisch
1 grosse Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 EL Tomatenmark
½-1 Becher Schmand (je nach Reismenge)
1 Becher Hüttenkäse
geriebener Käse zum Bestreuen
Paprikapulver, Pfeffer, Salz

 

Zubereitung:

Reis in Wasser nach Packungsanleitung gar kochen, abgießen und mit Schmand und Hüttenkäse mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Blumenkohl in Röschen teilen und in Salzwasser kochen. Sie sollten noch einen guten Biss haben. Abgießen und mit einer Gabel grob zerdrücken oder mit einem Messer klein schneiden.

Hackfleisch mit Zwiebel in Öl anbraten bis es leicht Farbe bekommt. Tomatenmark und Knoblauch zugeben und kurz mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken.

Den zerkleinerten Blumenkohl unter die Hackfleischmasse geben und alles miteinander vermischen.

Den vorbereiteten Reis in eine gefettete Auflaufform geben. Die Hackfleisch – Blumenkohlmasse darauf geben.

Geriebenen Käse nach Geschmack drüberstreuen.

Bei 200°C Ober Unterhitze (vorgeheizt) ca. 15-20 Minuten backen.

Hackauflauf-9912

 

Supp

Kartoffelsupp, Kartoffelsupp und immer nur Kartoffelsupp

Irgendwie sowas hat mein Vater immer gesagt, wenn es mal Kartoffelsuppe gab. Das war in meiner Erinnerung eher selten.

Aber wir hatten letztens Kartoffelsuppe bei einer Freundin und Scotty meinte, seine Eltern hätten da bestimmt ein Rezept. Das haben wir dann auch entsprechend bekommen. Also so eine Faxpapier (dieses Thermopapier – hat das ausser meinen Schwiegereltern überhaupt noch jemand?)- Kopie von einem handgeschriebenen Rezept, wo ein paar Sachen durchgestrichen und ein paar Sachen ergänzt waren.

 

Rausgefiltert klang das in etwa so:

Zutaten :

750 g Kartoffeln
2 Zwiebeln
1 Bund Suppengrün
100 g ger. Speck
2 EL ÖL
1 ½ L Fleischbrühe
weisser Pfeffer
2 TL Majoran
Salz,
Wiener Würstchen

Zubereitung:

Kartoffeln geschält in 2 cm grosse Würfel schneiden. Speck würfeln, in Öl auslassen. Gehackte Zwiebeln und in der Küchenmaschine klein gehacktes Suppengrün ca. 5 min mitdünsten.
Fleischbrühe zugiessen, mit Majoran und Pfeffer würzen und zugedeckt ca. 35 min kochen.

Zum Schluss Kartoffeln z.T. zerstampfen oder Kartoffelpüree einrühren. Ziehen lassen und mit Salz abschmecken.

Dazu Wiener in Stücken miterhitzen.

 

Wer findet den Fehler?

 

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Die Chemie des Kochens

I00035pbkch wurde mal gefragt, was ich denn so mache. Das ist eine relativ übliche Frage, wenn man denn so jemanden kennen lernen möchte. Ich antwortete (ist halt schon ne Weile her)”Ich studiere Angewandte Chemie”. Meistens waren die Reaktionen vorhersehbar entweder “wäh, Chemie! Das habe ich ja schon so schnell wie möglich abgewählt” oder “Boah, cool!”. Die Reaktion die ich da bekam war: “oh, dann kannst du bestimmt auch gut kochen”.

Huh? Das ist mal eine interessante Schlussfolgerung. Zu dem Zeitpunkt hat sich meine Kochkenntnis auf: Kartoffelsalat, Nudelsalat, Pizza und diverseste Maggi-Fix-Päckchen beschränkt. Backen dagegen war super und ich mochte es richtig gerne. Aber kochen? Nicht wirklich.

Inzwischen koche ich auch ganz gerne, habe aber festgestellt, dass Backen den chemischen Vorschriften sehr viel näher kommt als Kochen. Warum? Wegen den Mengenangaben. Kleines Beispiel

Eine klassische chemische Vorschrift wie man sie im Studium bekommt ist zB von der Uni Heidelberg

Dinatrium-TrithionatNa2S3O6
Chemikalien:
3,125 g Na2S2O3· 5 H2O (0,0125 mol)
2,5 mL 30 %ige H2O2
5 mL Ethanol
Arbeitsvorschrift:
Zu einer Lösung von 3,125 g Na2S2O3·5 H2O in 2,5mL Wasser lässt man unter dauerndem starken Rühren (Rührmotor)2,5mL 30 %iges H2O2 langsam zutropfen, wobei durch gute Kühlung mit Eiswasser die Temperatur zwischen 0 und 10°C zu halten ist.
Nach kurzem Stehen reagiert die Flüssigkeit neutral; eine Probe bleibt beim Ansäuern klar. Durch starke(!) Abkühlung in einer Eis/Kochsalz-Mischung lässt sich fast das gesamte Na2SO4·10 H2O abscheiden. Man saugt schnell ab und lässt das Filtrat in Ethanol einfließen.
Es fällt sofort wasserfreies Na2S3O6aus, das abgesaugt und an der Luft getrocknet wird.
Eigenschaften: durchsichtige, tafelförmige Kristalle
Jetzt mal völlig unabhängig davon, dass man hier natürlich die Chemischen Formeln halt kennen muss ist es eine ziemlich deutliche Ansage wie viel man davon braucht und was man tun muss. Read More

Kulinarisches ABC – E und F

LOGO

Für’s E bin ich schon wieder etwas spät dran, dafür kommt das F diesmal pünktlich.

Nach den vielen Eiern (wie auch bei Anette) beim E folgte bei mir erstmal ein Besuch beim Möbelschweden. Dort gibt es nämlich Elchnudeln:

Diese wurden noch termingerecht mit einer Lauch-Sahne-Sosse mit Tomaten verspeist. Nur das Bild wurde dann später nochmal verbessert und jetzt erst bearbeitet.

Elchnudeln

Für das F hatte ich zuerst an die Falschen Heidehasen gedacht. Aber über die habe ich ja schonmal gebloggt. Daher wollte ich dann doch was anderes machen. Also kam die grosse Raterunde. Fisch hm, da kommt ja jeder drauf. Fenchel mag ich nicht. Fussili wie Anette vorgestellt hat, wäre ja schon wieder Pasta. Forelle fand Scotty letztes mal sehr bedenklich, als ich doch tatsächlich mal Fische auf den Tisch gestellt hatte, die noch Augen hatten. War trotzdem lecker, mit Tomaten und Apfel und Zwiebeln gefüllt, aber fotografiert hatte ich das damals nicht.

Aber gut, es gibt ja ne Menge Gerichte, die man zwar gerne isst, aber irgendwie nie selbst zubereitet. So liebe ich Ente (hey, das wäre auch ein E gewesen), aber habe noch nie selbst eine gemacht und genauso ist es mit Flammkuchen. Den esse ich grundsätzlich auf den Mittelaltermärkten. Aber selbst gemacht habe ich ihn noch nie.

Dabei ist es denkbar einfach:

250 g Mehl
125 ml Wasser
2 EL Öl
1 TL Salz

zu einem Teig verkneten. Den ein bisschen ruhen lassen. (wozu auch immer), wir haben einfach die Zeit genutzt um den Speck anzubraten (damit wir sicher sind, dass er tot ist) und die Zwiebeln zu schneiden.

Den Teig auf einem Backpapier ausrollen (und dabei ordentlich rumfluchen, weil er sich nicht so toll glatt auswalzen lässt) und auf ein Backblech legen.

1 Becher Creme Fraiche (oder Legere) auf dem Teig verteilen.
leicht Pfeffern (und ggf andere Gewürze dazu geben)
Gewünschten Belag nach Bedarf auf dem Teig verteilen. Bei uns war das also klassisch Speck und Zwiebeln und Käse.

Das Ganze dann bei 260 °C in den Ofen und so lange backen bis der Teig goldbraun wird, (5-10 min). Und so sah er aus, mein erster selbstgemachter Flammkuchen:

2013-03-23

Pizza selbst gemacht

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Ich wollte ja doch ein paar Rezepte hier reinstellen. Und als MissPing bei der Buchstabenblogparade danach gefragt hatte, habe ich mir vorgenommen doch zumindest mal unsere Standardessen hier vorzustellen. Dazu kam die Diskussion letztens in der Arbeit über Pizza und Burger, und was jetzt fettiger ist.

Der Teig bei der Pizza ist es schon mal nicht. Was eine Pizza kalorienreich macht, ist das was drauf kommt. Und die Menge, weil meistens isst man zuviel davon.

Meine Pizza ist nicht original italienisch. Für so etwas gehe ich zum Italiener ;). So gehöre ich zu den Frevlern, die den Käse ganz obendrauf schmeissen. Und auch sonst wird vermutlich so mancher Pizzabäcker sagen: “das geht so nicht” Aber das hier ist mein Rezept 😉

Aber fangen wir mal von vorne an. Beim Grundteig für ein (Standard-Ofen)Blech.  für den braucht man:

250 g Mehl
1/2 Päckchen Trockenhefe (oder 12 g Frischhefe, die Erläuterung zum Teig machen mit Frischhefe schreib ich ganz unten hin, Trockenhefe ist soviel einfacher)
1 Prise Salz
1 Prise Zucker (ja, der lässt den Teig besser gehen)
160 ml lauwarmes Wasser
ggf 1-2 EL Olivenöl.

Das Mehl mit der Trockenhefe dem Salz und dem Zucker mischen, Wasser hinzugeben und mit dem Knethaken zu einem glatten Teigball verkneten. Sollte das ganze noch klebrig sein, kommt das Öl zum Einsatz. Wenn nicht, auch gut. Reicht das nicht, kann man noch ein bisschen Mehl zugeben, bis es nicht mehr klebt.

Den Teig mit einem warmen feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis er ordentlich aufgegangen ist. (30-45 min).

Dann den Ofen auf 260°C vorheizen (ja nix mit 200°C, die Pizza verträgt mehr und es dauert viel weniger lang)

Das Blech mit etwas Olivenöl bestreichen und den Teig darauf geben und platt drücken. Nicht ärgern, wenn er zurückspringt, der ist etwas elastisch.

Auf den Teig kommt eine Dose stückige Tomaten mit etwas Tomatenmark. Leicht salzen und Pfeffern und ein paar Kräuter darauf verteilen (wir haben im Garten Rosmarin, Thymian, Basilikum und Oregano. Einen Teil davon haben wir getrocknet für den Winter).

Und dann kommt der Belag nach Gusto. Auf Scottys Hälfte landet Salami (das macht Kalorien) und auf meiner Hälfte ist dann Schinken und Ananas, (oder Thunfisch und Zwiebeln) aber das ist ja jedem selbst überlassen.

Drauf kommt dann noch der Pizzakäse oder Mozarella.

Und dann ab in den heissen Ofen. Bei 260°C dauert das dann auch nur noch 10-15 min, je nachdem wie gut vorgeheizt wurde.

Pizza

 

Wenn man tatsächlich Frischhefe verwenden will braucht man länger. Die Hefe muss im Wasser aufgelöst werden, und mit wenig Mehl verrührt werden. Mit Mehl abdecken und stehen (ca. 20-30 min) lassen. Dann das restliche Mehl mit dem “Teiglein” verühren und weiter machen wie mit der Trockenhefe (also wenn der Teig fertig ist nochmal stehen lassen).

 

 

 

 

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