Tag: Schweiz

Wohnungsgeschichten Teil 2

Ich habe eine Wohnung, ich habe eine Wohnung, ich habe eine Wohnung. *freu* *hüpf* zumindest ist endlich endlich der Vertrag bei mir eingetroffen. Und eigentlich hätte ich zwei Wohnungen. Weil heute habe ich noch eine Zusage bekommen. Da aber Scotty die Lage nicht so toll fand, wie die der anderen, habe ich abgesagt.

Und so wie’s aussieht bin ich jetzt auch die Wohnung in Gauting endgültig los. Der Vermieter hatte sich etwas quergestellt bei den vorgeschlagenen Nachmietern. Er wollte sogar nen Makler einschalten. Als ob ich sowas nötig hätte. Meine Anzeige auf Immobilienscout war mindestens so gut wie von einem Makler und durch die fehlende Provision schonmal deutlich attraktiver. Und ich hatte ja genügend Interessenten. So 14 oder so. Und mindestens 12 wollten sie haben. Nur der Vermieter, der wollte keine Hunde oder Katzen (das geht ja mal gut, wenn in der Wohnung Katzen rumlaufen und im Haus mindestens 3 weitere Hunde bellen), der wollte keine Raucher (na gut, das kann ich verstehen) und der potentielle Nachmieter sollte ja am besten auch noch so viel Geld haben, die Wohnung in drei Jahren kaufen zu können.

Leicht utopisch.

Und wenn man sich dann auch nicht bei den potentiellen Nachmietern meldet um ihnen die Wohnung tatsächlich anzubieten, braucht man sich nicht wundern, wenn die nach und nach abspringen weil sie schon was haben.

Egal, ich habe eine Wohnung und einen Nachmieter. Jetzt muss ich nur noch umziehen. Ist ja ganz einfach. Immerhin sind die Katzen schon soweit vorbereitet. Da wir in der neuen Wohnung ein Katzentürchen einbauen dürfen und der Vermieter meinte, dass wohl ein Türchen nur für unsere Katzen geschickt sei, habe ich Luna nun auch Chippen lassen. Nicht das man von ihrer Tätowierung noch irgendetwas entziffern könnte. Dazu haben wir jetzt die tollen EU-Heimtierausweise. Und prompt habe ich meine alten Impfpässe die völlig unlogisch aufgeräumt waren wieder gefunden.

Und weils so schön föhnig war hab ich am Montag zumindest mal mit dem Handy (ich hab ein neues Handy *summ*) ein Bild von der Aussicht aus meinem Büro gemacht. Am Mittwoch hatte ich die grosse Kamera dabei, aber ich hab das Kabel daheim vergessen. Also müssen die später folgen:

Wohnungsgeschichten

Das Forum scheint ja derzeit genauso im Wohnungssuchstress zu sein wie ich. Und was für Preise die als hoch ansiedeln? Kaum zu glauben.

Nun gut, komme ich doch einfach aus einer beliebten und entsprechend teuren Gegend. Da kann man von 270€ für 50 m² oder gar 540 für 80 m² nur träumen. In München und südliches Umland  zahlt man nunmal für eine Wohnung deutlich mehr. Meine erste Wohnung hat hübsche 1000 DM gekostet, meine jetzige deutlich kleinere kommt warm auf 670 Euronen (ok, das ist mit Tiefgaragenstellplatz, aber die andere hatte auch nen Parkplatz bei.)

Jetzt mal zur Schweiz. Da ist alles etwas teuerer. Dafür kriegt man da aber auch etwas mehr Geld, jawohl. Mein derzeitiges Limit ist bei 15oo Franken. (*rechen* ca 1000 Euro). Dafür kann man kriegen: Supermoderne 2,5 Zimmerwohnung mit Parkett ca 48 m² ruhig gelegen mit Gartensitzplatz. Wobei man so einen Sitzplatz mitnichten mit unserem schönen Garten in Deutschland verwechseln sollte. Meist ist das ein Terässchen von Balkongröße und man teilt sich die Wiese dahinter mit den ganzen anderen Bewohnern des Hauses.

Aber in der Schweiz geht es weniger nach Quadratmetern, so kann man für mein Limit genauso gut eine 4 Zimmer Wohnung mit 100 m² bekommen. Da meine derzeitige Vermutung da liegt, dass der Preis vom Renovierungsstatus abhängt, will ich glaub ich gar nicht wissen, wie heruntergekommen so eine Wohnung sein muss. Die erste die ich so gesehen habe (also 4 Zimmer 80 m² war schauderhaft).

Der Vorteil der Schweizer Wohnungen im Vergleich zu den Deutschen liegt meiner Meinung nach eindeutig in der Küche. Denn die ist immer drin und verfügt in den teureren Wohnungen fast immer über eine Spülmaschine.

Der große Nachteil ist im derzeitigen Leerstand im Züricher Umland. Der beträgt  weniger als 1%.  Ich habe keine Ahnung wie das in anderen Umgebungen so ist. (in München wohl auch kaum). Auf jeden Fall hat das zur Folge, dass auf eine solche Wohnung mehrere Bewerber kommen die dann per Formular um diese Wohnung buhlen. In einem solchen Formular werden dinge abgefragt wie: welche Haustiere, wieviel verdient man, wird man betrieben (=hat man Schulden) , spielt man ein Instrument. Warum zieht man aus der alten Wohnung aus, wer war der vorherige Vermieter (möglichst mit Adresse und Telefonnummer)  liegt eine Aufenthaltsbewilligung C (das wäre mehr als 5 Jahre in der Schweiz) vor  etc. etc.

Auf jeden Fall gibt es jetzt einen leichten Hoffnungsschimmer. Mir wurde jetzt eine Wohnung in der Nähe meiner Arbeit angeboten. Ruhige Lage, Haustiere erlaubt. 2 Zimmer, eigene Waschmaschine und Tumbler (meistens hat man eine, die man mit dem Rest des Hauses teilen darf). Dummerweise ist kein Parkplatz dabei, so gar nicht, und in der Straße gibt es keine Straßenparkplätze.  Und dummerweise habe ich mir am Montag und heute Wohnungen angesehen, die mir etwas gemütlicher erscheinen. Leider werde ich davon nicht rechtzeitig erfahren ob ich sie bekomme oder nicht. Einziger Nachteil der beiden hübscheren Wohnungen ist die jeweilige Hanglage, die ein “ich fahr dann mal mit dem Radl *hust* Velo” schon fast im Keim ersticken. Mal sehen, wir gucken sie uns am Sonntag nochmal an und machen uns über Parkmöglichkeiten schlau. Und dann wird entschieden.

Damit das nicht nur Text ist hier noch ein Bild vom morgendlichen Blick aus meinem Zimmerfenster:

Erste Schritte in der Schweiz

Am Sonntag bin ich dann mal losgeeiert. Vermieterin war sehr erstaunt als ich plötzlich da stand, hat sie doch erst am Montag mit mir gerechnet. Öhja, ich muss ja nur am Montag anfangen zu arbeiten.

Aber ansonsten ists ok. Ich krieg Schlüssel, Zimmer, Anweisungen wo ich was finde etc.

Montag erstmal auf die Gemeinde mich melden. Ich brauche noch ein Fotoli für den Ausländerausweis. Ansonsten reicht der grüne Zettel von meiner Vermieterin, mein Pass und der Arbeitsvertrag und so bin ich zumindest schonmal gemeldet und meine Aufenthaltsbewilligung ist auf dem Weg. Ahja, Krankenkassenkärtli bräucht ich auch noch. Noja, kommt nach, genauso wie das Fotoli.

Dann ab zur Arbeit. Statt den üblichen Rundgang und Kollegen (haha, ich bin ja derzeit quasi alleine) kennenlernen gibt es gleich Besprechung. Mittagessen und weiter Besprechung. Um vier darf ich heim, nur um dann Abends nochmal Essen zu gehen. Ich finde das ja Schwerstarbeit. Da ich das einzige weibliche Wesen am Tisch bin, muss ich immer zuerst sagen, was ich will, dabei guck ich doch immer lieber erst was die Anderen machen, damit ich nachäffen darf und nicht als Idiotin dastehe.

Der Dienstag dauert dann kürzer. Wieder gehts mit Besprechung los. Und dann Mittagessen. Immerhin ist danach Ende, weil Chef wieder nach Deutschland abhaut. Da mein Büro zwar schon vorhanden ist, aber sonst auch gar nix, hab ich auch nix zu arbeiten.

Mittwoch ist in Deutschland (zumindest da wo ich dann hinmuss) Feiertag. In der Schweiz nicht. Ich nutze die Zeit für meine Krankenversicherung, für die geschickterweise meine Vermieterin Vertreterin ist. Der Preis klang brauchbar. Ich hoffe mal, ich hab da nicht allzuviel falsch gemacht. Immerhin ist jetzt die obligatorische Grundversicherung vorhanden, und Aufstocken geht immer.

Am Nachmittag geh ich zur Bank zum Konto eröffnen. Das geht völlig problemlos. Ausweis reicht. Kontoführungsgebüren ist das pro Jahr, was ich bei einer anderen Bank in Euro pro Monat zahl. Kärtchen ist auch beantragt, ebenso wie das Online-Banking. Jetzt muss nur noch mein Arbeitgeber die Nummer wissen, damit da auch mal Geld drauf landet.

In der Gemeinde lass ich dann doch noch schnell das Fotoli machen. Dann ist das schonmal geschehen. Von der Krankenkasse brauch ich erstmal das Kärtli, das kommt wohl erst später.

Abends dann nach Deutschland. Ins Haus Anne Sophie dort gibts dann erstmal Internetstress. Da ich sonst immer alles über W-Lan mache habe ich keinen Netzwerkkartentreiber installiert, um einen Treiber zu bekommen brauche ich Internet…. Wie auch immer. ich habs hinbekommen (teures T-Online Hotspotgedöns). Und bin online.

Heute dann der erste Tag in der Zentrale. Hier dann tatsächlich Kollegen Kennenlernen, Betriebsbesichtigung (Whoa Hochregallager, ziemlich beeindruckend). Mittagsessen mit Kollegen. Und nochmal Internetprobleme. Da ich einen Ferienarbeiterpass habe, habe ich keinen Internetzugang und keine E-mailadresse. Immerhin kann ich mir noch die Adresse für die eigentliche Arbeit besorgen und kann (über nen Gastzugang ins Internet) per Webacces zugreifen. Jetzt existiere ich auch wieder für die Arbeitswelt.

KO. ich hab soviel gegessen in den letzten Tagen. Und ich komm nicht dazu es wegzuarbeiten. Ich werde in nem Monat in die Schweiz rollen.

Feuerkatze goes Schweiz

Ich habe es tatsächlich getan. Ich habe meinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben, der mich in die Schweiz entführt.

Ab Januar habe ich somit wieder was neues, und den Dezember über zum Glück noch Zeit Dinge vorzubereiten. Schließlich kann ich nicht von hier aus dort arbeiten. Drei Stunden Anfahrt sind halt doch etwas viel. Also heißt es wieder einmal eine Wohnung finden, die Katzentauglich ist und unseren sonstigen gewachsenen Ansprüchen genügt. Ich bin geneigt mir einen Makler zu suchen. Aber auch der vorerst neue Chef hat sich angeboten zu helfen – schließlich sind die Gepflogenheiten dort doch etwas anders.

Immerhin muss ich nicht sofort fest in der Schweiz sein. Da der Laborleiter, der dann mein Vorgesetzter wird, erst im März anfängt, bekomme ich die Möglichkeit zunächst den Mutterkonzern in Deutschland kennenzulernen. Der liegt praktischerweise drei Stunden Fahrtzeit in die andere Richtung. Aber ich werde dort wohl eine Unterkunft für die Zeit bekommen und wohl ab und an zwischen dort, hier daheim und der Schweiz hin und her zu pendeln.

Ich werde damit wohl auch wieder intensiver bloggen, allein schon um mir selbst eine Gedächtnisstütze zu bauen. Und nachdem wohl auch Leute noch immer über meine HP stolpern wenn es um Neuseeland geht ist das viellicht nicht das schlechteste.

Hier dann mal ein Blick in die neue Heimat. Von der Südseite des Zürichsees fotografiert. Wir werden dann wohl eher im Norden siedeln, im Kanton Zürich.

zuerichsee

Loading...
X