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Meh

Man, heute ist es echt schwer was lustiges zu schreiben. Nicht nur ist mir heute nichts Lustiges passiert, nein auch meine Timeline bei FB ist überwiegend ziemlich deprimierend zu lesen.

Die einzigen Highlights sind die Posts aus den Kindergruppen und immerhin hat heute das Herbstkind für einen Lacher gesorgt, als es den gerade von Wäsche befreiten Wäscheständer als Laufhilfe durchs Wohnzimmer geschoben hat.

Nicht mal Leander hat heute was Lustiges posten können.

In der FB Timeline wurden die Trauerbezeugungen für David Bowie mit den Trauerbezeugungen für Alan Rickman abgelöst. Ansonsten gibt es noch immer das Thema Silvester in Köln, das für mich nur mehr verwirrend ist, weil irgendwie keiner in der Lage ist, die Fakten darzustellen oder sich daran zu halten. Ich habe grad so gar keine Lust nach den Fakten zu suchen und werde mich also nicht weiter zu der Sache äussern.

Leider wirkt sich das Thema auch ein bisschen hier in der Schweiz aus. Denn die Angst, die die “besorgten Bürger” in Deutschland laut werden lässt, schwappt ganz wunderbar über die Landesgrenze in ein Land, das eh schon länger was gegen die “gefährlichen” Ausländer hat. Haben der Ausschaffungsinitiative damals sehr knappe 51% zugestimmt stehen die Prognosen für die Nachfolgerinitiative (Durchsetzungsinitiative) auf ca 60% ja. Diese Initiative möchte die Schweiz als Rechtstaat abschaffen, indem ausländische Kriminelle ohne weitere Betrachtung des Hintergrundes direkt des Landes verwiesen werden sollen. Das gilt aber nicht für Steuerflüchtlinge und Finanzdelikte. Tolles Doppelmass.

Und noch eine weitere Initiative macht hier Sorgen.  Die Ehe-Initiative möchte sie die steuerlichen Nachteile für Verheiratete und Verpartnerte aufheben indem sie in der Verfassung verankert, dass die Ehe eine wirtschaftliche Verbindung von Mann und Frau ist. Wieso das nötig ist, kann die CVP auch nicht wirklich erklären. Bisher steht in der Verfassung, dass man Recht auf Ehe hat ohne weitere Hinweise wie diese gestaltet ist. Die CVP möchte das für Änderung des Steuerrechts eben anders (homophober) formulieren und meint, dass das dem Artikel 12 der Menschenrechtskonvention entspricht. Wenn ich das richtig lese, ist in dem Artikel auch nicht zwingend festgelegt, dass die Ehe zwischen Mann und Frau sein soll, sondern, dass diese nach den im Land vorliegenden Gesetzen eine Ehe eingehen dürfen. Nur weil in der Schweiz momentan die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern (noch) nicht zugelassen ist, stimmt die Aussage als “das ist die gelebte Situation”

Auch hier stehen die derzeitigen Prognosen auf 60% dafür, weil die “Heiratsstrafe” anscheinend genügend Leuten auf den Sack geht, dass ihnen die “unglückliche Formulierung” pupsegal ist. Da steht dann Geldgier (oder vielleicht doch Homophobie?) im Vordergrund.

Mich macht das sauer! Liebe Schweizer, überlegt euch gut, was ihr da am 28. Februar in die Urne gebt. Lasst euch nicht von Angst und/oder Geldgier leiten.

 

Sollte ich hier etwas von den politischen Sachen falsch dargestellt haben, dürft ihr mich gerne berichtigen, ich bin normalerweise nicht so politisch unterwegs. Meistens führt das eh nur zu Frust.

 

Dafür, dass ich vorhin noch gar nicht wusste, was ich schreiben will, ist das doch ein ziemlicher Text geworden. Am liebsten würde ich mich eingraben, bis die Welt wieder besser ist.

Da das aber nicht der Fall ist, muss ich wohl das Positive im Kleinen finden und gucke mir nochmal das Video von meinem Kleinkind mit dem Wäscheständer an.

 

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